ich habe da eine Frage.
Mein Freund (25) möchte mit einer Psychotherapie beginnen, da er die Ereignisse, die er mit seiner Ex-Freundin erlebt hat, nicht wirklich verarbeiten kann und das für uns beide eine ziemliche Belastung darstellt.
Nun würde ich gerne wissen, wie das ablaufen würde.
Muss er sich erst von einem Arzt bescheinigen lassen, dass er Hilfe braucht, damit die Kasse die Kosten für eine Therapie auch übernimmt? Oder reicht es, wenn er einfach zu einer Therapeutin geht und die das dann bei der Kasse beantragt? Was für Hindernisse könnten da auf ihn/uns zukommen?
Vielen Dank für eure Hilfe!!
Nun würde ich gerne wissen, wie das ablaufen würde.
Die Reihenfolge sieht wie folgt aus:
Ab zum Hausarzt, Situation erläutern, um Überweisung bitten.
Entscheiden, ob er eine Verhaltenstherapie, eine tiefenpsychologisch fundierte Therapie oder was ganz anderes machen möchte - evtl. kann der Hausarzt da einen Ratschlag geben, sonst im Netz informieren, was die jeweiligen Unterschiede sind. Hier im Brett haben wir Verfechter für alle Spielarten der Psychotherapie, teilweise sehr vehemente Verfechter, also nicht auf irgendwelche Aussagen von hier verlassen, sondern selbst entscheiden.
Entscheiden, ob er zu einem Mann oder einer Frau möchte.
Entscheiden, ob er zu einem Psychologischen Psychotherapeuten möchte oder zu einem Arzt mit entsprechender Fachausbildung (Psychiater, Facharzt für Psychotherapie etc).
Therapeuten abklappern. Die Gelben Seiten sind ein guter Ansatz, die Krankenkasse führt auch Listen von Therapeuten mit Kassenzulassung. Alle anrufen, die in Frage kommen, mit viel Glück bei einigen wenigen Erstgespräche vereinbaren, die nicht erst in 2007 stattfinden.
Ausprobieren, wenn er sich wohlfühlt mitmachen. Alles weitere mit der Kasse regelt der Therapeut.
Probleme, die auftauchen könnten, sehe ich wie folgt:
a) Psychotherapeuten sind chronisch ausgebucht. Es wird schwer sein, einen zu finden, der einen Platz frei hat.
b) Psychotherapeuten, die keine Kassenzulassung haben, werden erstmal auch nicht von der Kasse bezahlt. Um eine Kostenübernahme doch hinzubekommen, ist eine Menge Bürokratie erforderlich - das ist mühsam und lästig, aber nicht unmöglich. Hängt von der Krankenkasse ab und von der Situation in eurer Stadt. Infos dazu gibt der jeweilige Therapeut.
c) Es kann mitunter ein Weilchen dauern, bis er jemanden findet, bei dem er sich wohlfühlt. Das ist wichtig, und wenn eine entsprechende Grundsympathie nicht vorhanden ist, sollte er weitersuchen und keine Scheu haben, diese Person nicht auszuwählen.
d) Wie oben erwähnt, kann es schwierig sein, die geeignete Therapieform zu wählen. Ich persönlich halte in solchen Dingen die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie für sinnvoll, aber ich bin kein Fachmann in dem Bereich. Es gibt viele, die alles außer Verhaltenstherapie platt gesagt für unnützen Humbug halten.
die Beurteilung für/gegen eine Psychotherapie obliegt dem Therapeuthen. Es werden erst Probesitzungen vereinbart, welche sehr kostengünstig abgerechnet werden (sprich der Therapeuth bekommt fast nichts dafür von der Krankenkasse). Anschliessend stellt der Therapeuth selber einen entsprechenden Antrag bei der Krankenkasse.
Später wird er noch ein Gutachten verfassen müssen, aus dem Behandlungsbedarf hervorgeht.
D.h., man kann ohne Umweg direkt zu einem „Therapeuten“.
Kassenzugelassen und qualifiziert sind an „Therapeuten“ der „psychologische Psychotherapeut“ (Dipl.Psychologe mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung) und „Facharzt der Neurologie und/oder Psychiatrie“ mit derselben psychotherapeutischen Zusatzausbildung.
Der Besuch bei einem „Neurologen/Psychiater“ kann dann angezeigt sein, wenn die Problematik so massiv ist, dass eventuell eine medimenkatöse Versorgung indiziert sein kann (erheblicher Leidensdruck, Depression, Angststörung). Meiner Meinung nach sollte ein solcher Facharzt dann erste Anlaufstelle sein, und ein solcher Arzt arbeitet häufig mit Therapeuten zusammen (oder hat eben - wie bereits erwähnt - selber eine psychotherapeutische Zusatzausbildung), so dass er dann einen Therapieplatz empfehlen/vermitteln kann.
Dein Freund kann sich direkt an einen Psychotherapeuten oder eine Psychotherapeutin wenden (Psychologe oder Mediziner). In den ersten Sitzungen wird er dann über den weiteren Verlauf informiert.
Psychotherapeuten kann er z.B. über Psychotherapeutensuchmaschinen finden:
die kassenärztliche vereinigung führt auch eine liste nach der man im einen umfeld es wohnortes suchen kann und auch halbwegs dort bekannt ist , wer noch patienten aufnehmen kann - spart viel rumtel und frust.
es gibt auch beratungsstellen oder koordinationsstellen - dort kann man im erstgespräch den bedarf insofern ermitteln als das die theraform klarer wird. - wobei ich da ein wenig skeptisch bin, denn ich kenne einige die eine psychothera brauchten und erstmal mit einer verhaltensthera angefangen hatten und der thera sie nicht wegschickte.
kann aber zufall sein.
LG und einen guten weg - ich finde es toll, wenn jemand den mut aufbringt eine thera zu machen - den mumm haben immer noch zu wenige.
die kassenärztliche vereinigung führt auch eine liste nach der
man im einen umfeld es wohnortes suchen kann und auch halbwegs
dort bekannt ist , wer noch patienten aufnehmen kann - spart
viel rumtel und frust.
Was ist denn „rumtel“?
bin, denn ich kenne einige die eine psychothera brauchten und
erstmal mit einer verhaltensthera angefangen hatten und der
thera sie nicht wegschickte.
Du meinst, eine Verhaltenstherapie ist keine Psychotherapie?
Achja, und wie hast Du festgestellt, daß diese einigen keine Verhaltenstherapie brauchten?
LG und einen guten weg - ich finde es toll, wenn jemand den
mut aufbringt eine thera zu machen - den mumm haben immer noch
zu wenige.
Du, ich hab in nächster Zeit nicht vor eine Therapie zu machen.
Gruß,
Malte.
PS: Die Unart, Groß-/Kleinschreibung zu ignorieren, erschwert das Lesen erheblich und ist irgendwie unhöflich dem Leser gegenüber.
die kassenärztliche vereinigung führt auch eine liste nach der
man im einen umfeld es wohnortes suchen kann und auch halbwegs
dort bekannt ist , wer noch patienten aufnehmen kann - spart
viel rumtel und frust.
Was ist denn „rumtel“? (herumtelefonieren)
bin, denn ich kenne einige die eine psychothera brauchten und
erstmal mit einer verhaltensthera angefangen hatten und der
thera sie nicht wegschickte.
Du meinst, eine Verhaltenstherapie ist keine Psychotherapie?
Achja, und wie hast Du festgestellt, daß diese einigen keine
Verhaltenstherapie brauchten?
(habe mich nicht korrekt ausgedrückt) - verhaltenstherapie hat
meines wissens einen anderen ansatz aber die unterschiede sind
dir doch besser bekannt als mir habe ich den eindruck, wo liegt
also die unklarheit?
ich habe im übrigen gar nichts festgestellt sondern die personen selbst und/oder nach erfolgloser verhaltensthera da z.b bei der einen
bekannten von mir stets ihr verhalten aber nicht der ursprung und ihre emotionen beleuchtet wurden - besser kann ich grad nicht erklären.
im übrigen ist mir wiederum unklar wie du darauf kommst, dass ich das festgestellt habe - davon habe ich keine silbe geschrieben.
LG und einen guten weg - ich finde es toll, wenn jemand den
mut aufbringt eine thera zu machen - den mumm haben immer noch
zu wenige.
Du, ich hab in nächster Zeit nicht vor eine Therapie zu
machen.
dieser satz galt in dem falle nicht dir sondern der ursprungsposterin - vielmehr ihrem freund - um den gehts ja wohl hier offensichtlich. du hast nicht geschrieben dass du eine thera machst also warum sollte ich dich dazu beglückwünschen?
Gruß,
Malte.
PS: Die Unart, Groß-/Kleinschreibung zu ignorieren, erschwert
das Lesen erheblich und ist irgendwie unhöflich dem Leser
gegenüber.
ob das eine unart ist kannst du wohl kaum für mich entscheiden, maximal deinen persönlichen unmut kundtun.
ich finde es nicht unhöflich und auch wenn es dir nicht vorstellbar zu sein scheint, ich habe evtl einen grund für diese schreibweise.
im übrigen finde ich persönlich das lesen nicht erschwert.
PPS: Was ist ein „thera“?
meine güte - eine therapie - wo liegt nun da wieder dein verständnisproblem oder biste mit dem falschen fuss aufgestanden und suchst gerade irgendwie eine art entladung? - nur zu…*g
im Gegensatz zu vielen anderen kassenzugelassenen Therapieformen ist der Verhaltenstherapie eine Wirksamkeit wissenschaftlich nachgewiesen worden.
Ich möchte gar nicht für oder gegen spezielle Therapieformen argumentieren, aber es gibt einige Vorteile, die auch für eine Verhaltenstherapie sprechen:
kurze Behandlungsdauer
schnelle Erfolge
Gesellschaftspolitisch ist anzumerken, dass es zwar ein frommer Wunsch sein kann, etwas über die eigenen Probleme im Rahmen einer „tiefergehenden“ Therapie zu erfahren. Wenn man aber überlegt, dass die Behandlungsdauer hier 2-3 Jahre dauern kann bzw. in der Regel dauert, dann betrügen die Kosten schnell um die 10.000,00 EUR. Wenn es nicht nötig ist, gilt es eben den Kosten/Nutzen-Faktor abzuwägen.
Ich denke, es muss demnächst darüber gesprochen werden, ab welchem Erkrankungsgrad überhaupt noch behandelt werden kann - und auch wie lange und wie intensiv. Denn auch hier - wie an so vielen Stellen - wird erheblich gespart werden müssen.
PS: Die Unart, Groß-/Kleinschreibung zu ignorieren, erschwert
das Lesen erheblich und ist irgendwie unhöflich dem Leser
gegenüber.
PPS: Was ist ein „thera“?
Jetzt moser’ doch die Leut net so an!
is wahrscheinlich eine form der lega, da brauchts dann eine
thera…
vielleicht beim logo?
ALSO MEIN PSYCHO HAT GESAGT NE THERA BEIM LOGO IS GENAUSO GUT WIE ÖFTER MA MIT AMI TELEN DA MUSSTE GENAUSO AUF DIE FORMUS ACHTEN UND KANNST DEINE AUSSI VERBSEN UND KANNST DIE SELBSTBETE AN DIE KRAKA SPAREN DA FREUT SICH AUCH DIE SPARKA BZW DEIN GRIOKO DRÜBA.
Vielen Dank für eure lieben und hilfreichen Antworten! Jetzt bin ich/sind wir doch etwas besser darauf vorbereitet, was auf uns/ihn zukommt.
Ob eine Therapie für ihn wirklich das Richtige ist, weiß ich nicht, aber er will dem ganzen zumindest mal eine Chance geben. Und das ist doch schon mal das Wichtigste, oder?
ich tue mich schwer damit einen menschen in dieser art zu bewerten.
denn wo will man da anfangen - die kosten für eine lungentranplantation, ein behindetes kind oder weiss ich was. wo anfangen, wo aufhören… und warum gerade im seelischen/psychischen bereich? ich bin damit nicht einverstanden und halte es sogar für gefährlich.
ich persönlich glaube dass gerade weil die gesellschaft genau in dieser art und weise immer mehr zu denken und handeln pflegt menschen krank werden, seelisch krank. und das führt im laufe von vielen jahren dazu, das ein mensch eines tages eine thera benötigt - also nicht nur deshalb, aber es kommt ja immer öfter vor wie man weiss.
mir sträuben sich da die nackenhaare und das nicht zuletzt deshalb weil ich bis vor einigen jahren ähnlich dachte.
letztlich bedeutet diese art zu denken nur - man bekommt nur die hilfe die nötig ist damit man wieder halbwegs funktioniert im sinne von arbeitsfähigkeit oder ähnlichem nutzen.
der mensch als mittel zum zweck.
hilfe nur im rahmen des unbedingt nötigen…kommt mir vor wie ne kopfschmerztablette für den fall das jemand krebs hat - blöder vergleich ich weiss, ich will die verhaltenstherapie damit nicht abwerten, ich finde nur - was nötig ist ist nötig und kann nicht gut finden wenn ein mensch nur das eine bekommt wenn er aber das andere benötigt - wegen der kosten -
besser kann eine art nicht signalisieren was sie von sich selbst hält.
einerseits werden millionen jedes jahr verschossen in zu hohe gehälter, nicht angemessene reiseabrechnung und sonstigen kram, in schwachsinnige projekte die von den steuergelder bezahlt werden und weiss ich was alles und dann soll man das alles auf diese weise kompensieren? -