Spinnenphobie - Verschiedene Möglichkeiten
Hallöchen,
Da es mich doch arg in meiner Lebensführung einschränkt, würde
ich gern mal ne Therapie deswegen machen.
Konfrontationstherapie, oder wie das heisst.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten dem Problem zu Leibe zu rücken.
Was Dir wohl gerade vorschwebt sind in-vivo-Konfrontationen, also eine leibliche Begegnung mit dem „Feind Spinne“, graduiert- erst ansehen, näher kommen, anfassen etc.
Solche Kurse werden von verschiedenen Veranstaltern angeboten-
nicht immer mit besonders hoher psychologischer Qualität, selten von Menschen mit psychologischer Berufsausbildung.
Diese wirft zb. Google (spinnenphobie + ort) aus.
Häufig sind diese Seminare selbst zu finanzieren.
Kostentechnisch liegen die etwa zwischen 200 und 400 Euro.
Meistens gibt es jedoch keine / kurze Wartezeiten.
Ein anderer Schuh ist ein psychotherapeutisches Vorgehen.
Hier gilt das übliche Prozedere-
Psychologen (IDR Verhaltenstherapie) mit Kassenzulassung (und idealerweise Schwerpunkt Angst) suchen [FAQ:240], vorstellig werden
und schauen, ob die Kasse die Kosten übernimmt- meist ist dem so.
(Vereinfacht: abhängig von der „Notwendigkeit“ der Behandlung)
Hier sind jedoch lange Wartezeiten in Kauf zu nehmen.
Geht auch anders herum- Kasse anschreiben und Therapeutenliste zum Thema Phobien anfordern (damit ist die Kostenübernahme aber noch nicht in Sack und Tüten)
alternativ oder zum Zeit überbrücken gibt es zahlreiche gute und weniger gute Ratgeber und Bücher im Bereich der Selbsthilfe
(zb. Spinne ich- oder was? http://www.activebooks.de/ebooks/detail.asp?ProduktI…)
Soviel zu den gängigen Varianten.
Wenn Du nun meine persönliche Meinung noch hören willst-
Es gibt sicher Leute, die machen das ganz toll, effektiv und preisgünstig. Wenn ich aber nicht gerade eine vertrauliche Empfehlung oder einen persönlichen Kontakt in diese Richtung habe, würde ich stets denjenigen wählen, der, bezüglich meiner Problematik, entsprechend überprüfbar ausgebildet ist, und durch andere Instanzen (zb. die Kasse) „legitimiert“ ist.
Ein normaler Psychologe hat ja nicht mal eben daheim ein paar Spinnen
rumsitzen…
Sicherlich nicht, nein. Braucht’s aber auch nicht zwangsläufig.
Wenn es denn eine in-vivo-Konfrontation geben soll, müssen es ja nicht die eigenen sein. (zoologisch/ biologische Institute, Zoos, Tierhandlungen, der eigene oder des Nachbars Garten…)
Das Vorhandensein eigener Spinnen ist kein Kriterium für einen guten Therapeuten!
Grüße
vom frosch