Hallo, ich habe Borderline, und ein Bekannter hat mir geraten, aufgrund meiner difusen Angstörungen und Stimmungsschwankungen eine Therapie in der Schweiz zu machen, das würde mir mehr helfen als eine Therapie hier - weil es dort eine Klinik geben soll wo man dann eine Therapie macht wo man dann auch angeblich LSD (unter Kontrolle der Ärzte) bekommt. Zudem rät er mir oft ich solle, anstatt Tabletten zu schlucken doch viel lieber Mal nen Joint rauchen oder ne Wasserpfeife blubbern weil Softdrogen geilsam sind und mir sehr helfen sollen. Ich habe aber m,al gelesenm dass man von Hasch und Co eine Psychose bekommen kann, aber mein Bekabbter meint das wäre totaler Quatsch. Was stimmt denn nun?
ui jui jui
Hi,
und ein Bekannter hat mir geraten,
aufgrund meiner difusen Angstörungen und Stimmungsschwankungen
eine Therapie in der Schweiz zu machen,
die erste Frage, die sich mir stellt ist, in welcher Funktion Dein Bekannter Dir dies rät. Hat er davon gehört, ist er Betroffen, evtl. beruflich in diesem Feld-
das würde mir mehr helfen als eine Therapie hier -
die Du schon gemacht hast?
weil es dort eine Klinik geben soll wo man dann eine Therapie macht
wo man dann auch angeblich LSD (unter Kontrolle der Ärzte) bekommt.
Zudem rät er mir oft ich solle, anstatt Tabletten zu schlucken doch
viel lieber Mal nen Joint rauchen oder ne Wasserpfeife blubbern
weil Softdrogen geilsam sind und mir sehr helfen sollen.
Woher hat er diese Informationen?
Abgesehen davon ist LSD sicher keiner Softdroge-
was das Hasch angeht: die dämpfende Wirkung von Hasch ist allgemein bekannt. Dass sich dies auf eine wie auch immer geartete unruhige Symptomatik auswirkt ist entsprechend logisch.
Ich habe aber m,al gelesenm dass man von Hasch und Co eine
Psychose bekommen kann, aber mein Bekabbter meint das wäre
totaler Quatsch. Was stimmt denn nun?
Womit meine erste Frage schon fast beantwortet ist-
Es gibt einen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Hasch und dem Auftreten von Psychosen. Unklar ist, in welche Richtung.
Ist die Psychose also eine Folge des Konsums oder aber ist der Konsum Folge einer Psychose (im frühen, unbemerkten Stadium).
Darüber scheiden sich die Geister. Quatsch ist es in keinem Fall.
Die Frage ist, ob man das unbedingt persönlich ausprobieren muss.
Dazu gebe ich folgendes zu bedenken:
Drogen (aller Art) greifen genauso ins Gehirn ein wie Psychopharmaka. Sie also zu nehmen, um etwas „schonenderes“ zu nutzen ist also quatsch. Während PsyPharmaka gezielt an bestimmten Rezeptoren in bestimmten Hirnbereichen wirken, wirken Drogen (auch Hasch) vergleichsweise unspezifisch im gesamten Gehirn.
Zudem lassen sich Drogen idr nicht dosieren. Es ist ua. aufgrund der stets verschiedenen Qualität der jeweiligen Substanz unmöglich sich eine „Portion der Größe X“ zuzuführen- anders bei einer Tablette mit X mg.
Der dauerhafte Konsum bzw. die Überdosierung (wobei das Wort paradox ist, weil man ja sowieso kaum dosieren kann) führt zt. nachgewiesen, zt. mutmaßlich, zu körperlichen Schädigungen- daher sind diese Mittel hier verboten. Das psychische und physische Suchtpotential ist für beide Varianten vorhanden.
soviel erstmal
frosch
Hallo,
Bleifrosch hat 100% Recht und alles stimmt, was er schreibt.
Der Gedanke, der sich mir eher aufdrängt, ist, dass dein Bekannter bestimmte (finazielle?) Interessen verfolgt, indem er dir die Behandlung in mysteriöser Schweizerischer Klinik bzw. Einnahme von Drogen empfielt.
„Geilsamer“ sind die Drogen bestimmt, ja.
Heilsamer - nicht.
Huhu!
THC wirkt anscheinend tatsächlich Psychosenauslösend.
(Ich krieg da Paraonia von, und es wirkt Manieauslösend, also ein großer No-Go)
LSD angeblich nicht.
Wäre ich aber skeptisch.
Heißt aber nicht, das dir das hilft - vielleicht mit guter Therapeutischer Hilfe - andererseits hilft dir ein guter Therapeut mit oder ohne Drogen.
Ich meine, das Problem bei psychischen Erkrankungen ist doch eigentlich immer, das die Wahrnehmung des Klienten verschoben ist - egal ob in Bezug auf die Umwelt oder in Bezug auf seine Emotionen.
Was soll es dir bringen, noch einen Filter dazwischen zu schalten?
Viele Grüße!
Ph.