Hallo
Ich habe so meine Probleme. Meines Erachtens sind sie ja „gar nicht so schlimm“. Auf der anderen Seite merke ich schon, das es mir alles sehr zu schaffen macht. Aber ich sage mir immer, das ich halt damit alleine klar kommen muß und das es andere gibt, die vermutlich ganz offensichtlichere Probleme haben.
Allerdings merke ich auch, wie sehr diese ganzen Blokaden mein Leben behindern. Ich konversiere mit anderen quasi fast nur noch in Gedanken. Also ich beginne im Kopf ein Gespräch und spinne dann weiter, wie das Gespräch weitergeht. Auf der Arbeit ist es dann so, das ich mir die ganze Zeit einrede, wie alle anderen über mich und meine Arbeitsmethoden „lästern“. Ich mir ständig irgendwelche Fehler einrede und so weiter.
Ich bin jetzt nicht so verschwiegen und denke das ich bei meinen Kollegen schon recht beliebt bin, weil ich sehr hilfsbereit und ein „Netter lustiger Typ“ bin (nach außen). Dennoch qäule ich mich immer mit solchen Gedanken.
Das zieht sich durch den ganzen Tag.
Irgendwie habe ich schon das Gefühl, das ich Hilfe brauche, auf der anderen Seite will ich auch wieder keinen „auf der Tasche liegen“ (Krankenkasse) oder jemanden mit meinen Problemen belasten (Kollegen, Familie, Psychater).
Es ist natürlich nicht nur das, sondern noch viele andere Probleme.
Durch einen Tip bin ich auf die Borderline-Persönlichkeitsstörung gekommen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Borderline-Pers%C3%B6nl…
Da beunruhigt es mich schon etwas, das ich 6 dieser Punkte unter „Klassivizierung“ entweder ganz klar oder schon ansatzweise erfülle.
Und irgendwie will ich auch nicht, das ich irgendwann einmal komplett durchdrehe oder vielleicht noch schlimmeres.
Nur wie soll ich da nun vorgehen? Ich wüsste nicht mal, wie ich zum Psychater kommen soll. Also der Hausarzt müsste mir ja erstmal eine Überweisung ausstellen. Dem müsste ich dann ja schon sagen, was mir fehlt. Und dann müsste ich beim Psychater anrufen und mir einen Termin geben lassen. Das Telefonieren fällt mir übrigens auch sehr schwer.
Jedenfalls soll ich dann dort hingehen und sagen „Ich glaube ich habe eine Borderline Störung“ oder sollte ich ihn „von selbst drauf kommen lassen“? Denn ich denke mir, wenn ich ihm sage, das ich weiß was es ist, könnte er ja meinen ich sage nur das, was ich dort gelesen habe, was ich haben müsste um ihm zu vermitteln das ich es hab.
Ich denke ihr merkt schon an diesem total bekloppten rumgegrübel, das ich ordentlich einen an der Waffel habe… Und das ist ja das Problem… ich überlege einfach zu viel was ist und was kommt wenn dann…
Aber diese „Einfach machen und gucken was kommt“-Parolen helfen mir nicht weiter. Schaut… jetzt denke ich, was ihr hier wohl schreiben werdet…
Wäre sehr dankbar, wenn mir hier jemand helfen könnte.
Gruß
Andreas