Hallo liebe Experten.
Welche Therapieform ist eurer Meinung nach geeignet für folgendes Problem:
Eine liebe Freundin von mir wurde vor ca. 8 Jahren von einem fast Fremden gezielt belästigt (Einbruch, vor der Tür auflauern, Telefonterror, etc.). Der Täter wurde verurteilt, aber seit dieser Zeit kämpft sie immer noch mit massiven Phobien und Ängsten. Sie hat kein Handy mehr und jedes Mal, wenn irgendwo ein Telefon klingelt oder jemand an der Tür steht, zuckt sie zusammen, sie mag nicht gerne ans Telefon gehen oder hat Angst die Tür zu öffnen. Während der Dauer des Strafverfahrens wurde sie therapeutisch ca. 1 Jahr lang betreut, die Ängste wurden auch weniger, halten aber Jahre nach diesen Ereignissen immer noch an.
Was denkt ihr? Ist hier eine therapeutische Begleitung ausgereizt oder welche Empfehlungen könnte man ihr auch ausserhalb therapeutischer Hilfe geben?
Danke für eure Hilfe.
hallo,
welche Therapie hat sie denn schon hinter sich?
Welche „richtig“ ist, hängt auch sehr von der Persönlichkeit ab, ich denke nicht, dass es die eine richtige Therapie pro Problem gibt.
Wenn sie weitermachen will (vorwärtsschauen, nicht nur etwas loswerden, Therapie funktioniert meiner Meinung nach nicht negativ), kann sie sich über die verschiedenen Möglichkeiten (Verhaltenstherapie, Transaktionsanalyse, Gestalt, NPL, Bioenergetik, etc etc etc etc) informieren und schauen, wo sie sich angezogen fûhlt. das wäre für mich eine gute Basis. (Der Kopf muss nicht unbedingt alles analysieren 
viel erfolg
Guten Abend,
evtl hilft ihnen dies weiter: http://www.angsttherapie-berlin.de/Stalking.html
Ansonsten gibt es sehr viele Therapieformen, ich denke in erster Linie sollte die Person nichts gegen eine terapeutische Maßnahme haben dann ist alles möglich, außerdem ist Vertrauen in den Therapeuten sehr wichtig.
Ich denke die Gestalttherapie ist eine gute Form der Therapie.
Mit freundlichen Grüßen
Das ist bei dem Hintergrund keine klassische Angststörung. Ich würde in dem Fall empfehlen, einen Therapeuten mit spezieller Traumaausbildung zu kontaktieren, bei denen man davon ausgehen kann, dass die über Erfahrung und geeignete Methoden verfügen. Wobei das Label „Trauma“ auch keine Garantie bietet, weil es keine geschützte Bezeichnung ist. Es kann sich also jeder Therapeut selbst zum „Experten“ dafür machen.
Suchen kann man hier
http://www.degpt.de/therapeutensuche/
oder
http://www.emdria.de/
Dort ist wenigstens gesichert, dass der Ausbildungshintergrund stimmt.
Wichtig ist zu wissen: bei falscher therapeutischer Intervention kann das Problem deutlich verschlimmert werden. Daher ist das sicher kein Feld für Experimente.