Therapieform

Hallo,

wenn jemand absolut nicht mit seinen bestehenden Erkrankungen und deren Auswirkungen klar kommt und deshalb sich auch mehr und mehr zurück zieht, gibt es doch sicher auch eine mögliche Hilfe in Form von Psychotherapie - oder nicht?

Was für Therapieformen sind geeignet bzw. wo ist der richtige Ansprechpartner zu suchen? Was muss auf dem Schild stehen?

Danke und vG
Monroe

Was für Therapieformen sind geeignet bzw. wo ist der richtige
Ansprechpartner zu suchen? Was muss auf dem Schild stehen?

hi,

man kann eine einzel-gesprächstherapie bei einem psychologischen psychotherapeuten machen, auch gruppentherapie ist geeignet. ansätze sind verhaltenstherapie und tiefenpsychologie. welcher ansatz sich beim behandler hinter der berufsbezeichnung verbirgt, ist nicht erkennbar, man fragt es im erstgespräch nach, beides ist gut wirksam. überall, wo „psychotherapie“, also genau dieses wort ohne änderungen auf dem schild steht, zahlt die krankenkasse und man kann von einer qualitativ guten behandlung ausgehen. ebenso bieten fachärzte für psychosomatische medizin und psychiater (bei denen steht „psychiatrie“ auf dem schild") diesen standard, sie können aber auch medikamente verordnen, weil sie ärzte sind im gegensatz zu den psychologischen psychotherapeuten, die sind psychologen und dürfen das nicht.

wer nun persönlich gut geeignet ist, muss sich innerhalb der ersten paar sitzungen herausstellen, da vertraut man am besten auf sein gefühl, wenn´s nicht geht: offen sagen und jemand anders suchen. krankenkassen helfen dabei, auch die gelben seiten. hausarzt fragen.

Hallo Monroe,

wenn jemand absolut nicht mit seinen bestehenden Erkrankungen
und deren Auswirkungen klar kommt und deshalb sich auch mehr
und mehr zurück zieht, gibt es doch sicher auch eine mögliche
Hilfe in Form von Psychotherapie - oder nicht?

ich denke, die größte Hürde ist die „Einstellung“ des/der Betroffenen selbst. Um überhaupt erst Therapieerfolge möglich zu machen (und damit jemand zur Therapie geht), muss der Mensch dafür offen sein - und das ist m. E. das Gegenteil von „sich mehr und mehr zurückziehen“.

Hallo Tom Builder,

sozialer Rückzug ist lt er ICD X (Internationale Classification of Desease der WHO - Weltgesundheitsorganisation) ein wesentliches Symptom z. B. depressiver, Angst-, Posttraumatischer, Anpassungs- und auch reaktiv immer mal wieder von Schmerz- und Somatisierungsstörungen. Deiner Argumentation zur Folge, wären all diese Patienten nicht für eine Therapie offen?

Da habe ich, die Psychotherapie anbietet, bis dato andere Erfahrungen gemacht. Meiner Ansicht nach ist u.a. das Ausmaß des Leidensdrucks für den Therapieantritt entscheidend und was den Therapieerfolg angeht gibt es vielfältige Faktoren, die begünstigend oder prognostisch eher ungünstig sind.

Viele Grüße einstweilen
Nic

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Danke für die „Aufklärung“, Nic

ich habe es so gemeint wie Du es schreibst - wobei mir offensichtlich nicht gelungen ist, das deutlich zumachen: Es muss eine „Bereitschaft“ des Leidenden da sein für eine Therapie. Allein dass die Umwelt die Therapiebedürftigkeit allein erkennt, reicht oft nicht. Ich habe „zurückziehen“ also mehr im Sinne von „sich verschließen“ gemeint.