Thermodynamik

Liebe/-r Experte/-in,

Ich habe das folgende Thermodynamische/Strömungslehren - problem an einer Luftdruckanlage:

Ziel/Problem: Formel für den Energiebedarf der Drucklufterzeugung/Druckluftverbrauch auf Grundlage einer Momentandruck- und Durchflussanzeige an einer Werkzeugmaschine.

Annahme 1: Kompression der Luft zur Drucklufterzeugung von 1bar auf 6bar mit einem externen Kompressor (Kompressor ist nicht an der Maschine) = isotherme Zustandsänderung (da Temperatur von 1 bar und 6 bar gleich, Wärmeabgange erfolgt an die Umgebung).

–> Arbeit die Notwendig ist für die Kompression von 1 auf 6 bar integriert über die Zeit = Energiebedarf

Geg. Werte: Vorhanden ist zusätzlich die Information des Volumen- bzw. Massenstroms (M(t)bzw. V(t)) über einen separaten Durchflusssensor und der Druck zum Zeitpunkt t (p(t)).

Berechnung:

Damit berechnet sich die benötigte Arbeit zu:

W(t) = M(t) x p1 x ln(p(t) / p1)

M(t): Massenstrom
p1: Ausgangsdruck
P(t): Ermittelter Druck zum Zeitpunkt t (ca. 6bar).

Energieumsatz zwischen t1 und t2 ist damit:

Int(W(t)) = E

Ansatz 2:

Kompression der Luft (von 1 auf 6bar) ist nicht als isotherme sondern als adiabate Zustandsänderung anzusehen.

W(t)/m = c_p * T1 * [(p(t)/p1)^((k-1)/K)-1)]

W/m = massenbezogene Arbeit

m = Masse

p(t) = Druck zum Zeitpunkt t

T1 = Ausgangstemperatur = 20°C bzw. 293,17K

P1 = Ausgangsdruck = Normaldruck

Wie kann ich c_p ermitteln wenn T2 nicht bekannt ist?
Wie erhalte ich Kappa? Ist das überhaupt ein relevanter Ansatz?

W(t) = W(t) * M(t)

Int(W(t)) = E

Vielen Dank, über jegliche Hilfe bin ich sehr dankbar.
Mit freundlichem Gruß,
Andi

Hi!

Ich habe leider gerade auch massig zu tun mit meinen Klausuren, aber ich knall dir mal schnell ein paar Sachen um die Ohren :wink:
Vielleicht helfen dir die ja!

Also erst einmal kannst du sicher das ideale Gasgesetz anwenden, da du dich in einem Druckbereich kleiner 10bar bewegst.
Dann kannst du umformen zu:
p1/p2 = V2/V1
Kannst du umformen nach deinem neuen gesuchten Volumen.
Die Arbeit die du verrichten mußt (Stichwort Volumenänderungsarbeit) ist W12=p dV
Wenn du hier wieder das Ideale Gasgesetzt einsetzt, dann kommst du auf:
W12=nRT (dp/p)

Beachte aber, dass dein Kompressor nicht ideal arbeitet und du seinen Wirkungsgrad mit einfließen lassen mußt so dass du also mehr Leistung benötigst als ausgerechnet. Den Wert müßte dir aber jemand geben.

Hier nur ein paar Sachen zum zweiten Ansatz:
cv=(1/2)*f*R
cp=cv+R
f=Innere Freiheitsgrade
R=8,314 (Gaskonstante)

Kappa ist glaube ich cp/cv

Ich hoffe, dass du damit weiter kommst.
Ich muss wieder an die Klausurvorbereitungen!

Hallo Andi,

Ihre Fragen lassen sich zum größten Teil durch einer Antwort, die ich für 2 Anfragen zusammen behandelt habe, klären. In einschlägigen Taschenbüchern finden Sie Listen mit c_v-Werten für alle gängigen Gase. Wenn die geforderte Genauigkeit eine Behandlung als ideales Gas zuläßt, können Sie für trockene Luft ein 2-atomiges Gas mit kappa („k“ im nachfolgenden Artikel) = 1,4 = c_p/c_v verwenden. T2 Finden Sie unter „Adiabate, Isentrope“. Gut lesbar läßt sich das leider nur über GoogleMail übertragen.

Thermodynamik

Energie, Enthalpie, Entropie, Boltzmann-Formel

Wenn der Lehrer Lücken läßt, ist es ratsam, die Aussagen zu obigen Themen von drei Autoren, die nicht vom gleichen Urheber abgeschrieben haben, zu verwerten.

Quellen:

Brockhaus, Mayers Enzyklopädie, Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie (Band 1), Lexikon der Chemie (Spektrum), Römpp Chemie Lexikon, Hütte, Dubbel, (Engel, Reid, „Physikalische Chemie“, Pearson Studium, www.pearson-studium.de; über Fernleihe z. B. bei der Stadtbibliothek Nürnberg erhältlich; behandeln auch die Boltzmann-Formel), u. v. a.

Zur besseren Übersicht ist es von Vorteil, die vielen Formeln in Spalten sortiert zu konzentrieren. Besonders fruchtbar ist die Betrachtung der Differentialfomeln. Damit Fehler gleich erkannt werden, sollte man bei den Berechnungen immer die jeweiligen Dimensionen mit eintragen.

Beispiel: ideales Gas, quasistatische isobare Zustandsänderung, Temperaturbereich mit konstantem cp.

Die Form ds = dqreversibel/T zeigt, daß für ein gleiches ds das dqreversibel in einem konstanten Verhältnis zu T stehen muß (logarithmische oder auch gleichprozentige Funktion).

dqreversibel = cp dT

dsT = cp dT/T s2T - s1T = cp (ln T2 - ln T1) = cp ln (T2/T1)

dSW = kWdW/W S2W - S1W = kW (ln W2 - ln W1) = kW ln (W2/W1)

Für ein gleiches Ergebnis von s2T - s1T oder S2W - S1W der logarithmischen (gleichprozentigen) Funktionen (dT/T oder
dW/W = konstant) ist unabhängig von den jeweiligen Werten von T oder W nur ein gleiches Verhältnis T2/T1 oder W2/W1erforderlich.
Bei entsprechender Berücksichtigung der Konstanten (Umrechnungsfaktoren) kann man das gleiche Ergebnis auch mit jeder anderen logarithmischen (gleichprozentigen) Funktion der gleichen Art erhalten. Für die graphische Darstellung genügt daher eine einzige Kurve, die man mit den unterschiedlichen Maßstäben versieht. Am anschaulichsten wird das, wenn man für T oder W eine logarithmische Teilung wählt. Die Funktion wird dann durch eine Gerade dargestellt, die durch zwei bekannte Punkte bestimmt ist.

Die mit dem obigen Modell erhaltenen Aussagen und Formeln dienen nur zum besseren Verständnis der Vorgänge. Da die Voraussetzungen in der Realität nicht gegeben sind, müssen Korrekturen aufgrund gemessener Werte (Tabellen) oder anhand einer Messung der Temperaturänderung in einer isolierten Umgebung entsprechend der geforderten Genauigkeit vorgenommen oder Modelle, die eine höhere Genauigkeit ergeben, verwendet werden.

Die gleichprozentigen Funktionen kommen in der Natur, in der Wirtschaft und sogar in ungestörten menschlichen Leben - mehr oder weniger genau - relativ häufig vor. Damit z. B. die gleiche (zeitlich leider degressiv verlaufende) Freude am Geldmachen immer wieder angefacht wird, muß die Steigerung des Einkommens (Erhöhung der Geschwindigkeit der Weitergabe des Geldes) de in der Zeit dt im angemessenen Verhältnis zum jeweils bereits erreichten Einkommen E stehen. Im gleichen Maße (auf eine Realwährung bezogen) werden dann z. B. auch mehr CO2 erzeugende Energieträger gekauft und genutzt. Durch die Verbrennung wird der von diesem Energieträger zusätzlich verursachte Entropiezuwachs SCO2z entsprechend vermehrt. Für das statistische Mittel kann man daher auch

dBSP/BSP = dCO2/CO2 = dSCO2z/SCO2z = dx/x = kn dt
annehmen.

Um die Opfer dieses Systems ruhig zu halten, war bislang - entsprechend den Forschungen von Konratief - jeweils nach drei Generationen eine Erneuerung erforderlich.

Modell:

Zwecks besseren Verständnisses der thermodynamischen Vorgänge und zum Integrieren mit mechanischen Geräten der vorelektronischen Zeit (benötigen nur gelegentlich einen Tropfen Öl) soll die Wärme Q als Fläche dargestellt werden. Die Ordinate sei die Temperatur T. Für die Abszisse benötigen wir eine Hilfsgröße, die wir Entropie S nennen. So wird dq = T ds oder
ds = dq/T. Graphisch dargestellt (T, s - Diagramm) sowie ergänzt um Linien gleichen Druckes p, gleichen Volumens v, gleichen Dampfgehaltes x und gleicher Enthalpie h lassen sich die Wirkungen von Zustandsänderungen und Prozessen sehr anschaulich verfolgen. Linien gleicher innerer Energie u werden in der Regel nicht eingetragen. Für Berechnungen, bei denen die Enthalpie (als Strecke abgreifbar) benötigt wird, hat sich das h, s - Diagramm bewährt.

In vielen Fällen lassen sich mit den einfacheren Formeln für ideales Gas mit konstanter spezifischer Wärme hinreichend genaue Ergebnisse erzielen.

Beispiele:

h = u + p v dh = du + p dv + v dp

dq = du + p dv = dh - v dp = T ds = cv dT + p dv = cp dT - v dp

ds = cv (dT)/T + (p/T) dv = cp (dT)/T - (v/T) dp p v = R T

ds = cv (dT)/T + R (dv)/v = cp (dT)/T - R (dp)/p

s2 - s1 = cv ln (T2/T1) + R ln (v2/v1) = cp ln (T2/T1) - R ln (p2/p1)

Adiabate: dq = 0
Isentrope: ds = 0 ln (T2/T1)cv + ln (v2/v1)R = 0 ln (T2/T1)cp - ln (p2/p1)R = 0 cp - cv = R

T2/T1 = (v1/v2)R/cv T2/T1 = (p2/p1)R/cp cp/cv = k

T2/T1 = (v1/v2)k -1 T2/T1 = (p2/p1)(k - 1)/k

v2/v1 = (p1/p2)1/k

Ausgangsstoffe und Produkte chemischer Reaktionen eines geschlossenen Systems können im statistischen Gleichgewicht wie einzelne oder gemischte Stoffe im entsprechenden Zustand behandelt werden. Die Veränderungen wären dann als externe Energiebeiträge der jeweils anderen Stoffe anzusehen. Es wäre sicher sehr informativ, wenn für alle beteiligten Stoffe und Gemische ein gemeinsames T, s - oder h, s - Diagramm erstellt würde. Was könnte alles geschaffen werden, wenn durch die Abwehr der Folgen betrügerischer Machenschaften nicht soviel kostbare Zeit verloren ginge?

Höhenmessung:

Höhe 0 m, p0 = 10332 kg/m2, v0 = (1/1,266) m3/kg, T0 = 288 K, (ca. 15 °C)
Höhe 1000 m, p1/p0 = 0,887, v1/v0 = 1/0,907, T1 = 281,5 K
Höhe 5000 m, p5/p0 = 0,533, v5/v0 = 1/0,601, T5 = 255,5 K
Höhe 10000 m, p10/p0 = 0,261, v10/v0 = 1/0,337, T10 = 223 K

Trägt man die Daten für p und v in ein p, v - Diagramm jeweils im logarithmischen Maßstab für p und v ein (Rechenschieber haben eine logarithmische Teilung), so ergeben die Verbindungslinien exakte Geraden. Das Verhältnis ln p zu ln v ist im Höhenbereich von 0 bis 11000 m und darüber bis 35000 m jeweils konstant. Die Zustandsgrößen lassen sich also sehr genau durch Polytropen abbilden. Für die Exponenten der Polytropen gilt:

k = ln(p1 - p2)/ln(v2 - v1) k ln(v2 - v1) = ln(p1 - p2) = ln(v2 - v1)k

k = (ln(p1/p2))/ln(v2/v1)

(v2/v1)k = p1/p2

Bei k = 1 erhält man die Gleichung der Isotherme p2 v2 = p1 v1

In Bereichen mit Meßwerten, die im H, p - Diagramm bei logarithmischer Teilung für p mit ausreichender Genauigkeit durch eine Gerade abgedeckt werden, dH/d(lnp) = kHp, gilt

H2 - H1 = kHp ln(p1/p2) = ln(p1/p2)kHp.

Ab der Gleichgewichtsgrenze der Schwerkräfte zwischen der Erde und dem übrigen All beginnt ein Druckaufbau in Richtung Schwerpunkt der Erde. Ein Volumen mit der Fläche A und der Höhe dH mit n Molekülen vom Gewicht m bewirkt in Richtung steigender Höhe eine Druckänderung - dp = n m/A. Mit A (dH)/(n m) = v ergibt sich - v dp = dH = - R T dp/p und bei einer Isotherme

H2 - H1 = - p1 v1ln(p2/p1).

Wenn das Rechnen mit Logarithmen nicht mehr so geläufig ist, empfiehlt sich ein Beispiel von der beabsichtigten Operation mit Zehnerpotenzen. Als Exponenten für das Potenzieren sowie Radizieren wählt man ganze Zahlen, so daß die Vorgänge leicht zu verfolgen sind. Die Exponenten zur Basis 10 (log) sind ja die dekadischen Logarithmen. Die gleichen Regeln gelten für die natürlichen Logarithmen (ln), die Exponenten zur Basis e sind.

Mit freundlichem Gruß

Helmut Börjes

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Andi,

Ihre Fragen lassen sich zum größten Teil durch einer Antwort, die ich für 2 Anfragen zusammen behandelt habe, klären. In einschlägigen Taschenbüchern finden Sie Listen mit c_v-Werten für alle gängigen Gase. Wenn die geforderte Genauigkeit eine Behandlung als ideales Gas zuläßt, können Sie für trockene Luft ein 2-atomiges Gas mit kappa („k“ im nachfolgenden Artikel) = 1,4 = c_p/c_v verwenden. T2 Finden Sie unter „Adiabate, Isentrope“. Gut lesbar läßt sich das leider nur über GoogleMail übertragen.

Thermodynamik

Energie, Enthalpie, Entropie, Boltzmann-Formel

Wenn der Lehrer Lücken läßt, ist es ratsam, die Aussagen zu obigen Themen von drei Autoren, die nicht vom gleichen Urheber abgeschrieben haben, zu verwerten.

Quellen:

Brockhaus, Mayers Enzyklopädie, Ullmanns Encyklopädie der technischen Chemie (Band 1), Lexikon der Chemie (Spektrum), Römpp Chemie Lexikon, Hütte, Dubbel, (Engel, Reid, „Physikalische Chemie“, Pearson Studium, www.pearson-studium.de; über Fernleihe z. B. bei der Stadtbibliothek Nürnberg erhältlich; behandeln auch die Boltzmann-Formel), u. v. a.

Zur besseren Übersicht ist es von Vorteil, die vielen Formeln in Spalten sortiert zu konzentrieren. Besonders fruchtbar ist die Betrachtung der Differentialfomeln. Damit Fehler gleich erkannt werden, sollte man bei den Berechnungen immer die jeweiligen Dimensionen mit eintragen.

Beispiel: ideales Gas, quasistatische isobare Zustandsänderung, Temperaturbereich mit konstantem cp.

Die Form ds = dqreversibel/T zeigt, daß für ein gleiches ds das dqreversibel in einem konstanten Verhältnis zu T stehen muß (logarithmische oder auch gleichprozentige Funktion).

dqreversibel = cp dT

dsT = cp dT/T s2T - s1T = cp (ln T2 - ln T1) = cp ln (T2/T1)

dSW = kWdW/W S2W - S1W = kW (ln W2 - ln W1) = kW ln (W2/W1)

Für ein gleiches Ergebnis von s2T - s1T oder S2W - S1W der logarithmischen (gleichprozentigen) Funktionen (dT/T oder
dW/W = konstant) ist unabhängig von den jeweiligen Werten von T oder W nur ein gleiches Verhältnis T2/T1 oder W2/W1erforderlich.
Bei entsprechender Berücksichtigung der Konstanten (Umrechnungsfaktoren) kann man das gleiche Ergebnis auch mit jeder anderen logarithmischen (gleichprozentigen) Funktion der gleichen Art erhalten. Für die graphische Darstellung genügt daher eine einzige Kurve, die man mit den unterschiedlichen Maßstäben versieht. Am anschaulichsten wird das, wenn man für T oder W eine logarithmische Teilung wählt. Die Funktion wird dann durch eine Gerade dargestellt, die durch zwei bekannte Punkte bestimmt ist.

Die mit dem obigen Modell erhaltenen Aussagen und Formeln dienen nur zum besseren Verständnis der Vorgänge. Da die Voraussetzungen in der Realität nicht gegeben sind, müssen Korrekturen aufgrund gemessener Werte (Tabellen) oder anhand einer Messung der Temperaturänderung in einer isolierten Umgebung entsprechend der geforderten Genauigkeit vorgenommen oder Modelle, die eine höhere Genauigkeit ergeben, verwendet werden.

Die gleichprozentigen Funktionen kommen in der Natur, in der Wirtschaft und sogar in ungestörten menschlichen Leben - mehr oder weniger genau - relativ häufig vor. Damit z. B. die gleiche (zeitlich leider degressiv verlaufende) Freude am Geldmachen immer wieder angefacht wird, muß die Steigerung des Einkommens (Erhöhung der Geschwindigkeit der Weitergabe des Geldes) de in der Zeit dt im angemessenen Verhältnis zum jeweils bereits erreichten Einkommen E stehen. Im gleichen Maße (auf eine Realwährung bezogen) werden dann z. B. auch mehr CO2 erzeugende Energieträger gekauft und genutzt. Durch die Verbrennung wird der von diesem Energieträger zusätzlich verursachte Entropiezuwachs SCO2z entsprechend vermehrt. Für das statistische Mittel kann man daher auch

dBSP/BSP = dCO2/CO2 = dSCO2z/SCO2z = dx/x = kn dt
annehmen.

Um die Opfer dieses Systems ruhig zu halten, war bislang - entsprechend den Forschungen von Konratief - jeweils nach drei Generationen eine Erneuerung erforderlich.

Modell:

Zwecks besseren Verständnisses der thermodynamischen Vorgänge und zum Integrieren mit mechanischen Geräten der vorelektronischen Zeit (benötigen nur gelegentlich einen Tropfen Öl) soll die Wärme Q als Fläche dargestellt werden. Die Ordinate sei die Temperatur T. Für die Abszisse benötigen wir eine Hilfsgröße, die wir Entropie S nennen. So wird dq = T ds oder
ds = dq/T. Graphisch dargestellt (T, s - Diagramm) sowie ergänzt um Linien gleichen Druckes p, gleichen Volumens v, gleichen Dampfgehaltes x und gleicher Enthalpie h lassen sich die Wirkungen von Zustandsänderungen und Prozessen sehr anschaulich verfolgen. Linien gleicher innerer Energie u werden in der Regel nicht eingetragen. Für Berechnungen, bei denen die Enthalpie (als Strecke abgreifbar) benötigt wird, hat sich das h, s - Diagramm bewährt.

In vielen Fällen lassen sich mit den einfacheren Formeln für ideales Gas mit konstanter spezifischer Wärme hinreichend genaue Ergebnisse erzielen.

Beispiele:

h = u + p v dh = du + p dv + v dp

dq = du + p dv = dh - v dp = T ds = cv dT + p dv = cp dT - v dp

ds = cv (dT)/T + (p/T) dv = cp (dT)/T - (v/T) dp p v = R T

ds = cv (dT)/T + R (dv)/v = cp (dT)/T - R (dp)/p

s2 - s1 = cv ln (T2/T1) + R ln (v2/v1) = cp ln (T2/T1) - R ln (p2/p1)

Adiabate: dq = 0
Isentrope: ds = 0 ln (T2/T1)cv + ln (v2/v1)R = 0 ln (T2/T1)cp - ln (p2/p1)R = 0 cp - cv = R

T2/T1 = (v1/v2)R/cv T2/T1 = (p2/p1)R/cp cp/cv = k

T2/T1 = (v1/v2)k -1 T2/T1 = (p2/p1)(k - 1)/k

v2/v1 = (p1/p2)1/k

Ausgangsstoffe und Produkte chemischer Reaktionen eines geschlossenen Systems können im statistischen Gleichgewicht wie einzelne oder gemischte Stoffe im entsprechenden Zustand behandelt werden. Die Veränderungen wären dann als externe Energiebeiträge der jeweils anderen Stoffe anzusehen. Es wäre sicher sehr informativ, wenn für alle beteiligten Stoffe und Gemische ein gemeinsames T, s - oder h, s - Diagramm erstellt würde. Was könnte alles geschaffen werden, wenn durch die Abwehr der Folgen betrügerischer Machenschaften nicht soviel kostbare Zeit verloren ginge?

Höhenmessung:

Höhe 0 m, p0 = 10332 kg/m2, v0 = (1/1,266) m3/kg, T0 = 288 K, (ca. 15 °C)
Höhe 1000 m, p1/p0 = 0,887, v1/v0 = 1/0,907, T1 = 281,5 K
Höhe 5000 m, p5/p0 = 0,533, v5/v0 = 1/0,601, T5 = 255,5 K
Höhe 10000 m, p10/p0 = 0,261, v10/v0 = 1/0,337, T10 = 223 K

Trägt man die Daten für p und v in ein p, v - Diagramm jeweils im logarithmischen Maßstab für p und v ein (Rechenschieber haben eine logarithmische Teilung), so ergeben die Verbindungslinien exakte Geraden. Das Verhältnis ln p zu ln v ist im Höhenbereich von 0 bis 11000 m und darüber bis 35000 m jeweils konstant. Die Zustandsgrößen lassen sich also sehr genau durch Polytropen abbilden. Für die Exponenten der Polytropen gilt:

k = ln(p1 - p2)/ln(v2 - v1) k ln(v2 - v1) = ln(p1 - p2) = ln(v2 - v1)k

k = (ln(p1/p2))/ln(v2/v1)

(v2/v1)k = p1/p2

Bei k = 1 erhält man die Gleichung der Isotherme p2 v2 = p1 v1

In Bereichen mit Meßwerten, die im H, p - Diagramm bei logarithmischer Teilung für p mit ausreichender Genauigkeit durch eine Gerade abgedeckt werden, dH/d(lnp) = kHp, gilt

H2 - H1 = kHp ln(p1/p2) = ln(p1/p2)kHp.

Ab der Gleichgewichtsgrenze der Schwerkräfte zwischen der Erde und dem übrigen All beginnt ein Druckaufbau in Richtung Schwerpunkt der Erde. Ein Volumen mit der Fläche A und der Höhe dH mit n Molekülen vom Gewicht m bewirkt in Richtung steigender Höhe eine Druckänderung - dp = n m/A. Mit A (dH)/(n m) = v ergibt sich - v dp = dH = - R T dp/p und bei einer Isotherme

H2 - H1 = - p1 v1ln(p2/p1).

Wenn das Rechnen mit Logarithmen nicht mehr so geläufig ist, empfiehlt sich ein Beispiel von der beabsichtigten Operation mit Zehnerpotenzen. Als Exponenten für das Potenzieren sowie Radizieren wählt man ganze Zahlen, so daß die Vorgänge leicht zu verfolgen sind. Die Exponenten zur Basis 10 (log) sind ja die dekadischen Logarithmen. Die gleichen Regeln gelten für die natürlichen Logarithmen (ln), die Exponenten zur Basis e sind.

Mit freundlichem Gruß

Helmut Börjes

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi Moe,

herzlichen Dank für die Info ich werde versuchen dies mal anzuwenden. Viel Glück bei den Klausuren!!!

gruß,
Andi

Falls es noch irgendwo klemmt sag Bescheid. Ab dem 13.08 habe ich ein bißchen mehr Luft um mich mit externen Problemen zu befassen!

Gruß Moe

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Andi,

ich habe mir den Ausdruck bei „wer-weiss-was“ angesehen. Alle Indizes und Exponenten sind in gleicher Größe, in gleicher Höhe und in gleicher Schrift wie der übrige Text ausgedruckt. Als Kenner können Sie den Sinn vielleicht erraten. Leider gelingt die originale Übertragung nur auf eine Google-Mail-Anschrift. Ich gebe noch die folgende Hinweise. Alle Zahlen und Zeichen, die ohne Leerzeichen der jeweiligen Größe folgen, sind Indizes, nach einer Klammer sind es Exponenten.

Mit freundlichem Gruß

Helmut Börjes

Hallo Helmut,

herzlichen Dank für die Antwort. Ich muss mich allerdings da jetzt noch durchkämpfen aber das wird schon gehen,…

viele Grüße,
Andi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]