Thermodynamik / Wärmeverlust in Rohr / Druckabfall

Moin an alle Thermodynamiker!

Ich habe ein Problem mit einer Aufgabe: Aus einem heißen Luftstrom (ca. 210°C) mit Überdruck (ca. 3bar) entnehme ich mit einem Pitotrohr einen Teil des Massenstroms.
Diesen Teil soll ich mithilfe eines Leitungssystems / Kühlung / Whatever auf ungefähr Umgebungstemperatur, atmosphärischen Druck und eine Strömungsgeschwindigkeit von ungefähr Null bringen. Letzteres ist kein Problem.
Die Aufgabe soll vor allem konzeptionell gelöst werden, d.h. ungefähre Rahmenwerte wären gut.

Bis jetzt habe ich in der Vorlesung nur Thermo 1 und Strömungslehre 1 gehört und somit sind bei mir super viele Fragezeichen aufgeploppt.

Ich hab mir in Büchern versucht anzulesen, wie Wärmeübertragung, Wärmeleitung und Wärmeübergang funktioniert – allerdings hat sich da bei mir ein WUST an Formeln im Kopf und auf dem Blatt ergeben. Es fängt bei Kleinigkeiten an wie: mittlere Geschwindigkeit des Fluids – wenn ich von 210° auf vll 30° runterkühle, kann ich doch nicht einfach den Mittelwert nehmen, oder?

Darf ich einen isentropen Vorgang annehmen um rauszufinden, wie sehr sich das Fluids durch entspannen abkühlt? Das wären bei mir nämlich schon rund 140K, d.h. dass das Fluid nur noch 70°C warm wäre. Wie kann ich das damit verwurschteln, dass ich noch die Wärmeabgabe im Rohr habe?
Kann ich hier in irgendeiner Weise Superposition anwenden?

Das Rohr wird aus Stahl bestehen. Die Temperatur des Rohr wird sich aber binnen kürzester Zeit ändern, und somit ändert sich doch die Wärmeleitfähigkeit von vll 50 auf…? Wie kann ich das berücksichtigen?

Ich hab prinzipiell noch mehr Fragen, aber das reicht glaube erstmal.

Ich finde überall nur so Möderformeln, die mir zu spezifisch erscheinen. Bisher habe ich nur versucht den Wärmeübergangskoeffizienten zu berechnen, der kommt mir mit 172 W / (m^2 *K) aber schon sehr hoch vor.

Ich DANKE wirklich für jede Hilfe!!

?
Hi,

was ist denn eigentlich die Aufgabe oder Fragestellung?

Bislang steht da nur, Du willst was abkühlen. Und dann scheint es, als möchtest Du was berechnen. Was denn?

Gruß,
V.

Guten Tag,

moin!

schaffe ich es mit einer rohrleitung & entspannung (evtl. nur eine düse?) die gewünschte temperatur & druck zu erreichen?
ich hab irgendwie viele ansätze, aber ganz zum ziel komme ich nicht.

mein großes problem ist, dass ich druck und temperatur auf der leitung habe. müsste ich nur „kühlen“ wär’s okay, hätte ich nur druck wär’s auch okay. aber die überlagerung schafft mich ziemlich.

wenn ich einfach nur sage Q’=m’ *(h2-h1) wäre mein zu erreichender wärmeverlust um die 5kW. aber ich weiß nicht, wie ich in einer rohrleitung sowas berechne. ich finde immer nur den satz „dünnwandige rohre werden wie wände berechnet“. und das kommt bei mir einfach nicht hin!
ich meine hiermit die formel:
Q’ =LAMBDA STAHL * Di * Pi * Länge des Rohrs * (t1-t2) / Wanddicke des Rohrs

ich würde, wenn mein abzuführender Wärmestrom 5kW wäre auf eine Rohrlänge von 2 cm kommen. das passt ja gar nicht.
ich kann da ja nicht mal eine strömungsgeschwindigkeit miteinfließen lassen.
hier mal genauere rechenwerte:

Rohr Di = 24,8 mm / Da = 30 mm / aus niedrigleg. Stahl
m’ = 0,0291 kg/s
t1 = 479 K
p1 = 327,1 kPa

daraus folgt:

c1 = 25,26 m/s
und Rho = 2,38 kg/(m^3)