Hallo, Gerd!
lass bitte die Finger von dieser Reparatur.
Danke für den lieb gemeinten Rat!
So wie es ausschaut, hast Du wenige Kenntnisse über
Eletrizität und deren Folgen, besonders bei Unfälle, hier
Kurzschluss & Co.
Mehr als mein Posting vielleicht den Anschein macht.
Mag sein, ich habe einen Beruf erlernt, der sich mit Strom, Spannung & Co. befasst, deshalb darf ich trotzdem nicht z.B. meinen Neubau selbst verkabeln…nur mal so.
An einer Heizspirale kann und sollte man nichts anlöten.
Du schreibst ja selber, das Lötzimnn kann dann ja ruhig
schmelzen, bloss Lötzinn macht auch im flüssigen Zustand
Kurzschluss wenn es irgendwo hinläuft.
Da ich die Konstruktion kenne, weiss ich, dass das Lötzinn
erstens nirgendwo einen Kurzschluss verursachen könnte, mal
abgesehen davon, dass ohnehin quasi durch die von oben und
unten gegen die Heizspiralen gepressten Metallplatten ein
Kurzschluss vorliegt.
Lötzinn macht nur einen Sinn, wenn es eine feste, dauerhafte Verbindung ergibt.
Trotzdem wirst Du die Heizspirale nicht löten können, nimmt überhaupt nicht Lötzinn an. Wenigstens nicht so, dass man von einer fachmänischen Lötstelle sprechen kann.
Abgesehen davon, dass ich das Teil sowieso nicht wieder
funktionstüchtig zusammenbauen können werde, würde mich doch
interessieren, wie diese Thermofühler funktionieren. Wird der
temperaturabhängige Widerstand der Heizspiralen gemessen, oder
wie?
Nachdem Du etwas ungenau den „Temperaturregler“ beschrieben hast, gehe ich davon aus, dass dort ein ähnliches Prinzip der Kaffeemaschinen oder der elektrischen Heizlüfter installiert ist.
Dann ist ein Bimetallrelais.
Bimetalle haben die Eigenschaft, dass sie sich durch Temperatureinfluss „verbiegen“.
Warum: Sie bestehen aus zwei verschiedenen Metallstreifen und sind mechanisch miteinander verbunden. Durch die umgebende Temperatur verbiegen sich nun die zwei Metalle unterschiedlich.
Wird nun ein bestimmte Temperatur am Bimetall erreicht, öffnet sich, bedingt durch die Konstruktion, dieses Relais und unterbricht den Stromkreis zur Heizspirale. Alles kühlt sich ab, kommt in den Ursprung zurück und alles wiederholt sich wieder, sofern die Stromzufuhr gewährleistet ist.
Diese Prinzip kann man überall anwenden so z.B. ist auch der Thermostat an Deinen Heizkörpern in der Wohnung ausgeführt, sonfern es eine Zentralheizung mit Wasser ist.
Hat jedoch Dein Gerät eine elektronische Heizungsregelung, wird ein anderes Prinzip angewandt. Es kommt ein Temperaturfühler zum Einsatz. Hier gibt es verschiedene Modelle, das führt hier zu weit alles zu erklären.
Im Prinzip kann sich bei Temperatur ein Widerstand verändern oder auch durch Temperatur eine Thermospannung bilden. Je nach Prinzip wertet dann Deine elektronische Schaltung die Spannung oder den Widerstand aus und regelt dadurch die Temperatur, d.h. die Heizung wird ein- oder ausgeschaltet.
Genug erklärt???
Gruss
Gerd
MfG
Thomas