These über weibliche lust

es geht um folgende, wahrscheinlich an freud angelehnte (aber das nur nebenbei) these über weibliche sexualität, die besagt, für die frau soll sex eng mit der art und weise verbunden sein, wie sie sich aus der unbefriedigenden „oralen“ beziehung zur mutter entfernen konnte, letztlich
soll die lust einer frau davon abhängen, ob sie in ihrem partner unbewußt eine „gute“ oder „schlechte“ mutter findet…
kurzum, der mann wird am befriedigendsten für die frau sein, der ihr das gibt, was sie von der mutter kennt (nämlich das als-mensch-geschätzt-werden) und zugleich das, was ihr vom vater vorenthalten wurde (nämlich das begehren). wobei natürlich dahingestellt sei, ob der vater nicht auch beide funktionen erfüllen kann - die mutter jedoch kann es ja definitiv nicht.

ich halte das schon irgendwie für zutreffend.
die frage wäre jetzt, mal angenommen, die these ist wahr,
wie sich das auf männer ummünzen läßt - dass männer
einfacher zu befriedigen sind als frauen, ist klar.
aber könnte sich analog zu dieser these etwas über die *liebes*bereitschaft von männern ableiten lassen?
etwa so: der mann wird diejenige frau am liebenswertesten finden, die ihm auch in gewisser weise väterliche anerkennung und weibliches begehren entgegenbringt?

gruß
wega

Hi,

wenn die These tatsächlich an Freud angelehnt ist, wäre ich sehr vorsichtig damit. Freud war ja auch nicht unfehlbar:

http://ppfi.de/buchbesp/frauen.htm
http://www.psychotherapie.de/psychotherapie/psychoan…
http://www.womenweb.de/lovesex/lesbischeliebe/herstr…

um nur mal ein paar seiner Fehlgriffe zu nennen.

Grüße
Cess

Hallo „wega“,

Herr Freud hat sicherlich seine historischen Verdienste, aber mittlerweile sind auch noch ein paar Jährchen psychologischer (und medizinischer) Forschung hinzugetreten. Ich würde mich deshalb nicht an ihn klammern, aber die Frage:

aber könnte sich analog zu dieser these etwas über die
*liebes*bereitschaft von männern ableiten lassen?
etwa so: der mann wird diejenige frau am liebenswertesten
finden, die ihm auch in gewisser weise väterliche anerkennung
und weibliches begehren entgegenbringt?

könnte man ja einfach mal ganz laienhaft aus männlicher Sicht zu beantworten versuchen.

Ich würde da ganz profan sagen: „Hört sich gut an.“

Viele Grüße!


Hallo Wega,

dein Beitrag irritiert mich ungemein*schmunzel*

Ich überlege nun fast 2 Stunden, denn die Ausgangsfrage finde ich sehr interessant.
Für mich persönlich ist es nicht richtig das ganze als Mutter und Vater zu definieren, eher als männliche und weibliche Eigenschaften.

Mutter und Vater prägen uns, das steht für mich außer Frage, aber schon da ist doch wichtig, wer waren Mutter und Vater. War Vater eher männlich oder weiblich (als Beispiel)?

Ich denke ich würde die These über Lust eher als gesammtes sehen wollen und nicht nach Frau und Mann trennen wollen. Wie oben schon erwähnt, mag ich in solchen Fragen nicht die Unterscheidung der Geschlechter, das mag dir vielleicht nicht zusagen.
Die Trennung von Mann und Frau leben wir ja herrlich aus, es mag oberflächlich auch ganz wichtig sein, aber im innern sehe ich in weiblich und männlich lediglich eine unterschiedliche Gesammtaufgabe.

Wir sind zwar mit einem bestimmten Geschlecht geboren, doch es gibt da ganz andere Lebensweisen, zum Beispiel Männer die sich eher als Frau sehen (wieder nur ein Beispiel).

In diesen ganzen Gedanken denke ich, müsste man zunächst feststellen welche weiblichen und männlichen Anteile trägt die jeweilige Person, welchen Ursprung erlebte die betreffende Person, was definiert die Person als männlich und weiblich und welche Bedürfnisse hat diese Person. Ich glaube, nicht umsonst gibt es verschiedene Lustbereiche, da mag ja jeder etwas anderes:smile:

Ich bin mal gespannt was aus diesem Thema noch wird

Lieben gruß
Silvia

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

ORALE und ÖDIPALE Phase durcheiandergebracht!
Hallo Wega

es geht um folgende, wahrscheinlich an freud angelehnte (aber
das nur nebenbei) these über weibliche sexualität, die besagt,
für die frau soll sex eng mit der art und weise verbunden
sein, wie sie sich aus der unbefriedigenden „oralen“ beziehung
zur mutter entfernen konnte, letztlich
soll die lust einer frau davon abhängen, ob sie in ihrem
partner unbewußt eine „gute“ oder „schlechte“ mutter findet…

Nee, da hast Du offenbar zwei wesentliche Phasen durcheinandergewirbelt: In der oralen Phase ist jedes Kind, egal, ob männlich oder weiblich, sehr von der Persönlichkeit und der damit verbundenen Atmosphäre der Mutter bzw. Amme oder Ersatzmutter abhängig.
In der ödipalen (früher phallisch genannten) Phase hingegen orietiert sich das Kind sowohl an der leichgeschlechtlichen Elternsperson in punkto Identifikationsmöglichkeit und an der gegengeschlechtlicghen Elternsperson als gleichsam erstem Partner-Typus. Von hier aus können wir nun erst die komplexen weiterführenden Abläufe und entsprechenden Störungen verstehen.
Gruß,
Branden

hallo wega,

um renees logik zu folgen, müsstest du eigentlich im geschichtsbrett fragen.
schließlich geht es um wissenschaftshistorische fragstellungen, die von der gegenwart längst verworfen wurden.
es ist schwierig, darauf eine vernünftige antwort zu geben, da alles nur auf mutmaßungen und verwechslungen beruht.
hat branden ja erklärt.

strubbel
G:open_mouth:)