Thesen ohne wissenschaftlichen Hintergrund

Hallo nochmal,
da bei meinen Artikel weiter unten, das Thema aufgekommen
ist, dass die Industrie die Dummheit des Menschen eigtl.
nur ausnützt um im für viel Geld ein Wundermittel zu verkaufen,
und dass überhaupt viele Behauptungen der Industrie nicht korrekt sind,
würde mich mal interessieren, WAS denn alles so erfunden IST??
Ich persönliche sehe mich nämlich mich da auch als ein Opfer,
der in diese Falle hineintapt, denn zumindest könnte ich kein einziges
Beispiel anführen, wo wir von der Industrie ausgenutzt werden
(abgesehen vllt von Anti-aging cremes oder actimel oda so,
die wohl höchstens als placebo-effekt wirken:wink: )
Fragende Grüße Pisaverde

Hi,

nun in der medizin wird man da eigentlich nicht unbedingt fündig.
„Richtige“ arzneimittel durchlaufen einen langen weg, bis sie als solche zugelassen werden.
Tatsächlich wirfst du hier aber ein interessantes problem auf.

Anti-aging ist da nur ein recht unbedeutendes beispiel.
Einfache geldmacherei sind solche algenpräparate oder kreuzkümmelzeugs. In der naturheilkunde finden aber auch diese ihre sinnvolle anwendung.

Nicht zu unterschätzen ist allerdings der placeboeffekt, der nur allzu gern mit scharlatanerie gleichgesetzt wird.
Allerdings sollte man durchaus den grundsatz gelten lassen: „wer heilt hat recht.“.

Für die wirksamkeit homoiopathischer mittel gibt es letztendlich keine wissenschaftlich fundierte grundlage. Dennoch hilft es vielen und die schwören darauf.
Es ist also schwer so etwas dann zu verurteilen.

„Echte“ und gefährliche scharlatanerie auf dem rücken der patienten sind die konzepte die der ominöse Dr. Rath verbreitet.

In der „echten“ medizin steckt hinter einer therapie aber meist schon ein gewisser nutzen…

LG Alex:smile:

Hallo,
echte Lügen wirst du auch kaum finden, da der Hersteller dafür ja zur Verantwortung gezogen werden könnte.
Was aber massenweise gemacht wird ist, dass Missverständnisse genutzt werden, wie etwa bei „Aspirin+C“ wo der Eindruck erweckt wird bzw. das Gegenteil nicht klar wird, dass hier ein doppelter Nutzen besteht.
Überhaupt kannst du fast den ganzen Nahrungsergänzungs-Vitaminsektor nehmen, da wissenschaftlich erwiesen ist, dass eine wahllose „Vitaminsubstitution“ (kann man eigentlich gar nicht so nennen) sinnlos ist.
Gruß
Werner

Hallo,

auch ich bin der Ansicht, dass für den einzelnen Patienten gelten sollte: „Wer heilt hat recht“. Solange sich der Patient seinen Möglichkeiten nach informiert und sich selbst wie auch dem Arzt gegenüber in gesunder Weise skeptisch bleibt, besteht kein Grund zur Sorge.

Generell kritisch zu begutachten sind alle Angebote von Therapien und Heilmitteln, deren Kosten in keinem erkennbar sinvollen Zusammenhang zur Herstellung stehen. Als Beispel will ich mal die „Dr. Schüssler Salze“ anbringen oder divers Wässerchen gegen Glatze, Mittelchen gegen Imptenz usw - eigentlich sind das ja die „typischen verdächtigen“.

Man muss sich immer klarmachen: Wenn jemand ein „Wundermittel“ hat, was einen hohen Preis rechtfertigen würde, dann wäre das jedem Arzt klar und würde natürlich auch gerne von den Krankenkassen unterstützt. Wenn dem nicht so ist, dann ist zumindest sehr fraglich, ob das Mittel hält, was der Verkäufer verspricht.

Auf der anderen Seite beruht auch nicht alles in der Schulmedizin auf strengen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Viele schulmedizinischen Mittel und Therapien sind auch innerhalb der Schulmedizin umstritten. Wirkungsprinzipien sind unbekannt, von Wechselwirkungen ganz zu schweigen. Studien vermögen zu zeigen, dass eine neue, teurere Therapie wirksamer ist als die Standardtherapie. Oft sind die Unterschiede aber praktisch unbedeutend und würden den höheren Preis nicht rechtfertigen. Manchmal kommen schlecht- bzw. nicht-untersuchte Nebenwirkungen oder Langzeiteffekte hinzu, auch sind manche Studiendesign so komplex, dass die Interpretation der Ergebnisse schwierig ist (viele Fachleute geben dann auch nicht zu, das sie das nicht alles in letzter Konsequenz verstehen…).

Ach ja, und natürlich werden wir von der Industrie ausgenutzt. Jedes Medikament, jede Behandlung soll und muss für den Hersteller und Verkäufer Gewinn abwerfen. Hier wie überall geht es nicht darum, einen status quo zu halten, sondern wirklich um „Wachstum“. Und das wird letzlich von den Patienten finanziert.(*) Ich meine das jetzt nicht in irgendeiner Weise wertend. Das ist schlicht das System, in dem wir leben. Das muss einem nur klar sein.

LG
Jochen

(*) Gerade Pharmafirmen verdienen wirklich viel Geld auch in der „ganz normalen Schulmedizin“. Viele Mittel und Leistungen sind schlicht irrsinnig überteuert (natürlich müssen die so Preise nehmen, um die vielen hohen Gehälter zahlen zu können). Das zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Medizin: alles, was für medizinische Zwecke verkauft wird, ist alleine deshalb schonmal deutlich teurer, als das selbe, wenn es für andere Zwecke verkauft wird. Das fängt beim Skalpell an, geht über destilliertes Wasser bis hin zu Enzymen für molekularmedizinische Arbeiten, von den (zu) teuren Geräten nicht zu sprechen (schon ein simples Wasserbad [praktisch keine Entwicklungskosten, geringe Materialkosten] wird für viele hundert Euro angeboten).

dangschön für die antworten
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fettfreie Gummibärchen
Hallo mir fallen da auch noch „fettfrei“ Aufdrucke auf Fruchgummipackungen ein, die gesünder erscheinen als die Dinger ohne Aufdruck, nur dass in Gummirezepturen noch nie Fett drin war und der Hinweis „fettfrei“ etwa so wertvoll ist, wie wenn da „Alkoholfrei“ oder „Nikotinfrei“ draufstehen würde…
Gruß Susanne