wer diskutiert mit mir über die medizinische Indikation bei Abtreibung (für die es weder Frist noch Beratungspflicht gibt)? Sie wird meist ca. in der 23. Schwangerschaftswoche vorgenommen, was durch die pränatale Diagnostik bedingt ist - wenn z. B. durch Fruchtwasseruntersuchung eine Behinderung des Fötus festagestellt wird. Das Problem ist vor allem, dass heutzutage Kinder in diesem Schwangerschaftsstadium oft schon außerhalb des Mutterleibs überleben könnten - vielleicht habt ihr schon davon gelesen.
Gefragt wären auch Literatur- oder Internettipps zum Thema. Meine bisherigen Infos aus kirchlichen Materialien scheinen mir doch etwas einseitig zu sein.
Heikles Thema, das.
Vielleicht sollten wir erst einmal darüber diskutieren, ab wann der Mensch ein Mensch ist. Leg das bitte nicht so aus, als sei ich für Abtreibung oder so, im Gegenteil, aber die philosophische Antwort auf diese Frage geht viele Wege. Die Ethik spricht anders darüber als die Anthropologie usw…
Was ist nötig bzw. welche Merkmale müssen vorhanden sein, damit man ein Lebewesen „Mensch“ nennen kann?
Vernunft? Klar, die auf jeden Fall. Aber ab wann ist der Mensch fähig Vernunft an den Tag zu legen?
Birgt die Potentialität des Menschseins die Existenz desselben in sich?
…er nennts Vernunft und brauchts allein…
Danke für die Antwort!
Was ist nötig bzw. welche Merkmale müssen vorhanden sein,
damit man ein Lebewesen „Mensch“ nennen kann?
Vernunft? Klar, die auf jeden Fall. Aber ab wann ist der
Mensch fähig Vernunft an den Tag zu legen?
… naja, vielleicht könnte hier tatsächlich eine sehr urtümliche Definition von „Vernunft“ weiterhelfen…aber ich weiss doch nicht. Was íst denn dann mit den vielen echten, normalen Babys? Vernünftig sind die bestimmt nicht, aber doch Menschen!
Wären existenzphilosophische Konzepte einer „situativen Ethik“ hilfreich, um solche Abtreibungskonflikte sinnvoll zu erfassen, oder zeigt meine Frage nur, dass ich diese nicht verstanden habe?
Nochmals die dringende Bitte um Literaturtipps!
Ab wann ist ein Lebewesen ein Mensch? Das kann ich auch nicht genau beantworten, aber ich weiß, daß die befruchtete Eizelle zumindest das Potential hat sich zu einem Menschen zu entwickeln. Also ist sie auch schon im gewissen Sinne ein Mensch; ein Lebewesen ist sie aber auf jeden Fall.
Darüber sollte man nachdenken, da jedes Lebewesen gewisse Rechte hat.
Gruß
Christian
Klar, was Du sagst ist schon ok! Eine befruchtete Eizelle hat ZUMINDEST DAS POTENTIAL einmal ein Mensch zu werden. Und in gewisser Weise ist sie damit auch ein Lebewesen, ZUMINDEST IN MÖGLICHKEIT…
Aber hat sie auch Empfindungen, die Fähigkeit zu denken und/oder Bwegungsfähigkeit? Kann sie sich schon fortpflanzen, was zur Definition von Leben ohne Zweifel dazugehört?
Natürlich wird eine befruchtete Eizelle all dies einmal können, aber ohne die Weiterentwicklung zum lebenden Wesen ist sie doch eigentlich nichts außer eine Zusammensetzung von Grundbausteinen.
Meiner Meinung nach ist es dennoch fast Mord, einer
„Basisausstattung“ (man verzeihe mir bitte dieses blöde Wort), welche sich zum Lebewesen entwickeln kann, diese Möglichkeit zu rauben.
Ich mache mir halt nur Gedanken darüber wann das eigentliche Leben anfängt. Und dass das schon bei der Befruchtung passiert kann ich mir schwer vorstellen, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen.
Klar, was Du sagst ist schon ok! Eine befruchtete Eizelle hat
ZUMINDEST DAS POTENTIAL einmal ein Mensch zu werden. Und in
gewisser Weise ist sie damit auch ein Lebewesen, ZUMINDEST IN
MÖGLICHKEIT…
Aber hat sie auch Empfindungen, die Fähigkeit zu denken
und/oder Bwegungsfähigkeit?
Das wahrscheinlich nicht, aber was nicht ist kann ja noch werden
Kann sie sich schon fortpflanzen,
was zur Definition von Leben ohne Zweifel dazugehört?
Sie kann sich schon teilen, was man im gewissen Sinne schon als fortpflanzen bezeichnen kann.
Natürlich wird eine befruchtete Eizelle all dies einmal
können, aber ohne die Weiterentwicklung zum lebenden Wesen ist
sie doch eigentlich nichts außer eine Zusammensetzung von
Grundbausteinen.
Sind wir nicht alle nur eine Zusammensetzung von eben solchen Zellen, die auch nur aus diesen Grundbausteinen bestehen?
Meiner Meinung nach ist es dennoch fast Mord, einer
„Basisausstattung“ (man verzeihe mir bitte dieses blöde Wort),
welche sich zum Lebewesen entwickeln kann, diese Möglichkeit
zu rauben.
Ich mache mir halt nur Gedanken darüber wann das eigentliche
Leben anfängt. Und dass das schon bei der Befruchtung passiert
kann ich mir schwer vorstellen, lasse mich aber gerne vom
Gegenteil überzeugen.
Ich kann dir die Frage nicht genau beantworten, weil es davon abhängt, wie man das „Leben“ definiert.
Wenn man von den Gedanken ausgeht, beginnt das Leben erst in einem gewissen Stadium des Embryos, aber man kann es auch von der Seite sehen, daß das Leben aus einer einzigen Zelle kommt, und diese das Leben auch schon verkörpert. Dann würde das Leben schon mit der befruchteten Eizelle beginnen.
Liebe Juliane,
Darf ich mir die Bemerkung erlauben, dass Du hier im falschen Brett bist ? Die Kirche hat auch wenig bis nicht’s damit zutun.
Mit Gruss : hardy
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