die Thrombinzeit gibt an, wie schnell das abgenommene Laborblut unter Zugabe bestimmter Substanzen gerinnt. Das Fibrinogen ist maßgeblich an der Gerinnung beteiligt. Hat man also zuwenig davon, dauert es länger, bis das Blut gerinnt.
Deine Werte sind nur gering außerhalb des Normbereichs. Halte noch mal Rücksprache mit deinem Hausarzt, ob er das als behandlungsbedürftig ansieht. Vermutlich eher nicht, aber es wäre sicher nicht schlecht, die Ursache dafür zu finden. Hast du nicht mit ihm darüber gesprochen?
Es kann (muss nicht) zum Beispiel auf gestörte Leber- oder Nierenfunktion hinweisen, medikamentös bedingt sein oder ganz andere Gründe haben.
Praktisch sieht es so aus, dass eine Blutung bei dir ein kleines bisschen länger besteht, bis sich die Wunde von selbst verschließt als bei Menschen, bei denen die Parameter im Normbereich sind.
Hallo,
ohne Kenntnis der Krankengeschichte (warum wurden die Werte überhaupt bestimmt, welche Krankheiten lagen oder liegen vor, welche Medikamente werden eingenommen, frühere oder jetzige andere Laborwerte) ist eine Interpretation des leicht verlängerten Thrombinwertes und des verminderten Fibrinogens nicht möglich. Nebenbei führt eine Fibrinogenverminderung zu einer Thrombinzeitverlängerung, so daß sich die Frage auf die Fibrinogenverminderung reduziert. Eine Tabelle der möglichen Ursachen anzufügen ist sicherlich nicht sinnvoll.
Das Wichtigste ist häufig eine Kontrolle der veränderten Laborwerte. Manchmal erübrigen sich dann weitere Überlegungen.
MfG
kwoermann
Wenn klinisch kein Hinweis auf Blutungsneigung besteht (Langes Nachbluten bei Zahextraktionen, blaue Flecken bei nichtigem Anlass)kann man die Werte ignorieren.