Mein Bruder ist mit 43 in einem Pflegeheim für psychisch Kranke gestorben. Er hatte leider zusätzlich zu seiner psychischen Erkrankung seit zwei Jahren MS (Multiple Sklerose) und in der letzten Zeit eine Lungenentzündung.
Deswegen wurde er auch 6 Tage in einem Krankenhaus staionäre behandelt.
Nach seiner Entlassung, zurück im Pflegeheim, war er noch sehr schwach. Nach weiteren 6 Tagen ist er in der Nacht gestorben.
Er wurde obduziert. Thrombose mit Lungenembolie war die Todesursache.
Frage: Hätte dieses durch Kompressionsstrümpfe, durch Heparingabe verhindert werden können?
Beides hat er nicht bekommen!
Diese Frage ist schwer zu beantworten, zumal hier keine Rechtsberatung erfolgen darf und diese Antwort diese auch nicht ersetzen kann.
Bei Deinem Bruder hätte die Gefahr einer Thrombose diagnostiziert werden müssen, um ihn entsprechend zu behandeln. Ein Pathologe aus der Rechtsmedizin könnte vielleicht feststellen, ob Dein Bruder hätte behandelt werden können.
Es kommt aber auch darauf an, in welchem gesundheitlichen Zustand er sich befand und ob er behandlungsfähig war.
Ich verstehe Deinen Ärger, Deine Wut und Deinen Schmerz. Der einzige Weg, den ich ganz persönlich sehe, um das festzustellen, wäre aber meiner Meinung nach, einen guten Anwalt zu kontaktieren.
In fast allen Fällen kann man das persönliche, individuelle Thromboserisiko anhand einer Blutprobe abklären lassen. Gerade in besonderen Situationen.
Liebe Claudia
Es tut mir leid zu lesen das dein Bruder an einer Lungenembolie gestorben ist .
Ich hatte vor vier Jahren eine und wurde eigentlich nur mit Blutverdünner behandelt .
Wenn das Blut dünn ist , dann sollte es ja keine Thrombose oder Lungenembolie geben . Genau aus diesem Zweck bekommt man im Spital ja täglich die Spritze .
Also ich bin ja kein Arzt , aber komisch klingt das wirklich für mich . Wenn er schwach war und nur liegen konnte wäre es doch normal gewesen ihm auch dort diese Tägliche Spritze zu geben zur Blutverdünnung .
Leider denke ich sind deine Gedanken berechtigt , es wurde etwas unterlassen was lebenswichtig war .
Bin gespannt wie das andere sehen .
Liebe Grüsse Judith
Heparin und Kompressionsstrümpfe sind beides Vosichtsmaßnahmen, die einer Thrombos/Embolie vorbeugen sollen. Bei bettlägerigen Patienten wird im Krankenhaus eigentlich immer Heprarin gespritzt… In wie weit das im Plegeheim standard ist, weiß ich nicht… Und ob es wirklich daran gelegen hat und ob da ein Fehler von dem Pflegeheim vorliegt müsste dann eine andere Stelle mit einem Gutachten untersuchen.