Thrombosegefahr?

Hallo,

meine Frau hatte vor vielen Jahren eine Thrombose im Bein. Sie hatte davor auch schon Krampfadernoperationen. Sie nimmt regelmäßig Aspirin 100 ein. Ihre Waden sind druckempfindlich - bei geringen Berührungen schmerzt es.
Sie geht selten zum Hausarzt. Bei diesen Kontakten kommt dies aber nie zur Sprache - meine Frau denkt nicht daran.
Frage: Müßte der Arzt da nicht mal näher hinschauen bzw. bestimmte Untersuchungen durchführen? Wenn ja, welche? Eine Blutabnahme wurde vor kurzem gemacht. Hintergrund Schilddrüsenunterfunktion.

Gruß
Otto

Meine Frau hatte vor vielen Jahren eine Thrombose im Bein. Sie
hatte davor auch schon Krampfadernoperationen. Sie nimmt
regelmäßig Aspirin 100 ein. Ihre Waden sind druckempfindlich -
bei geringen Berührungen schmerzt es.

Das Aspirin schützt eventuell gegen Herzinfarkt und Schlaganfall, nicht vor Venenthrombosen.

Sie geht selten zum Hausarzt. Bei diesen Kontakten kommt dies
aber nie zur Sprache - meine Frau denkt nicht daran.
Frage: Müßte der Arzt da nicht mal näher hinschauen bzw.
bestimmte Untersuchungen durchführen?

Eine früher eingetretene Thrombose ist tatsächlich ein Risikofaktor für ein weiteres solches Ereignis. Versuche einen Termin zu bekommen bei einer Angiologischen Sprechstunde (Gefäßsprechstunde, Uni-Klinik o.ä).
Udo Becker

Hallo Otto,

der Hausarzt muss nicht von sich aus ‚näher hinschauen‘. Wenn Deine Frau nicht speziell auf die Druckempfindlichkeit der Waden hinweist und nichts von der vorbeugenden(?) fragwürdigen Dauermedikation mit Aspirin erzählt - wie sollte der Arzt also auf den Gedanken kommen, dass Deine Frau ein akutes Venenproblem haben könnte? Der liest sich sicher nicht die Patientenaufzeichnungen von vorne bis hinten durch und fragt nach zurückliegenden Krankheiten. Ärzte gehen i.d.R. nur auf das ein, worüber der Patient akut klagt.

Im Übrigen haben Hausärzte die notwendigen Gerätschaften meist nicht, um die Funktion der Venen prüfen zu können. Dies gehört auch nicht zu den üblichen Vorsorgeuntersuchungen.

Deine Frau möge ihrem Arzt von den druckempfindlichen Waden und der früheren Thrombose/Venen-Op berichten. Dann wir er schon das Notwendige in die Wege leiten. Sie sollte sich nicht scheuen, von den Beschwerden zu erzählen, auch wenn sie momentan noch gering erscheinen. Rechtzeitige Kontrolle ist allemal besser als das Risiko einer weiteren Thrombose.

Beste Grüße
Maralene
(keine Medizinerin, aber ebenfalls ehemalige Betroffene)

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