hier im krankenhaus lag ich 3 tage im Bett mit Rückenschmerzne - ohne strümpfe, ohne heparin
ab dem op-tag bekam ich beides und das soll bis zur entlassung so bleiben, obwohl ich mich jetzt schon mehr bewege als vor der op
was ist der grund dafür? hängt das mit der op zusamen?
sorry für tippfehler und kleinscreibung, ungewohnte tastatur und rückenlage
hier im krankenhaus lag ich 3 tage im Bett mit Rückenschmerzne
ohne strümpfe, ohne heparin
ab dem op-tag bekam ich beides und das soll bis zur entlassung
so bleiben, obwohl ich mich jetzt schon mehr bewege als vor
der op
was ist der grund dafür? hängt das mit der op zusamen?
Hi,
ich bin nur Laie, aber diese Thrombosespritzen bewirken ja eine verzögerte Blutgerinnung. Vielleicht ist das ein Grund dafür, das diese Spritzen vor der OP nicht gegeben wurden?
vor ein paar Jahren hatte ich die Gelegenheit, ein paar Ärzte diesbezüglich zu löchern - zusammengefasst habe ich Folgendes verstanden:
die Blutgerinnung wird zu einem großen Teil über die Thrombozyten gemacht. Sind die Venen wegen mangelnder Belastung de Muskulatur nicht so recht am Pumpen, besteht das Risiko, daß sich selbige weiten, das Blut sich nicht ausreichend bewegt und die Thrombozyten anfangen, ihre Arbeit zu verrichten und Blutpfropfen in den Venen entstehen (die dann Andernorts zu Verschlüssen führen könnten). Sind deine Venen nicht erweitert (Krampfadern) passiert da normalerweise nicht so viel, selbst, wenn Du Dich nur zum Klo aus dem Bett wuchtest. Also jibbet keene chicken Strümpfe für Dich.
Wenn der Körper nun aber an irgendeiner Stelle angeschnitten wird, dann werden die in der Milz auf Vorrat gelagerten Thrombozyten aktiviert und ausgesand („Ey! Da ist ein Loch! Losloslos, alle hin da, zu machen!“) und das Thrombose-Risiko ist erhöht. Nu jibbet Heparin und Strümpfchen…
Gruß
Sibylle
(ich hab einen Wert von 1.045.000 erreicht und die haben mich deshalb noch vier weitere Tage im KH behalten - aber der Hämatologe (Prof an der FU) hätte mich am liebsten in eine Vitrine gestellt und hat mich zweimal täglich angezapft…)
Jede Art von Operation hat ein bestimmtes Risiko von Thrombosen. Es ist die Größe und Art der Operationswunde und die gleichzeitig eingeschränkte Bewegung. Z.B. beim Laufen wird die sogenannte Venenpumpe in Gang gesetzt. Durch das Laufen wird in den Beinen Blut in den Venen nach oben gedrückt. Die Wunden spülen immer wieder gerinnungsfördernde Gewebesäfte in das Blut. Stauendes Blut gerinnt und verschließt die Venen. Außer dem Verschluß einer Vene können sich Teile des Thrombus ablösen und in die Lunge gespült werden. Dort verursachen sie tödliche Embolien. Zur Vermeidung verordnet man nach Operationen Heparinspritzen und/oder Stützstrümpfe.
Orthopädische Operationen an Knie, Hüfte und Zehen haben ohne diese Vorsichtsmaßnahmen und altersbedingt schon mal so 10% Thromboserisiko.
Udo Becker