Hallo,
da ich ein großer Bücherfreund und -sammler bin, hat mir im Urlaub jemand ein Buch geschenkt, über das ich gerne etwas genaueres wüsste.
Der Bekannte (kein Deutscher) hat vor vielen Jahren eine wissenschaftliche Expedition in die Wüste Gobi gemacht. Dort hat er ein handgeschriebenes Buch(?) gefunden, das nach seinen Angaben mongolisch sein könnte. Nach einem Schriftenvergleich im Internet meine ich, daß es sich keinesfalls um mongolische Schriftzeichen handelt, sondern eher um tibetische.
Das Format des Schriftstückes ist etwa 29 cm x 8,5 cm, die Seiten sind relativ dick, beidseitig in schwarz und rot handbeschrieben. Der Rücken und die Vorderseite sind mit hellblauem Stoff (Seide) eingebunden. Alle Seiten sind lose, sind und waren offenbar niemals miteinander verbunden.
Hat jemand eine Idee, was das sein könnte? Wenn ich eine Seite fotokopiere, könnte ich sie ja jemandem faxen. Kann jemand von Euch die Schrift identifizieren und gegebenenfalls gar übersetzen?
Ich bin total gespannt, ob mir jemand helfen kann.
Schöne Grüße
Sabine
Hi Sabine
Kann jemand von Euch die Schrift identifizieren und gegebenenfalls gar übersetzen?
Übersetzen jedenfalls nicht. Aber die Schrift läßt sich ggf. identifizieren.
Mach mal auch von der Titelseite eine Kopie - ist die (nach unserer Orientierung) „hinten“ oder „vorn“ im Buch?
Gibt es eine Info über das Alter?
Am besten wäre ein Scan, den du im .jpg-Format per Mail schickst.
Aber ein Fax mit möglichst hoher Auflösung geht auch:
o228-2647-25
Gruß
Metapher
Hallo Sabine,
ich könnte auch versuchen, die Schrift zu entziffern. Wie Metapher schon sagte: am besten per Mail als .jpg.
Gruß Kubi
(offtopic) Sogar…
…in DIESEM Bereich kennst Du Dich aus…
Gruß
Camilla
*staun*
tibetisch
Hi Sabine
ja, das ist eindeutig tibetisch. Die Seiten sind natürlich um 90° gedreht (breiter als hoch).
Die 3 Schleifen links oben auf dem Deckblatt sind Anfangszeichen. Es ist also schon der Textanfang und kein Titelblatt.
Bei dem Schrifttyp handelt es sich um den dbu-can Duktus. Es handelt sich daher vermutlich um einen sakralen Text.
Das ist alles, was ich dazu sagen kann. Übersetzen kanns ichs leider nicht 
Grüße
Metapher
Moin Sabine,
ja Metapher die Schrift ja schon als tibetisch identifiziert hat (und wenn er das sagt, glaub ich das unbesehen
) hier vielleicht noch ein Tip, wo man dir bei der Übersetzung behilflich sein kann.
Es gibt ein tibetisches Zentrum in Hamburg, das sich sehr für die Pflege der tibetischen Kultur und den Buddhismus einsetzt. Meiner Erfahrung nach sind die Leute da sehr freundlich, wenn auch vielleicht ein bisschen „steif“ *g*. Auf jeden Fall gibt es dort etliche Leute mit Kentnissen des Tibetischen.
Der Link:
http://www.tibet.de
Viel Glück, und mich würd schon auch interessieren, um was für einen Text es sich dabei handelt.
Gruss
Marion
Vielen Dank
Hallo,
vielen Dank für Eure Hilfe. Daß der Text tibetisch ist, steht jetzt wohl fest. Falls ich etwas genaueres erfahren kann, setze ich nochmal ein posting ins Brett.
Laut Auskunft desjenigen, der mir das „Buch“ geschenkt hat, hat er das in der Wüste Gobi gefunden, und zwar dort, wo die Reisenden einer Karawane ihren Tod gefunden hatten. Alle möglichen Sachen hätten dort „rumgelegen“, und er habe sich diese „Buch eines verstorbenen Mönches“ mitgenommen, das in mongolischer Schrift abgefaßt sei. Da „mongolisch“ schon falsch war, weiß ich natürlich nicht, was man von der sonstigen Aussage halten kann. Jetzt werde ich das Schriftstück von irgendjemandem beurteilen lassen, der tibetisch kann.
Schöne Grüße
Sabine