Tibiakopfimpressionsfraktur

Ich hatte im Februar einen Unfall - bin vom Pferd abgesprungen und habe mir eine Tibiakopfimpressionsfraktur, Kreuzbänderanriss und Aussenmeniskusabriss zugezogen. Ich wurde operiert (Meniskus wurde refixiert, Tibiakopf wieder mit Beckenkamm rekonstruiert und verplattet ).

Hat erstens einer ne Ahnung, welche Probleme ich mit dem Meniskus bekomme? ( über die vorzeitige Arthrose bin ich schon aufgeklärt worden ) und hat

zweitens einer ne Ahnung, wie die Unfallversicherung da irgendeinen Satz ermittelt? oder irgendwelche Prozente? habe eine relativ hohe Unfallversicherung… hat da jemand Tips? Untersuchung soll in ca. 5 Monaten von heute ab stattfinden.

oder zahlt die Unfallversicherung nur, wenn das Knie steif bleibt? ( ist mittlerweile wieder zu über 100 Grad beugbar :smile: )

Vielen Dank für Eure Antworten!!

ute
whitewaters_w

Verletzungsfolgen, Unfallversicherung
Hallo Ute,

nun, genau kann natürlich niemand vorhersagen, wie Dein Knie wieder verheilen wird. In vielen Fällen ist man auch nach einer solch großen Operation wieder soweit einsatzfähig, dass im Wesentlichen keine bleibenden Schäden entstehen. Jedoch ist das Risiko, eine Arthrose zu bekommen (wie man Dich ja schon aufgeklärt hat) und auch bei einem erneuten Sturz sich leichter am Knie zu verletzen, größer, als wenn nie etwas passiert wäre.

Was gezielt den Meniskus angeht, so ist dieser ein durchgängiger Knorpel, der durchaus beleidigt sein kann, wenn er einmal verletzt war. Das wird also abzuwarten bleiben, inwiefern Du Dich so sehr belasten kannst, wie Du es gewohnt bist. Hochleistungssportler, die eine sehr knielastige Sportart betreiben (z.B. Fußball), klagen durchaus immer wieder nach einer vorangegangenen Verletzung, wenn sie sich wie üblich wieder belasten wollen.

Was die Unfallversicherung angeht, kommt es darauf an, was Du mit denen vereinbart hast: Sind Reitsportunfälle Teil der Vereinbarung? Hast Du möglicherweise einen Verdienstausfall gehabt, der durch Deine Unfallversicherung abgedeckt ist?
Was dauerhafte Zahlungen durch Deine Unfallversicherung angeht, so wird man das entscheiden, inwiefern Dich die Folgen Deiner Verletzung im täglichen Leben und insbesondere in der Arbeit einschränken. Es bringt allerdings nicht viel, denen was vorzuschwindeln, da man - wenn die es rausbekommen - im hohen Bogen aus der Versicherung fliegt und trotz gezahlter Beiträge niemals mehr einen Anspruch auf Leistung hat. Und man wird in der Folge Probleme haben, jemals wieder eine Unfallversicherung abzuschließen.
Aber den Verdienstausfall halte ich durchaus für realistisch, sofern das Bestandteil Deines Vertrags war.

Herzlichen Gruß,

Claudia

http://www.klappt-doch.de/

Hallo Claudia,
vielleicht hätte ich sagen sollen, dass es um eine private Unfallversicherung handelt? die haben das Krankenhaustagegeld schon bezahlt, Schadenfall ist anerkannt.

Ändert das was?

ute

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hmmm… dann wird die Anhörung in 5 Monaten rein auf bleibende Schäden und der damit verbundenen möglichen Zahlung einer Unfallrente abzielen.

Sofern Du mit dem Reitsport weitermachen kannst bzw. wenn nicht - darauf Deine Erwerbsgrundlage aufgebaut ist - sehe ich keine große Hoffnung dafür, dass es noch mehr von der Versicherung geben wird.

Allerdings bin ich auch keineswegs ein Versicherungsprofi, sondern halt Arzt… :smile: Ich weiß z.B. auch nicht, ob das Krankenhaustagegeld mit Verdienstausfall gleichzusetzen ist.

Gruß,

Claudia

Hi

Hat erstens einer ne Ahnung, welche Probleme ich mit dem
Meniskus bekomme? ( über die vorzeitige Arthrose bin ich schon
aufgeklärt worden ) und hat

ich hab seit `77 links innen keinen Meniskus mehr (stationär und noch nicht minimalinvasiv), keine Probleme, und rechts innen seit '89 nach korbhenkelabriss eine teilentfernung (ambulant), auch problemlos bis heute.

hh

Vielen Dank für Eure Antworten!!
ute
whitewaters_w