Tiefenbohrung Grundwasserspiegel

Wir sind eine Siedlung von 7 Häusern, die Siedlung befindet sich am Hang.
Wir wohnen ganz oben am Hang. Wir haben alle einen eigenen Hausbrunnen. Unserer ist 28m tief.

Jetzt möchte sich ein Nachbar der ganz unten vom Hang wohnt eine Tiefenbohrung machen lassen und es als Heizsystem nutzen.

Der Grundwasserspiegel in dieser Siedlung schaut nicht sehr rosig aus.

Als vor 3 Jahren der Winter was wo Monatelang die Schneedecke lag, ging uns als ersters das Wasser aus und wir hatten 5 Wochen kein Wasser.

Der Nachbar will 50 Meter runterbohren.

Er braucht auch eine Wasserrechtsverhandlung. Also kann das ganze schon mal nicht ganz ohne sein.

Wir in der Nachbarschaft sind alle gegen dieses Vorhaben. Weil wir Angst haben das er uns auf Deutsch gesagt das Wasser abdreht.

Und wer haftet dann dafür wenn wir keins mehr haben? Natürlich ist es der Gemeinde egal, da die sowiso froh wären wenn wir alle anschliesen würden ans öffentliche Netz.
Wollen wir aber alle nicht.

Was kann man rechtlich tun damit wir rechtlich abgesichert sind falls der Nachbar mit seiner Bohrung uns allen das Wasser abzwickt.

Hatte jemand schon mal so ein Problem?

Hallo,
ohne die geologischen Verhältnisse zu kennen, vermute ich, dass er so tief bohren möchte, um in einen anderen (sicheren) Grundwasserleiter zu kommen, der mit dem Grundwasserleiter, den ihr nutzt, wahrscheinlich nichts zu tun hat.
Außerdem wird für die Heizung kein Wasser entnommen. Das läuft nur im Kreislauf.
Grüße
Ulf

naja er entzieht es schon und gibt es wieder ab, trotzdem wenns ein niederschlagsarmer Winter ist oder auch Sommer hat erst mal er Wasser und dann wir, und das Wasser rinnt ja nicht mehr zurück nach oben.

Ich bin kein Experte, aber nach meiner Logik fliesst Wasser in erster Linie in Richtung der Schwerkraft, also nach unten. Den das Grundwasser kommt nicht aus dem Erdinneren, sondern von der Oberfläche durch Niederschläge und Flüsse. Eine Bewegung nach oben ist eher zu vernachlässigen, im Boden gibt es zwar auch eine gewisse Kapillarwirkung, aber die dürfte längst nicht so stark sein wie die Kapillarwirkung z.B. von Pflanzen.

Ein paar Zapfstellen mehr in Form von Privathaushalten dürfte für die Menge des gesamten Grundwassers verschwindend gering sein, denn die von Euch verwendete Wassermenge ist eine Ansammlung aus einer Fläche von mehreren Quadratkilometern.

Wenn Euch also das Wasser ausgeht, liegt es vermutlich nur daran, dass nicht genug Nachschub von oben kommt. Es sei denn, besagter Nachbar stattet nebenberuflich mehrmals wöchentlich Badeseen und kleinere Meere mit Wasser aus eigener Quelle aus, dann würde sich das auch auf Euch auswirken.

Moin,

Jetzt möchte sich ein Nachbar der ganz unten vom Hang wohnt
eine Tiefenbohrung machen lassen und es als Heizsystem nutzen.

Bei Nutzung als Wärmepumpe wird kein Grundwasser entnommen

Er braucht auch eine Wasserrechtsverhandlung. Also kann das
ganze schon mal nicht ganz ohne sein.

Die braucht er weil er so tief bohrt, nicht weil er so viel Wasser entnimmt oder nicht.

mfG
Hi

naja er entzieht es schon und gibt es wieder ab, trotzdem
wenns ein niederschlagsarmer Winter ist oder auch Sommer hat
erst mal er Wasser und dann wir, und das Wasser rinnt ja nicht
mehr zurück nach oben.

Mal andersherum aufgezogen: Was glaubt Ihr denn, wieviel Wasser er „verbraucht“? Da ja ein Kreislauf gebildet wird, denke auch ich, dass die Wassermenge zu vernachlässigen ist. Ein Heizungssystem „voll“ zu machen ist mit ca.3 x wässern eines mittelgroßen Gartens gleichzusetzen. Ich denke, das kann dem Wasserbedarf von Euch und den Nachbarn nicht schaden.
Letztlich ist es sogar so, dass er ja wie schon geschrieben eine andere wasserführende Schicht nutzt (Eine 22Meter tiefe Blase zzgl. Eurer Hanghöhe wird es ja wohl nicht bei Euch geben, denn dann wäre ja kein Wassernotstand bei Euch im Sommer).
Er hat nur den Vorteil, dass wenns mal trocken wird, er länger Wasser haben könnte (nicht muss). Das solltet Ihr ihm nicht neiden. Er zahlt ja auch dafür (und das nicht zuwenig).