Tiefenbohrung - Verpressung

Hallo!
Wir haben bereits einige Anbot für eine Tiefenbohrung (Erdwärme) für unser neu errichtetes Einfamilienwohnhaus eingeholt. Da wir dabei verschiedenste Angaben erhalten haben, sind wir auf der Suche nach einer unabhängigen Expertenmeinung:

Wieviel m muss bei welchem Verpressmaterial gebohrt werden (bei einer Wärmepumpe mit 12kW)?

Uns wurden folgende Verpressmaterialien angeboten: Bentonit, Duritherm und Geo-Cem.
Wie kann man kontrollieren, ob das Material auch gut verdichtet/abgedichtet wird?
Wie sinnvoll ist es, ein paar Meter mehr zu bohren?

Ich freue mich schon auf ein paar Antworten, die uns bei unserer Entscheidung helfen!!!

Mit lieben Grüßen,
Eva

Hallo,

Wir haben bereits einige Anbot für eine Tiefenbohrung
(Erdwärme) für unser neu errichtetes Einfamilienwohnhaus
eingeholt. Da wir dabei verschiedenste Angaben erhalten haben,
sind wir auf der Suche nach einer unabhängigen
Expertenmeinung:

Ist da nicht erst einmal eine Untersuchung des Untergrundes angesagt?
Wenn ich an die Schäden durch Tiefenbohrungen in Laufen (oder Staufen?) denke, würde ich das nicht so ohne weiteres durchführen.

Bei dem o.g. Fall hebt sich doch der Boden unter der Stadt weil er aufquillt.

Gruß:
Manni

Hallo!
Wir haben bereits einige Anbot für eine Tiefenbohrung
(Erdwärme) für unser neu errichtetes Einfamilienwohnhaus
eingeholt. Da wir dabei verschiedenste Angaben erhalten haben,
sind wir auf der Suche nach einer unabhängigen
Expertenmeinung:

Wieviel m muss bei welchem Verpressmaterial gebohrt werden
(bei einer Wärmepumpe mit 12kW)?

Die notwendige Tiefe der Bohrung hängt vorallem von der Geologie ab,Wasserführung, trockener Schotter, Fels etc…
Die Verpressung ist zur Wärmeübertragung Sonde - Gestein wichtig

Uns wurden folgende Verpressmaterialien angeboten: Bentonit,
Duritherm und Geo-Cem.
Wie kann man kontrollieren, ob das Material auch gut
verdichtet/abgedichtet wird?

Duritherm ist gut, Geo-Cem kenn ich nicht.
Der Verpressschlauch wird mit dem Sondeneinbau bis zum tiefsten mitgeführt, bei tieferen Bohrungen führt man noch einen 2.Verpressschlauch ab etwa der Hälfte mit.

Wie sinnvoll ist es, ein paar Meter mehr zu bohren?

Ich freue mich schon auf ein paar Antworten, die uns bei
unserer Entscheidung helfen!!!

Mit lieben Grüßen,
Eva

wie wird gebohrt? Spülbohrung?..
wie tief ist vorgesehen?

Gruss

M@x

Hallo,

…eine Tiefenbohrung (Erdwärme) … Einfamilienwohnhaus…

Bei dem o.g. Fall hebt sich doch der Boden unter der Stadt
weil er aufquillt.

Etwas übertrieben Deine Sorge, findest Du nicht?
Gruß
loderunner

Moien

Etwas übertrieben Deine Sorge, findest Du nicht?

Es hängt wirklich vom Untergrund ab. Man kann ein Gebiet von 2 - 3 km² mit einer einzigen unsachgemässen Bohrung an der richtigen Stelle in Bewegung bringen. Deshalb ist auch das rumraten hier zu der ursprünglichen Frage … sinnfrei. Ohne Kenntniss des Untergrund wird das nix.

cu

Hallo,

Es hängt wirklich vom Untergrund ab. Man kann ein Gebiet von 2

  • 3 km² mit einer einzigen unsachgemässen Bohrung an der
    richtigen Stelle in Bewegung bringen.

Hast Du mal ein Beispiel dafür? Ich glaub das nämlich immer noch nicht. Es geht doch hier nicht um einen Bergwerksschacht, sondern nur um ein Wasserrohr.
Gruß
loderunner

Moien

Hast Du mal ein Beispiel dafür?

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,5899…

Geothermiebohrung zum Heizen von einem grösseren Gebäude. Nach dem Bohren und noch vor dem Einpressen haben sich die Wasserverhältnisse im Untergrund geändert (Wenn die das in Betrieb genommen hätten wär es noch viel schlimmer gekommen). Man war doof und hat den Untergrund nicht wirklich sondiert. Sicherlich ist der Durchmesser beim Einfamilienhaus kleiner. Aber der Effekt ist der gleiche. Es dauert nur halt etwas länger. Und wenn inzwischen die Anlage in Betrieb geht ist alles aus.

cu

Hallo,

Wieviel m muss bei welchem Verpressmaterial gebohrt werden
(bei einer Wärmepumpe mit 12kW)?

Durchschnittlich „kann“ man von einer Entzugsleistung von ca. 50W/m ausgehen, können aber auch auch 10 oder 100 sein. Was geht aus dem geologischen Gutachten hervor?

Annahme 12 kW bei 50W/m ==> 240m Bohrtiefe. Ups, wo wird dies für ein EFH genehmigt?

Entscheidend ist nicht alleine das Verpressmaterial, sondern der Untergrund (wie bereits unten geschrieben). Gute Wärmeleitfähigkeit der Sonde wird ausgebremst bei gleichzeitig schlechter WLF des Bodens.

Uns wurden folgende Verpressmaterialien angeboten: Bentonit,
Duritherm und Geo-Cem.

Dem „Stand der Technik“ entsprechen aus diversen Gründen (Frostbeständigkeit, Wärmeleitfähigkeit) m.W. folgende Verfüllmaterialien:

  • Thermocem
  • Geocem 235 bzw. Geocem 240
    Die genehmigenden Behörden sind „angehalten“, den Stand der Technik einzuhalten und anzuordnen.

Wie kann man kontrollieren, ob das Material auch gut
verdichtet/abgedichtet wird?

Ob die Qualität der Verpressung objektiv beurteil- und messbar ist, weiß ich leider nicht.

Wie sinnvoll ist es, ein paar Meter mehr zu bohren?

Grins. Was haben sie euch denn auf welchen Grundlagen so angeboten? Hinsichtlich Entzugsleistung etc.?

Ich freue mich schon auf ein paar Antworten, die uns bei
unserer Entscheidung helfen!!!

Mich würde interessieren, worin die Unterschiede der Anbieter bestehen. Wenn du nach Prüfung der Angebote nicht einmal weißt, welche Bohrtiefe bei welchem Untergrund und mit welchem Material, dann zweifle ich grundsätzlich an jeglicher seriöser Beratung. Habt ihr einen Fachplaner?

Gruß
Der Franke

Hallo

Etwas übertrieben Deine Sorge, findest Du nicht?

Vielleicht. Wird die Praxis erst zeigen.

Frag die betroffenen Hausbesitzer von Lauffen:wink:

Wenn man von solche Schäden dann nicht betroffen ist und keine Schäden (mit hohen Kosten) beseitigen muß, kann man sich Deinen Standpunkt leisten.

Gruß.
Manni

Danke, ich ziehe jeden Einwand zurück! (owt)

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,5899…

auweiah!