Ich werde den Unterschied wohl nie wirklich begreifen… zumindest nicht, wenn ich es selbst herausfinden will. Was es darüber zu lesen gibt, übersteigt irgendwie alles meinen Horizont.
Bitte erklärt mir den Unterschied so, daß es auch ein Dau like me versteht.
Tiefenschärfe ist ein Ausdruck, der aus irgendeinem Grund von vielen Leuten benutzt wird, der aber sinngemäss völlig falsch ist. Gemeint ist immer die Schärfentiefe, die dir einfach den Bereich eines optischen Systems angibt, in dem eine Abbildung scharf erscheint.
Wenn du noch Fragen dazu hast einfach fragen
Gruß
Steffen
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Hallo!
Also: ich sage Tiefenschärfe. Und die Fotografen die ich kenne sagen es auch.
Übrigens: je kleiner die Blende je größer die Tiefenschärfe aber auch um so Größer die allgemeine Unschärfe.
Beste Grüße aus dem sonnigen und heißen Bremen
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deutsche Sprache, schwere Sprache
Hallo,
so ist das nunmal mit der Sprache. Wenn ein Begriff lange genug
von einer ausreichend großen Menge von Leuten benutzt wird,
dann geht der Begriff meist irgendwann in den offiziellen
Sprachschatz über und wird somit legitim in der Verwendung.
Ansonsten ist die Reihenfolge der Worte in Zusammengesetzten
Substabtiven wohl oft (meist?) „verkehrt herum“ benutzt.
z.B.
Wortwahl - Wahl der Worte
Sportgerät - Gerät zum Sporttreiben
Fernsehgerät - Gerät zum sehen in die Ferne
Fensterbrett - Brett am Fenster
usw. … da ist
Tiefenschärfe - Schärfe in der Tiefe nicht so schlimm,
oder eher logisch und richtig? (wer hat das festgelegt?)
Gruß Uwi
ME macht Tiefenschärfe keinen rechten Sinn. Es geht um den
Bereich der Schärfe in die Tiefe, = Schärfentiefe.
Oder die Tiefe der Schärfe, da würd ich aber nicht
Tiefenschärfe draus konstruieren.
HH
so ist das nunmal mit der Sprache. Wenn ein Begriff lange
genug
von einer ausreichend großen Menge von Leuten benutzt wird,
dann geht der Begriff meist irgendwann in den offiziellen
Sprachschatz über und wird somit legitim in der Verwendung.
ja, leider.
noch schlimmer find ich die Einbügerung falsch zitierter Sprichworte.
z.B. " Über Geschmack läßt sich nicht streiten" - was jeder Sepp zu
„Über Geschmack läßt sich streiten“ macht wenns ihm gerade in den Kram paßt.
Ansonsten ist die Reihenfolge der Worte in Zusammengesetzten
Substabtiven wohl oft (meist?) „verkehrt herum“ benutzt.
z.B.
Wortwahl - Wahl der Worte
Sportgerät - Gerät zum Sporttreiben
Fernsehgerät - Gerät zum sehen in die Ferne
Fensterbrett - Brett am Fenster
usw. … da ist
Tiefenschärfe - Schärfe in der Tiefe nicht so schlimm,
oder eher logisch und richtig? (wer hat das festgelegt?)
hört sich für mich wie schärfe in der Tiefe an - und das trifft es nicht, da nicht eindeutig klar wird das ein Bereich gemeint ist.
Ich hab in der Ausbildung (Fachschule) „Schärfentiefe“, gelernt. Aber, selbst in Fachbüchern wird oft tiefenschärfe benutzt.
ME macht Tiefenschärfe keinen rechten Sinn. Es geht um den
Bereich der Schärfe in die Tiefe, = Schärfentiefe.
Oder die Tiefe der Schärfe, da würd ich aber nicht
Tiefenschärfe draus konstruieren.
HH
z.B. " Über Geschmack läßt sich nicht streiten" - was jeder Sepp zu
„Über Geschmack läßt sich streiten“ macht wenns ihm gerade in den Kram paßt.
Hallo, Helge, beides ist möglich.
sprachlich besser erscheint mir aber die von Dir abgelehnte Form.
Aus dem Lateinischen stammt: „De gustibus non es diputandum.“ (Über Geschmack kann man nicht streiten)
Bei Goethe findet sich (in den Faust-Fragmenten): „Denn eben, wo Begrffe fehlen, / Da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein. / Mit Worten läßt sich trefflich streiten“
Dem angeglichen dann „Über Geschmack läßt sich streiten“ in dem Sinne, dass dieser Streit zu keinem Ziele führt.
In diesem Zusammenhang noch der lateinische Spruch „Multi rixantur de lana saepe caprina.“ (Viele streiten sich oft um Ziegenwolle=etwas das irrelevant ist, die bei den Römern gehaltenen Ziegen hatten nur kurzes Haar.)
Im Deutschen ist dann daraus der „Streit um des Kaisers Bart“ geworden, was aus einem jahrzehntelangen Gelehrtenstreit entstand, der darum ging, ob nun Kaiser Karl der Große einen Bart trug, oder nicht.
Schönen Gruß
Eckard.
der Unterschied zwischen Tiefenschärfe und Schärfentiefe ist der gleiche wie zwischen Schraubenzieher und Schraubendreher - nämlich nur einer für Sprach-Theoretiker (um nicht zu sagen Theororie-Sprachler)
Sage Tiefenschärfe, wenn Du möchtest, daß Dein Gegenüber Dich versteht, und Schärfentiefe, wenn Du zeigen möchtest, daß Du besonders clever bist und Du dein Gegenüber genauso verwirren möchtest, wie Du es einst warst.
Gruß
Gero
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Ich werde den Unterschied wohl nie wirklich begreifen…
kein Wunder - weil es keinen gibt!
zumindest nicht, wenn ich es selbst herausfinden will. Was es
darüber zu lesen gibt, übersteigt irgendwie alles meinen
Horizont.
Grau mein Freund ist alle Theorie (Goethe)
Bitte erklärt mir den Unterschied so, daß es auch ein Dau like
me versteht.
Es gibt keinen! Je nach persönlichen Geschmack verwendet der eine nden einen, der andere den anderen Begriff.
Es mag sicher regionale Unterschiede geben, inhaltliche aber nicht.
die schärfentiefe ist das maß für die tiefenschärfe.
schärfentiefe = die tiefe der schärfe. wie tief reicht die schärfe? ist nur der blumenstempel scharf (wenig schärfentiefe) oder das rote blatt dahinter auch noch (große schärfentiefe)? dieses maß kann man sicher physikalisch exakt definieren (wahrscheinlich in zentimetern, abhängig von der brennweite - keine ahnung.)
tiefenschärfe = die schärfe der tiefe. wie scharf ist das rote blatt in 3 cm entfernung noch? scharf, unscharf, grade noch erkennbar oder nur ein roter fleck? dieses „maß“ ist schon schwieriger zu definieren. welche einheit gibt es für schärfe? vielleicht 1 pixel, 2 pixel, 5 pixel? bei „gaussian blur“ hat die (un)schärfe tatsächlich pixelwerte!
Hi
wobei Schraubenzieher zwar verbreitet aber völlig schwachsinnig ist…
ziehen könnt ich schrauben vielleicht mit ner Kneifzange oder nem Kuhfuß, walls sie a stückle rausschaut
HH
wobei Schraubenzieher zwar verbreitet aber völlig
schwachsinnig ist…
du irrst, wnn auch nur ein wenig. Der Zug bei der Schraube ist die Spannung, die durch Gewinde und Kopf auf den Schaft ausgeübt wird. Vielleicht erinnerst du dich an den Ausdruck (Fluch) „Die Sch…schraube zieht nicht!“ - kann natürlich nur dem Schreiner passieren, und bei dem gab’s die Schraube lang vor den Maschinenschrauben. Insofern ist der Schwachsinn nicht ganz so schwach. Manchmal muss man graben, um zu erkennen, wie Begriffe entstanden sind.
Komisch: Noch heute sagt kein Stift „Ich muss die Schraube andrehen“, sondern…?
erst kommt das Gefühl wenn statt fester die Schraube weich wird… toll da bei geht einem dann schon durch den kopf: guckt das Gewinde genug raus um sie zu packen, hab ich noch nen linksausdreher der nicht abgebrochen ist, so eine Scheiße aber auch dann ist sie erst ab