Tiefgefrorenes Fleisch

Hallo liebe www`lers!

Ich bin mal neugierig und möchte gerne erfahren ob ihr vielleicht Vermutungen habt oder es sogar wisst, warum tiefgefrorenes Fleisch im Preis günstiger ist, als abgepacktes Fleisch(vom Discounter, beides)!? Denn ich hatte mit einer Bekannten darüber gesprochen und Sie meinte das es wohl minderere Qualität als abgepacktes Fleisch hat, was ich mir definitiv nicht vorstellen kann!!! Liebe Grüße

Hallo,
Fleisch wird unabhängig vom schwankenden Verbraucherverhalten produziert. Den Rest regelt Angebot und Nachfrage.
Grüße
Ulf

Hallo,

ich denke mal, dass teifgefrorenes Fleisch günstiger ist, weil man es länger lagern kann und es nicht so schnell verdirbt.

Gruß Suse

Dosentomaten
Hallo Sophie,

ich stelle mir mal vor, dass es so ähnlich ist wie bei den Tomaten: frische sind immer teurer als Dosentomaten. Warum? Dosentomaten werden geerntet, wenn sie reif sind, dann werden sie abgepackt und sind das ganze Jahr haltbar. Frische Tomaten müssen im Dezember entweder von weither gebracht werden, oder mühsam im Treibhaus aufgepäppelt usw. was viel kostenaufwändiger ist.

Okay, Tiere werden unabhängig vom Klima „schlachtreif“, trotzdem kann man z.B. dann Tiefkühlware produzieren, wenn das Fleisch auf dem Weltmarkt gerade billig ist.

Nur 'ne Vermutung …

Grüße zurück,
Sibylle aus M

Es ist auch eine Sache der Preispolitik. Es wird immer eine Anfrage sowohl für Frischfleisch, als auch für tiefgefrorenes geben, mit einem kleinen Preisunterschied. Traditionell, Gefrierfleisch ist minderwertig schon bei der Produktion. Dazu kommt noch, um die Preise von Frischfleisch auf die Höhe zu halten, ein Teil davon wird für Gefrierfleisch geschlachtet, obwohl es von guter Qualität ist, ganz alleine um das Angebot zu beschränken. Sonst würden die Preise für Frischfleisch herunterfallen. Bei Jahren von großem Angebot an Fleisch wird Gefrierfleisch produziert, sowohl um die Preise für Frischfleisch zu halten, als auch um Jahre mit geringerem Angebot zu kompensieren (sonst werden dann die Gefrierfleischpreise übermäßig steigen, da die Nahrungsindustrie immer manchen minderwertigen Fleisch brauchen wird). Etwas ähnliches wie bei der Waren- und Aktienbörse.

woher hast du denn diese theorie?
bei fleisch gibt es immer unterschiedliche preisklassen und nicht so hochpreisige sachen werden halt eingefroren wegen der haltbarkeit,soweit sie nicht in der bratwurst oder im hack verarbeitet werden(cutter),auch export spielt eine rolle.
das preisrisiko beim fleisch trägt allein der bauer,es gibt keine ankaufaktionen des staates oder der eu mehr.
im augenblick haben wir eine absolute niedrigpreissituation bei schweinen und es ist ab zu sehen,dass demnächst die preise wieder steigen,weil viele bauern die zuchtsauen reduzieren und deshalb demnächst weniger ferkel zur mast da sind.

Hallo,

…ganz alleine um das Angebot
zu beschränken. Sonst würden die Preise für Frischfleisch
herunterfallen. Bei Jahren von großem Angebot an Fleisch wird
Gefrierfleisch produziert, sowohl um die Preise für
Frischfleisch zu halten, als auch um Jahre mit geringerem
Angebot zu kompensieren (sonst werden dann die
Gefrierfleischpreise übermäßig steigen, da die
Nahrungsindustrie immer manchen minderwertigen Fleisch
brauchen wird)

Im Angesicht der Statistik auf Seite 11 in http://www.lds.nrw.de/statistik/datenangebot/analyse… finde ich die theorie sehr gewagt… Man beachte die rückläufige Menge TK sowie den eher geringen Anteil TK zu Frischfleisch von 3,6%. Nicht gerade die Menge um Preisstützend für eventuelle Preiseinbrüche im Frischfleischsektor herzuhalten. Wenn ich dann weiterhin das hier [http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/des…](http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2008/02/PD08 051 413,templateId=renderPrint.psml) lese und das http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/des… daneben lege und steigende Preise in den letzten Jahren sehe, dann mag ich es nicht glauben.

MfG
Thomas

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Hallo,

lies mal in Ruhe http://www.lds.nrw.de/statistik/datenangebot/analyse… durch, da steht einiges drin über zunehmende Marktmacht der Discounter und rückläufige Anzahl der Metzgereien sowie zahlen zu Verbräuchen und Im- und Exporte. Ich denke, daraus ließe sich eine gewisses Preisgefüge konstruieren. Auch denke ich, man muß ein wenig zielgruppenorientiert schauen. Es gibt Verbraucher, die lieber (oder notgedrungen) auf TK-Ware zugreifen oder sich mal was in die Truhe legen und gerne weniger zahlen möchten. Warum (als Lieferant) also nicht auch diesen Kundenkreis bedienen?

MfG
Thomas

woher hast du denn diese theorie?

Allgemeine Wirtschaftstheorie, p. 198ff

woher hast du denn diese theorie?

Allgemeine Wirtschaftstheorie, p. 198ff

Vielleicht nicht nur lesen, sondern auch verstehen und dann auch nur dann auf andere Fälle übertragen, wenn es übertragbar ist?

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das preisrisiko beim fleisch trägt allein der bauer,es gibt
keine ankaufaktionen des staates oder der eu mehr.

Freier Markt ohne Auktionen ist ein Oxymoron. So werden die Preise erbracht. Ein Duzend Großhändler vereinbaren sich untereinander die Preise und kaufen 80% (davon 10% oder 20% bevor das Vie geboren ist) der Produkte, und geben diese teilweise am Markt frei. Gerüchte von Fleischmängel oder –Überproduktion, Krankheiten der Tiere etc., sind an der Tagesordnung. Kurz bevor das Fleisch anfängt zu verderben, wird tief eingefroren. Um die Suppe noch köstlicher zu machen, dazu kommen noch Kartell und Trust, Zunft und Genossenschaften. (Zusätzlich Anti-Kartell-Gesetze, Anti-Trust-Gesetze, aber keine Anti-Genossenschafts-Gesetze).

Loderunner wird gleich einsteigen und behaupten das es so was nicht gibt, es ist eine Sünde gegen das Gesetz zu verstoßen und ein Kartell zu bilden. Wer das tut wird in der Hölle enden. Wer meinen post heftig kritisiert wird ein Sternchen vom loderunner persoenlich bekommen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

wenn ich jetzt hier schreibe,die bauern sind ein bisschen deppert,dann ist das wohl die einfachere erklärung–aber sags nicht weiter.