auf TK-Ware kann man stets lesen: „Bei -18 Grad haltbar bis mindestens …“
Wieso ausgerechnet -18? Warum nicht -17 oder -19 oder -20,3?
Ist das mit ‚-18 Grad‘ willkürlich festgelegt oder gibt es vielleicht sogar eine historische Geschichte dazu?
Oder gibt es gar einen biologischen Grund für diese -18?
Warum nicht 20,3 Grad kann ich Dir sagen: Weil für Normwerte NIE krumme Zahlen genommen werden. Rein praktische Gründe.
Man hat sich den untersten Wert genommen, der für den beabsichtigten Zweck gerade noch vertretbar ist. Also Hemmung von Keimwachstum und Schonung des TK-Gutes über möglichst lange Zeit (haushaltsübliche Lagerzeit).
Und da hat man sich eben auf -18°C geeinigt.
Ein Wert der sowohl von der haushaltsüblichen Kälteerzeugung her gut realisierbar ist, als auch bei Transport und Lagerung im Handel. Und der alle lebensmitteltechnischen und hygienischen Erfordernisse erfüllt.
Also ein Kompromiss zw. den Bedürfnissen und Anforderungen. Wie immer bei solchen Normwerten.
zu Fahrenheits Zeiten war das die tiefste in vitro (mit einer Kältemischung) erzeugbare Temperatur. Fahrenheit glaubte, auf diese Weise ließe sich ohne negative Werte auskommen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Grad_Fahrenheit
„Fahrenheit verwendete als Nullpunkt seiner Skala die tiefste Temperatur, die er mit einer Mischung aus „Eis, Wasser und Salmiak oder Seesalz“ (Kältemischung) erzeugen konnte: −17,8 °C“
Hat also nichts mit irgendwelcher TK-Ware zu tun - wäre 1714 auch bisserl merkwürdig
Fahrenheit glaubte, auf diese Weise ließe sich ohne negative Werte auskommen.
Herr Fahrenheit galt zu seiner Zeit als weit gereister Mensch, aber Oimjakon hat er offensichtlich nie besucht. Ein Winter in dem sibirischen Dorf hätte ihn vor einem Irrtum bewahrt.
Gerade erst dieser Tage gab es einen Fernsehbericht über den kältesten bewohnten Ort. Schulkinder bekommen erst ab -52°C kältefrei und -40°C geht noch als angenehme Temperatur durch, bei der man nicht unbedingt Handschuhe tragen muss. Außerdem ist die Lebenserwartung dort überdurchschnittlich hoch, Hundertjährige keine Seltenheit. Während des Berichts sinnierte ich, wie es die Leute wohl schaffen, ihre Bretterbuden von innen frostfrei zu halten.