Tiefwurzelnder Baum gesucht

Hallo liebe Baum- und Gartenfreunde!

Ich habe ein kleines Problem: Wir haben neu gebaut und unsere Terasse hat eine perfekte Südausrichtung. Daher wäre es nett durch Baumpflanzungen etwas Schatten zu bekommen. (Natürlich entsteht durch die Pflanzungen kein Schatten, sondern durch die Bäume.)

Das Problem ist nur, dass der Boden mit Hangflorsteinen in 90cm Höhe abgefangen werden musste, wir so also Probleme bekommen könnten, wenn Wurzeln die Hangflorsteine wegschöben. (Abstand von 3-4 Metern ist möglich)
Nun bin ich auf der Suche nach einem schnell wachsenden Baum, der seine Wurzeln mehr in die Tiefe als in die Breite streckt.

Gibt es solche Bäume und welche sind es? Oder gibt es andere Möglichkeiten an Schatten zu kommen? (Markise haben wir schon)

Vielen Dank für eure Antworten!
Aragorn

Hallo Jung-Hausbesitzer!

Ich habe ein kleines Problem: Wir haben neu gebaut und unsere
Terasse hat eine perfekte Südausrichtung. Daher wäre es nett
durch Baumpflanzungen etwas Schatten zu bekommen. (Natürlich
entsteht durch die Pflanzungen kein Schatten, sondern durch
die Bäume.)

Das Problem ist nur, dass der Boden mit Hangflorsteinen in
90cm Höhe abgefangen werden musste, wir so also Probleme
bekommen könnten, wenn Wurzeln die Hangflorsteine wegschöben.
(Abstand von 3-4 Metern ist möglich)
Nun bin ich auf der Suche nach einem schnell wachsenden Baum,
der seine Wurzeln mehr in die Tiefe als in die Breite streckt.

Gibt es solche Bäume und welche sind es? Oder gibt es andere
Möglichkeiten an Schatten zu kommen? (Markise haben wir schon)

kein Baum schickt seine Wurzeln nur in die Tiefe. Du kannst grundsätzlich davon ausgehen, dass jedes in Mitteleuropa zum Wachsen bereite verholzende Gewächs unterirdisch einen Wurzeldurchmesser besitzt, der in der Breite mindestens dem seiner Krone und in der Tiefe mehr als dem seiner Höhe entspricht.
Stell Dir das Geflecht ruhig so vor, als habe sich der Baum unterirdisch in seinem Volumen gespiegelt.

Außerdem gibt es den einen oder anderen unternehmungslustigen Vertreter seiner Art, der gerne Wurzelschößlinge ans Licht schickt. Wir haben z.B. einen Zierapfel, dunkelrot, Sortenname mir leider nicht bekannt, der einen Hexenring von übrigens grünen Kindern in unserem Rasen verteilt, sowie einen Goldulmus, dessen weitester Ausläufer einmal die ganze Hausbreite überquert und bis zur Garagenrückwand „gelaufen“ ist.

Bis Du aber mit mutwilligen Bäumen, die Eure Terrassenverbauung aushebeln, ernsthafte Probleme kriegst, können leicht mal 30 Jahre vergehen.

Ich möchte Dir vorschlagen, pflanz, was Dir gefällt. Überlege Dir höchstens, wie hoch und breit so ein Bäumchen werden kann. Wir haben aus unserem Garten nichts Böses ahnend 1970 gepflanzt:
1 Kiefer
3 Lärchen
4 Birken
1 Blaufichte

alle Bäumchen waren höchstens kniehoch. Man konnte quasi drüberhopsen

Gefällt haben wir die Lärchen nach 20 Jahren 15m hoch, die Kiefer mit 18m nach 30 Jahren. Die letzte Birke ist heute 20Meter. Sie darf bleiben, weil sie an der südlichen Grundstücksgrenze steht. Die anderen mussten auch mit Rücksicht auf die Nachbarn gehen, die nämlich durch unsere Bäume zum Teil keinerlei Sonne mehr im Garten hatten.
Wir natürlich auch nicht.
Also überlege, bevor Du pflanzt.

viele Grüße
geli