Tiere in Not

Liebe/-r Experte/-in,
Hallo ihr lieben ich wende mich an euch weil ich nicht mehr weiter weiß.
eine bekannte hat ihre pferde auf einem bauernhof untergebracht und ist auf wildkatzen gestoßen
der bauer hat die zeitweise gefüttert und kümmert sich nun einen dreck um die oder will die wenn er sie zu packen kriegt ggf umbringen.
es laufen im moment 6 kittenzwischen 2-6 monaten umher und 3 trächtige muttertiere die eine hat die tage wieder 6 welpen geboren.
viele der tiere leiden an katzenschnupfen einige müssen auf einen infekt behandelt werden. sind aber bild schön. wir füttern sie um sie zutraulich zu machen weil wir von den tierschutz vereinen sonst keine hilfe oder chance auf weitervermittlung bekommen.
das ist uns aber im moment nicht ganz so wild aber die katzen vermehren sich wie im flug und das geld für medizinische versorgung und schon gar kastration haben wir nicht.
es muss schnell eingegriffen werden, weil das ist kein zustand und wir wollen die armen tiere weder dem bauern überlassen. der sie tötet oder den katzenfängern die hier in der gegend wieder aktiv sein scheinen.
wir haben uns schon an umliegende tierheime und katzenschutzverbände gewand aber effektiv helfen kann u will keiner, da sie selbst weder um geeignete finanzielle mittel oder überfüllt sind,
die bekannte würde ja einige der tiere halten aber für über 10 tiere sind die kastrationskosten auch nichttragbar,

ich selbst bin auc nur auszubildende und habe bereits 2 katzen und kann mir keine 3. ins haus holen.
die kitten sind wirkich wahnsinnig schön. rot getigerte mädels und alle anderen formen von getigert und gefleckt.
mir tun diese tiere so leid nur ich weiß nicht mehr weiter was wir machen können.

Hallo,
die umliegenden Tierheime sind verpflichtet, zu helfen. Sie könnten ja anbieten, die Lebendfallen ( hat jedes TH )zu bewachen und die Tiere in der Falle zum TA zu bringen zum kastrieren, bezahlen muss es aber das TH. Wenn sie es nicht tun, wenden sie sich bitte an ihren örtlichen Veterinärarzt und melden das.
Sie könnten auch einen redaktionellen kostenlosen Text für Zeitungen verfassen, um das bekannt zu geben. Wenn ein Bild einer Katze zum Text dazu eingefügt wird, fällt es noch eher auf und sehr viele Leute lesen es.
Ich drücke Ihnen die Daumen.

Gruß Doris

hallo,
ja das ist ein Jammer mit den Tieren!
leider gibt es sowas fast überall.
Schau doch mal im Internet und such Katzeninitiativen - vielleicht können die weiterhelfen? Ansonsten müsst ihr versuchen dutch Anzeigen etc. Familien zu finden für die kleinen. Aber ganz ehrlich das wird sehr schwer.
Habt ihr dem Tierheim angeboten wenn sie die Tiere nehmen das ihr versucht etwas Geld dazu zugeben für die Kastrationen? Manchmal hilft das auch - macht spontan einen Flohmarkt oder Kuchenverkauf, etc.
Tierheime brauchen das Geld leider auch da sie nur auf Spenden angewiesen sind.
Ansonsten fällt mir spontan nichts anderes ein.
Gruß

Hallo iule,

in welchem Grossraum wohnst du, bzw die Katzen natürlich?
Bin grade beschäftigt, melde mich aber dieses WE nochmal!

Gruß Tobleroni

hi jule, es wäre für mich schon wichtig wo sich das drama abspielt?
gruß rockole
bitte antworte so schnell wie möglich

Hallo iule,
jetzt habe ich mehr Zeit, um dir, wie versprochen,auf
deine Anfrage zu antworten:
Ich selbst war bei einer Katzenhilfeorganisation als
Katzenfänger mit der Kastenfalle auch auf Bauernhöfen
tätig und kann dir von meinen Erfahrungen berichten.
Vorab: Ohne entsprechende Unterstützung eines Tierheims
oder einer erfahrenen Katzenhilfe ist dein Unterfangen,
aller Ehren wert, kaum durchzuführen.
Der zu betreibende Aufwand ist enorm!

  1. Das Einverständnis des Bauern einholen, dass seine
    Katzen gefangen und kastriert werden.
  2. Tierarzt suchen, der die Aktion unterstützt und
    eventuell einen Kostenanteil erlässt.
  3. Geld generieren: Sponsoren(lokale Betriebe) oder
    Paten für einzelne Katzen gewinnen. d.h. die Tiere
    einzeln zu fotografieren, einen DIN A4 Flyer
    erstellen,mit einem Namen und Text versehen und
    ausdrucken. Diese Aushänge dann an exponierten Stellen
    verteilen (Bäckereien, Tierfutterhandel, Tierärzte,
    etc.)
    Lokale Presse informieren ggf. selbst einen Artikel
    verfassen und bei Zeitungen, Gemeindeblättern, etc
    vorstellen.
  4. Kastenfallen und Transportboxen besorgen.
  5. Fallen aufstellen und nie unbeobachtet stehen
    lassen. Viel Zeit mitbringen! Die Sache wird ungemein
    erleichtert, wenn man schon vorher einen Futterplatz
    eingerichtet hat und die Tiere angefüttert sind.
  6. Tiere fangen, zum Arzt bringen, behandeln lassen und
    wieder zurückbringen. (Die Tiere, die in den ersten
    Lebenswochen nicht auf den Menschen geprägt sind werden
    in aller Regel nie richtig zutraulich und können nur
    schwer vermittelt werden.)
    Problem bei der Fangaktion ist: was macht ihr mit
    trächtigen Katzen die in der Falle sitzen? Wieder
    laufen lassen? Ein zweites Mal gehen nur wenige in die
    Falle.
    Trächtig kastrieren? Das bedeutet eine Abtreibung des
    Wurfes und wird m.E. zu Recht von vielen TAen
    abgelehnt. Und ein anderer Aspekt ist noch zu beachten:
    Die kastrierten Kater haben einen schweren Stand, sie
    werden ihr Revier gegen die umherziehenden,
    unkastrierten Artgenossen nicht verteidigen können. Das
    ganze soziale Gefüge in dem Bereich kommt
    durcheinander, was bedeutet, dass dieses Gebiet
    permanent überwacht werden muss und die „Neuen“ immer
    wieder weggefangen werden müssen.
    Du siehst in diesem kurzen Abriss schon: jede Menge
    Arbeit. Und in der Praxis kommt dann noch jede Menge
    Unvorhersehbares dazu.
    Wenn ich dich jetzt nicht abgeschreckt habe und du
    immer noch etwas tun möchtest, kann ich dir nur raten,
    suche dir ein paar Gleichgesinnte und verteilt die
    Aufgaben untereinander. Nehmt Kontakt mit ähnlichen
    Gruppen und Organisationen auf und tauscht euch aus.
    Vielleicht klappt`s ja doch und mündet irgendwann in
    einem gemeinnützigen Verein? Wer weiss?!

Viel Glück!!

Tobleroni

hallo!

das problem kennen jedes jahr alle tierschutzvereine und tierheime in deutschland.
leider tut sich von seiten der behörden wenig, sodass es jedes jahr aufs neue zur katzenflut kommt.

wie du schon schreibst, sieht sich keiner in der lage, euch mit kastrationskostenhilfe oder aufnahme/vermittlungshilfe zu unterstützen. ich mache dir da leider auch keine grossen hoffnungen. ich habe selbst über 10 jahre im tierschutz gearbeitet und kenne diese katzenproblematik. wenn du den tieren helfen möchtest, wirst du das wohl oder übel aus eigener tasche finanzieren müssen. das müssen wir privaten tierschützer alle - die heime sind voll und pleite…

vielleicht guckst du mal auf www.katzenschutzverordnung.de und fragst dort nach, ob die noch einen tipp haben. ansonsten ist es wie schon gesagt traurige realität das jedes jahr millionen katzen auf deutschen strassen unkontrolliert geboren werden und sich niemand wirklich für sie zuständig fühlt. ich würde dir empfehlen, dich an deine kommune zu wenden. frag mal bei der stadt nach, wie die zu strassentieren stehen. gut wäre es auch, wenn du einen bürgerantrag beim stadtrat einreichst. weitere infos dazu findet du auch auf o.g. homepage! das kann wirklich auch langfristig was bringen, wenn die politik sich endlich mal in der verantwortung sieht!!!

ich finde es toll, das du dich den tieren annehmen und helfen möchtest und wünsche dir viel viel geduld, kraft und erfolg. es ist ein hartes business, aber vielleicht könnt ihr ja was bewegen!

Hallo Jule,

schreib doch zunächst mal, w o, also in welcher Gegend
ist dieser Bauernhof und an wen ihre euch inzwischen gewandt habt.

Versuch zunächst weiterhin, die Katzen durch füttern mit dir vertraut zu machen. Wenn ich weiß, wo sich das abspielt, will ich gern versuchen, jemanden zu finden, der vor Ort helfen kann.

Also, ich warte auf deine Antwort.
Liebe Grüße von Regina aus Hamburg

Hallo Jule, von hier aus kann ich dir leider nicht helfen und da ich nicht weiss, wo sich die Samtpfoten befinden, kann ich dir auch niemanden nennen, wer dir eventuell helfen könnte. Geh mal bitte auf die Seite www.katzenherzen.de und versuche dort dein Glück. Vielleicht haben die eine Möglichkeit oder einen Rat.
LG Sylvia

Wie mssten schon wissen, wo das ist, vielleicht können wir Die dann eine Adresse nennen - vielleicht!?
Gruß Rudi

Es wird von Eurer Seite schon unheimlich viel getan, aber ohne Unterstützung vom Tierschutz und/oder einer Kommune ist es beinahe aussichtslos.
Ich spreche insofern aus Erfahrung, als wir eine Zeitlang in einem Industriegebiet 15 (2000 bis 2005) Katzen beherbergt haben, die alle aus einer Familie stammten. Die Ureltern waren nicht einzufangen und so haben wir die Kitten auf eigene Faust „gezähmt“ - trotzdem blieben sie immer anders, als normale Hauskatzen - und dann vermittelt. Das Kastrieren der Kitten war damals unser Bier und unser Tierarzt hat uns nur eine Art Mengenrabatt gegeben. War teuer genug. Jetzt sind die Ureltern tot und die Schwemme hat aufgehört.
Wenn ich an die ganzen Kosten denke, wird mir heute noch schlecht, offensichtlich hat es funktioniert, möchte es aber nicht nochmal machen.
Wir haben von der ganzen Gesellschaft noch 4 (übrig gebliebene / eine ein bissel plemplem / eine epilepsiekrank / und alle bis auf einen (den zuerst scheuesten) nicht übermäßig zutraulich) um uns herum.
Ein Fressgast kommt seit neuestem, den wir irgendwann kastrieren müssen. Aber alle gehen in die Falle und gucken blöd aus der Wäsche, nur er (noch) nicht.
Ich glaube, das mit dem Zeitungsartikel ist das allerbeste und zwar mit einer Aufstellung und Beschreibung der Einzelnen. Vielleicht interessiert sich gleich jemand für ein Exemplar ?
Wir haben unsere Vierfüßler damals in Flugblättern beim Tierarzt „selbst nach Dosenöffnern suchen und reden lassen“ - teils hat auch unsere Katzenhilfe der Region Interessenten geschickt.
Gruß iris
NS der Bauer sollte allerdings auch auf Eurer Seite sein ud zumindest nicht gegen Euch arbeiten.

Moin Jule,
ich kann nichts mehr hinzufügen, es wurde alles gesagt. Bleibt mir nur, dir und den Katzen viel Glück zu wünschen.
Liebe Grüße
flambee38