dass Säugetiere es angenehm finden, wenn sie gestreichtelt werden (falls sie nicht etwas gegen den Streichelnden haben), ist verständlich. Die Jungen schmusen ja auch mit ihrer Mutter oder, je nach Tierart, mit beiden Eltern herum.
Wie aber ist das mit anderen Tierarten, die mehr oder wenig häufig als Haustier gehalten werden? Finden Vögel es wirklich als angenehm, gestreichelt zu werden? Wie ist es mit Schlangen, Fröschen oder anderen nicht-Säugeteren?
dass Säugetiere es angenehm finden, wenn sie gestreichtelt
werden (falls sie nicht etwas gegen den Streichelnden haben),
ist verständlich. Die Jungen schmusen ja auch mit ihrer Mutter
oder, je nach Tierart, mit beiden Eltern herum.
Der Bedarf an Körperkontakt kann auch andere Ursachen als Schmusebedürfnis haben. Warmhalten des Nachwuchses an der Mutter, untereinander, Übertragung des Gruppenduftes etc…
Wie aber ist das mit anderen Tierarten, die mehr oder wenig
häufig als Haustier gehalten werden? Finden Vögel es wirklich
als angenehm, gestreichelt zu werden? Wie ist es mit
Schlangen, Fröschen oder anderen nicht-Säugeteren?
Kurz und knapp kann man wohl sagen dass das Bedürfnis nach Körperkontakt aus der Sozialstruktur erwächst; gibt vielleicht auch andere Ursachen aber ich würde diese als Haupt"ursache" sehen.
Bei soziallebenden höheren Lebewesen (sozial im Sinne einer gesellschaftlichen Struktur die nicht von einer dominierenden Königin etc. diktiert wird) kommen viele Aspekte der Verständigung zum Zuge, zu denen sicher auch Körpersprache und Körperkontakt gehören.
Bestätigung der Zusammengehörigkeit durch Kraulen des Wellensittichpartners und vermitteln des Gefühls der Sicherheit sind zum Beispiel Punkte.
Bei „unsozialen“ Tieren wie Fröschen ist der Körperkontakt eigentlich nur während der Paarungszeiten gegeben und nimmt bei einigen womöglich eine wichtige Rolle ein (Stichwort Fruchtbarkeit…). Ansonsten kommt es zu keinen körperlichen Kontakten der Tiere untereinander, der aus einem Bedürfnis nach Kontakt ansich entsteht. Schildkröten am Sonnenplatz liegen wahrscheinlich auch nur dicht auf- und beieinander weil jeder gerne an den besten Platz möchte.
Hallo,
was Schildkröten anbelangt (ich hatte so ein tristes Tier als Kind) kann ich mich nur erinnern, daß mein Exemplar es zumindest scheinbar mochte über die Kopfhaut gestreichelt zu werden (der Hals wurde immer länger *g*). Kann eine Fehlinterpretation sein aber ich würde bei diesem Tieren im wahrsten Sinne einen „Rückzug“ erwarten, wenn etwas mißfällt.
also wenn ich mir den von mir mal geretteten Nymphensittich ansehe, wie er sich stundenlang von meiner Schwester bekraulen ließ, … Also der kommt von sich aus immer wieder an, reibt seinen Kopf an ihrem Kopf, und wenn er dann am Ohr oder im Nacken gekrault wird, wird der Schabel ganz weit aufgerissen, die Augen gehen zu und dann wird die Sache richtig genossen (und zwar wirklich endlos). Als meine Schwester auszog, war erst mal nichts mehr mit ihm anzufangen, und inzwischen hat er sich jetzt meinen Vater und meinen Bruder ausgesucht, die ihn ständig kraulen sollen.
Als Kind hatte ich selbst mal eine Schildkröte, die es ebenfalls liebte, wenn man ihr den Hals kraulte, und die insbesondere am späten Abend immer gerne zu meinem Vater kam und den Kopf dann bei ihm auf den Schuh legte und so noch ein paar Streicheleinheiten einforderte.
Gruß vom Wiz
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Unterschied Einzelhaltung / mehrere Tiere
Hallo Peter,
ich denke man darf das so pauschal nicht sagen. Ein einzeln gehaltener Nymphensittich (nicht artgerecht) wird sich zwangsweise irgendwann seinem Menschen zuwenden, da er das soziale Verhältnis zu seinen Artgenossne vermisst und den Menschen als Ersatz annimmt. Ebenso einzeln gehaltene Wellensittiche und andere Vögel.
Sind artgerecht gehaltene Vögel zahm nud lassen sich kraulen, dann kann man davon ausgehen, daß sie es „aus freien Stücken“ und ohne psychologischen Zwang genießen. Sie haben ja Artgenossen, die sie auf ihre Art liebkosen und kraulen, der Kontakt zum Menschen kommt zusätzlich dazu.
vor einer Weile gab’s (wiedermal) einen Bericht über Haie (die ja doch eher selten als Haustiere gehalten werden) - auch die scheinen Kraulen als durchaus angenehm zu empfinden - anders lassen sich die Bilder eines 2,5-m-Raubfisches, der genüßlich den Kopf an den Oberschenkel eines Tauchers legt und sich ausgiebig schmusen läßt, nicht erklären.
Eine mögliche Erklärung wäre natürlich, daß die Fische denken, daß ein Taucher eine Variante zum Thema Putzerfisch ist - aber das Verhalten unterscheidet sich doch.
Ich kann jetzt nur von Hühner sagen. Hühner hassen es regelrecht gestreichelt oder gefangen zu werden (insbesondere Hähne). Ich glaube manchmal das sie es nicht mögen weil wir dann ihr gefieder durcheinander machen. Es gibt zwar Hühner (also Vögel) die es mögen aber der großteil ist davon nicht so begeistert.
meine 4 Degus (mit Meerschweinchen verwandte Nager) sind extrem sozial, sehr neugierig, lassen sich aber nur von Ihresgleichen beknabbern. Streicheln mögen sie garnicht. Soweit ich von anderen Haltern Erfahrungen habe, lassen sich auch dort nur einzelen Tiere streicheln, und auch dann nur wenn sie Lust haben. Also offensichtlich lassen sich zunmindest nicht alle sozialen Säuger gern streicheln.
Grüß Dich Peter,
nach meinen privat gesammelten Erkentnissen mit Schlangen, Echsen, Spinnentieren aller Art, Hunden, Ratten, Vögeln etc. etc. kann ich berichten daß:
Säugetierarten abgesehen von Chinchillas in der Regel es recht gern haben geschmust zu werden auch wenn man wie ich sie in Familienverbänden gehalten hat.( Ach ja entweder im Familienverband oder ich laß die Finger von nem Tier das am Rande)( Gehaltene Säugetiere: Mäuse, Ratten, Frettchen, Degus, Chinchillas, Hunde)
Bei Vögeln sieht die Sache etwas anders aus. Einzelgehaltene Tiere sind sehr anschmiegsam da sie uns als Partnerersatz ansehen. Bei einer Gruppenhaltung kommt es durchaus zu guten Kontakten jedoch zeigen die Tiere eine Innerartliche Verbundenheit die sich schwer auf den Mensch überträgt. Zutraulich ja aber nicht so sehr wie bei Einzelhaltung( Gehaltene Vögel(Nymphen/ Wellen/ Ziegensittich)
Bei Echsen konnte ich erleben daß bei Leguanen durchaus Kontaktbereitschaft vorhanden ist, diese jedoch lange braucht bis sie aufkeimt. Zumindest Handzahm werden die meisten und sie wissen wer das Futter bringt. Zum Verhaltensrepertoir der Echsen gehört aber kein direkter Körperkontakt wie wir ihn verstehen sondern ein Kontaktliegen ums ich ggfs. zu wären. Ist genügend wärme vorhanden ziehen es die Tiere vor alleine zu sitzen. Bei Kleinechsen sieht es anders aus. Hier findet fast kein Kontakt mit dem Mensch statt. Ausnahme hier Bartagamen.(In 8 Jahren Terraristik hielt ich vom Hausgecko bis zum Leguan so manche Echse)
Bei Schlangen gibt es eine Verbindung zum Mensch. Sie scheinen den Kontakt nach abbau der Angst vor ihm zu mögen. Manche Schlangen aber bleiben wild. Bei Klapperschlangen ist es mit Schmusen aus logischen Gründen unmöglich.
Spinnen und Skorpione sehen uns als eine Art Baum an und klettern halt darauf rum. Bei Gefahr kommt es zum Biss/ Stich, also nix mit Empfinden sondern reine Futterumschau.
So mehr Tiere hielt ich nicht. Langt das???
Gruß Steffen
das glaube ich Dir auch. Meine Schafe lassen sich auch für Ihr Leben gerne die Ohren massieren aber ich würde es nicht als ein tiefes Bedürfnis sehen. Ansonsten hätte mir irgendwann mal ein Schafspärchen auffallen sollen das sich irgendwie an die Ohren geht
Dabei fällt mir grade ein: Vielleicht hat das ja ausser mir noch jemand mal beobachtet. Eine Schafherde von ca. 600 Muttermähs + Böcke und Lämmer liegt in einer kalten Winternacht NIE dicht beieinander um sich zu wärmen oder so; wie manche meinen. OK, die kleinen Lämmer zusammen und an der Mama aber das gibt sich mit dem Erwachsenwerden auch. Ansonsten sehe ich Körperkontakt bei denen bloß beim Stoßen , Decken und den Versuchen sich am Nachbar zu schubbern wenn nichts anderes da ist…
JD
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