Tierische Brummschleife

Hallo Experten,

ich bin Hobbymusiker. In letzter Zeit habe ich Probleme mit einer Brummschleife, die wohl anscheinend vom Mischpult kommt (das Pult geht in den Line-in-Eingang der PC-Soundkarte). Der Witz ist: Je später die Uhrzeit, desto intensiver wird die Brummschleife. Wenn ich tagsüber aufnehme, habe ich einen Eingangspegel von ca. -32dB bei 50% offenem Line-in, momentan sind es um die -22dB (brummt wie Hund).

Das Equipment und der PC arbeiten jeweils an zwei verschiedenen Steckdosen. Allerdings sind meine Steckdosen „klassisch genullt“.

Kann es -vielleicht- sein, das evtl. die Geräte/Verbraucher der Nachbarn (6 Parteien) über die Stromleitung diese Störungen verursachen können (irgendeine Art von Stör-Einstreuungen in´s Haus-Stromnetz)? Wie gesagt, je später der Abend (und je mehr Strom im Haus verbraucht wird), desto intensiver wird die Brummschleife. Meine Audio-Verkabelungen sind zu 100% in Ordnung.

Kann mir jemand weiterhelfen?

Ciao + danke.

Hallo Stefan,

wie die Brummschleifen nun genau bei Dir entstehen kann wohl kaum jemand erraten. Da muss man schon vor Ort messen.

Grundsätzlich entstehen Brummschleifen immer(!) dann, wenn zwei mit unsymmetrischen Leitungen (Cinch, Stereo-Klinke, wie bei Dir) verkabelte Geräte beide an Schutzerde angeschlossen sind. Je nach Art der Brummquelle kann man nur mehr oder weniger Glück haben, es aber nicht verhindern.

Abhilfe: Nur eins der Geräte an Schutzerde, also Trenntrafo: Ich weiß nicht, ob das überhaupt zulässig ist(!!!). Am besten das Mischpult, das nimmt wenig Leistung auf. Ist ein anderes Gerät an Schutzerde, eine PA oder so?

Oder die Verbindung symmetrisch machen. Hochwertige Soundkarten sollten das können, Dein Mischpult auch. (Meine selbsgebauten AD-Wandler können es auch).

Mit Brummschleifen befasse ich mich zurzeit auch. Allerdings sehe ich zu, dass sie für meine Messungen bei

Ich weiss zwar nicht, wie das Haus hier verkabelt ist, aber wenn mein Eequipment über ein Verlängerungskabel im Schlafzimmer angeschlossen wird, ist das brummen zu 100% eliminiert. Hab´s davor an einer anderen Studio-Steckdose probiert, aber da war das Brummen noch stärker als an der ursprünglichen Dose…

Trotzdem danke!

Grüsse

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Stefan,

Das Equipment und der PC arbeiten jeweils an zwei
verschiedenen Steckdosen. Allerdings sind meine Steckdosen
„klassisch genullt“.

Wenn die Steckdosen genullt sind, ist das Brummen normal. Du mußt bedenken, dass durch den Laststrom im Netz erhebliche Potentialdifferenzen zwischen Nullleitern beider Steckdosen und damit auch zwischen den Gerätemassen auftreten. Diese treten dann auch direkt als Störspannung im Audiosignal auf.
mögliche Abhilfe:

  1. Schutzleiter von einer genullten Steckdose trennen (nicht empfehlenswert) oder
  2. Equipment immer nur an einer Steckdose betreiben oder
  3. Trennübertrager im Audio-Signalweg verwenden, wie in der Studiotechnik üblich.

Kann es -vielleicht- sein, das evtl. die Geräte/Verbraucher
der Nachbarn (6 Parteien) über die Stromleitung diese
Störungen verursachen können (irgendeine Art von
Stör-Einstreuungen in´s Haus-Stromnetz)? Wie gesagt, je später
der Abend (und je mehr Strom im Haus verbraucht wird), desto
intensiver wird die Brummschleife. Meine Audio-Verkabelungen
sind zu 100% in Ordnung.

Es ist eben der normale Laststrom, der durch den Nullleiter fließt. Dafür ist der N-Leiter ja da und deshalb kann man nicht von einer Störung sprechen.

Jörg

Hi Stef!
Besorg Dir einen Trenntrafo 240V/240V und packe ein kapzitive Filterschaltung zwischen die Erden. An son Trafo kannst Du nur nicht sooo wahnsinnig viel Leistung(2-3kw) hängen, aber Netzbrummen hörst Du nie wieder.`
Finanzaufwand ca.100oiro. Arbeitszeit 10min.
Bastelkram http://www.reichelt.de
gruß, Marcus

DI-box dazwischen
Hallo Stefan,

dein Pult ist geerdet = muss so sein, wg. Mikrophonen usw.

Dein Rechner ist geerdet = muss so wein wg. Schaltnetzteil und elektrischer Sicherheit

Damit hast Du aber die „klassische“ Brummschleife. Klassische Lösung: DI-Box in die Leitung. Und die Soundkarte an einen „normalen“ Eingang. Ruhe ist.

gruß

Stefan