Tierischer Schabernack

Hai, Viecher-Besitzer,

da steht doch im dieswöchigen Spiegel ein Artikel über den Humor der Tiere - und das jetzt ein Wissenschaftler ernsthaft die Überlegung in Erwägung zieht, daß Tiere Humor haben könnten…
…und mir standen sofort diverse Aktionen diverser Hausgenossen ein, die für mich völlig eindeutig tierischen Schabernack darstellen…

Zwei Beispiele aus dem Artikel: Delphine „schleichen“ sich an auf dem Wasser ruhende Möwen an und ziehen sie am Bein kurz mal unter die Oberfläche…
Verschiedene Tiere lieben es, sinnlos irgendwo runterzurutschen: Krähen, Keas, Robben, Otter, Bären und selbst Büffel soll man schon bei absichtlichen Schlitterpartien beobachtet haben…
Der Kater einer Freundin liebte es, deren Freund zu ärgern - obwohl es ihm sehr verboten war, auf den Plattenspieler zu springen und er sich bei ihr auch dran hielt, brauchte ihr Freund nur eine Platte aufzulegen und sich hinzusetzen - schwupps - saß der Kater auf der Platte und ließ sich drehen - ein Auge immer auf den Typen, weil ja gleich die lustige Jagd begann, bei der der Kater immer gerade so schnell lief, daß der Typ ihn nicht erwischte. Blieb der Typ erschöpft stehen, setzte sich der Kater provokant gerade außerhalb der Reichweite hin und begann sich zu putzen…
Der Kater meiner Schwägerin hat von ihrem Mann „Erschrecken“ gelernt - läuft man bei denen übers Gelände, kann es einem nicht nur passieren, daß hinter irgendeiner Ecke ein ausgewachsener Mann, oder ein halbwüchsiges Mädchen entgegenspringt und „BUUUHH“ macht, nein, es kann auch ein kleiner Kater sein, der mit weit ausgestreckten Vorderläufen aus einer Ecke gehopst kommt und einen erschreckt…

Und nun ihr: welche Anekdoten habt ihr auf Lager, in denen es um Tiere geht, die Schabernack um des Schabernacks willen treiben?

Fragt Euch grüßenderweise
Sibylle

Hallo Sibylle,

unser Hund hat mal aus einer Einkaufstüte eine Portion Käse genommen, den er aber nicht mochte, wir haben die Reste nach einiger Zeit unter dem Sofa gefunden.

Unsere Krähe hat unserem Hund oft Futter gestohlen, dieses dann im Garten vergraben und Blätter drauf gelegt, damit wir´s nicht merken,

Gruß Volker

Unser Hund „zwickt“ meinem Papa in den Bauch… Papa sitzt im Sessel und balgt mit dem Hund, dieser kneift ihn, nur mit den Vorderzähnen(!!!) in den Bauch und haut dann ab. Sehr spaßig für alle, inzwischen sogar fast für Papa :wink:

Morgen allerseits,
der Labrador meiner Kollegin hat die Angewohnheit bei Schnee sich
oben auf den Hügel/Berg auf den Bauch zu legen und ihn von Anfang bis
Ende runterzurodeln! Das wird dann auch gerne öfters praktiziert!
Also er ist ein absoluter Rodelfan!

Ansonsten gibt es bestimmt noch mehr zu erzählen, vieles weiß ich
aber auch nicht mehr, denn oft geht man ja von Zufällen aus!
Außer es zählt auch, daß mein Hund beim Ballspiel meistens das
„Bringen“ übergeht, habe ich allerdings mal die Taschen voller
Leckerlis klappt das wie geschmiert, auch wenn er vorher nicht
mitbekam, daß ich mir die Taschen vollstopfte!

LG
Misa

Hallo, hallo,

also, meine Kaninchen dürfen NICHT die Raufaser an der Wand fressen.
Sie wissen das! Es kommt vor, dass mein Rammler Aufstellung vor einer Wand nimmt, mit dem Maul sich der Raufaser nähert, sich rum dreht um zu schauen ob ich auch ja schaue und dann vorsichtig an der Wand knabbert. Erwartungsgemäß stürme ich dann auf ihn los mit dem übliche ‚NEIN‘ auf dem Lippen. Er läßt dann sofort die Wand in Ruhe, hüpft vor Freude in die Luft, dreht sich ganz Kaninchen 1x um sich selbst und will dann mit mir fangen spielen. Was ich natürlich brav mitmache :open_mouth:)

LG, Elke

Holla.

Und nun ihr: welche Anekdoten habt ihr auf Lager, in denen es
um Tiere geht, die Schabernack um des Schabernacks willen
treiben?

Der Wellensittich meiner Schwester beherrschte die Nummer mit dem Plattenspieler auch. Drauf auf den Plattenteller, Karussell fahren und dabei mit dem Kopf genucken wie bescheuert. War der Tonarm drauf, kam noch Hürdenlauf dazu. Und das Viech konnte den Plattenspieler auch selbst anschmeißen, wenn gerade kein Mensch zur Hand war - mit dem Schnabel zog er den Hebel zurück, bis sich der Teller drehte …

Kater liebte es, mit der Vorderpfote durch die Beine des Dosenöffners nach dem Fressnapf zu angeln, wenn der Napf gerade gefüllt war … vorzugsweise dann, wenn man gerade das Nassfutter einfüllte. Was in einem Fleck auf dem Fußboden endete.

Der gleiche Gangster machte sich zur Gewohnheit - in unserem Dorf wurden die Straßenlampen um 23 Uhr abgeschaltet - in stockdunkler Nacht zur Haustür zu schleichen und den Heimkommenden, der gerade die Tür aufschloss, mit einem unerwarteten „WÄÄÄAU“ zu erfreuen. Normalerweise meldete er sich frühzeitig, damit man ihn nicht aussporr; nur bei ägyptischer Finsternis … siehe vor.

Große Freude auch, als er eines schönen Tages seine Jagdbeute in den Briefkasten praktizor. Weiß der Henker, wie er das schaffte; jedenfalls grinste eine putzmuntere Maus die Hausherrin an, die darob einen entsprechenden Freudenschrei losließ.

Um mit Flohhalsbändern fertig zu werden, hatte er auch seine eigene Methode. Schnallte man das Ding halbwegs stramm (durchaus nicht zu stramm!), legte er sich auf den Rücken und röchelte zum Gotterbarmen. Also ein Loch weniger, und er wars zufrieden, ging auf Tournee und kam ohne Halsband wieder. Eines Tages kam ich ihm auf die Schliche : Er ging zu einem passenden Busch und bewegte sich rückwärts auf einen bestimmten Ast zu, solange, bis das Halsband am Ast hing - dann Vorwärtsgang rein und Halsband weg. Ich fand an besagtem Ast vier Halsbänder, säuberlich aufgereiht.

Wenn gerade Sauregurkenzeit war, verging er sich gern auf dem Kinderspielplatz an der Wippe. Mitten drauf gesetzt und Gewicht verlagert, immer schön hin und her. POFF-POFF-POFF-POFF … natürlich bevorzugt vor der Morgendämmerung. #*&%$!

Zu jener Zeit spielte Onkel Eillicht noch aktiv Fußball, was in der Woche zweimaliges Training bedeutete. Normalerweise war so gegen 22 Uhr Schulz, was Kater unkommentoren ließ. Wurde es später, weil noch Betränke um Konsumption gebettelt hatten, beglitt mich Kater die letzten 300 Meter nach Hause. Natürlich nicht etwa schweigend, o nein. Ich hatte einen im Tee, und Kater sang schmutzige Lieder, damit auch ja die ganze Straße wusste, dass es was zu schlabbern gegeben hatte.

Gruß Eillicht zu Vensre

Hai,

da fällt mir ja noch ein eigener Schabernackling ein: der letzte Hündin, die ich hatte.
Ich ging eines Tages mit ihr im Grunewald spazieren - ohne Leine, da sie (noch) panische Angst vor der Leine hatte, immer auf’s Wort gehorchte und nicht jagte…
Wir traben so an einem Waldspielplatz (ein häßliches Ding mit einem verkommenen Buddelkasten, zwei gefällten Bäumen und einer ca. 6m hohen Rutsche aus Stahlrohr) lang, da ist plötzlich mein Hund weg … einfach weg … wie vom Erdboden verschwunden …
Ich ruf und ruf - mein sonst so gehorsamer Hund kommt nicht, statt dessen taucht der Förster auf (oh-oh)…
Ich ruf fast schon verzweifelt meinen Hund, der Förster textet mich zu, von wegen „… wildernder Hund … erschießen …“ *gulp* da macht es „WUFF“ (mit dem deutlichen Unterton „Ey, blinde Nuß, hier bin ich“) ich dreh mich um und bin ausgesprochen irritiert - kam das „Wuff“ doch von oben
Und was ist? Mein Hund steht, über’s ganze Gesicht grinsend, oben auf der Rutsche und - kaum fällt mein Blick auf sie - rutscht, mit in der Luft wild rührendem Schwanz, die ewig lange Rutsche runter, flitzt wieder zur Leiter, klettert hoch und rutscht wieder…
(der Förster war übrigens keine Gefahr mehr - der konnte sich vor Lachen kaum noch aufrecht halten)

Danach bin ich dann öfter mit ihr zu Spielplätzen gegangen, damit sie rutschen kann.

Gruß
Sibylle

Hallo tierliebhaber,

das meine Katze riesig wisst ihr bestimmt aus meinem Beitrag weiter unten. Mein Katerle bekommt so eigentlich morgens um 7.00 sein erstes futter wenn ich aufstehe. Am wochenende will ich aber schlafen. Also springt um Punkt 7.oo Uhr ein sehr schwerer Kater auf meinen Bauch und springt schnell weg. Anfangs war ich natürlich sofort wach und nach längerem Hin und Her habe ich ihm eben dann Futter gegeben. Also hab ich mir ein paar Tage später überlegt einfach so zu tun als würde ich seinen dicken Hintern auf meinem Bauch nicht bemerken. Nun gut, er scheint nicht dumm zu sein und bleibt denn einfach dort sitzen und starrt mich an. Ich öffne meine Augen (großer Fehler) und er beginnt sein Spring-drauf-spring-runter Spiel von vorne.
Nochmal eine Woche später überlege ich mir nicht die Augen auf zumachen da er ja sonst bemerkt das ich wach geworden bin. Er bleibt beharrlich eine sehr lange Zeit auf mir sitzen. Eigentlich bin ich schon hellwach, denke mir aber wenn ich es ein paar mal aushalte,gewöhnt er sich daran und lässt mich an den wochenenden in ruhe.Aber nein! Auf einmal spüre ich wie er mit seinem rauhen Züngchen über meine Augen leckt.Wobei natürlich meine Augenlider nach oben gezogen werden. Tja, Frauchen hat die Augen auf, Rauf-Runter-Spiel könnte jetzt wirksam sein. Ich musste so lachen, das ich natürlich wach war und ihm Futter gegeben habe.
So, nun habe ich mir überlegt mich auf die Seite zu legen und zu schlafen indem ich mir die Decke über den Kopf ziehe. Dann kann er nicht auf mich drauf springen und mir über die Augen lecken.
Aber mein Kater hat nun die absolute Krönung gebracht:
Er scharrt an der Decke das sie von meinem Kopf rutscht (ich versuche krampfhaft so zu tun als würde ich nichts bemerken), besitzt die Frechheit sich AUF meinen Kopf zu setzten und mich von oben herab anzustarren!ich habe es ganz genau gespürt! Ich habe so lachen müssen, das er mit seinen Krallen von meinem Gesicht runterrutschte.

Tja seitdem sehe ich die Spuren in meinem Gesicht und stehe jeden Morgen um 7 auf und gebe ihm sein Futter. Danach lege ich mich wieder schlafen.

Ach ja…ich habe keine schlafzimmertür! Habe eine studiowohnung!

Liebe Grüße LILI

Servus!

also, meine Kaninchen dürfen NICHT die Raufaser an der Wand
fressen.

Setze ein: Teppich.

Sie wissen das!

Unsre auch. Besonders unser Rammler läßt´s aber nicht nur beim „Sieht er auch wirklich her?“ und anschließender Schadenfreude.
Manchmal spurtet er dann unter´s Sofa. Muß dazu sagen, wir haben den achso kostbaren Sisal mit billigen Vorlegern tapeziert, die können zerfressen werden, gibt halt nur immer ne Riesen Sauerei.
Bobo also unters Sofa, dreht sich um, streckt die Schnauze raus und knabbert ruhig weiter… LMAA, will der mich verarschen? Ich also hin und ihn verscheucht. Bloß, was machen, wenn ich mal nicht im Wohnzimmer bin? Also Holz besorgt, richtig dicke Äste, und die auf Bodos Lieblingsstellen gelegt, wo auch schon wieder der Sisal in Gefahr war (der Vorleger ist stellenweise schon wieder verschwunden)
Bodo markiert den Starken: Die Äste sind bestimmt so schwer wie er selber, wenn nicht mehr, aber der Racker schafft´s und hieft das Holz zur Seite, um dann (ohne Verschnaufen!) sich wieder dem Teppich zu widmen…

Jutta, unser Mädchen, sieht sich das Ganze meist in aller Ruhe aus der Ferne an. Gibt der Streichalautomat dann auf, gesellt sie sich zu ihrem Freund und macht munter mit beim Teppichvernichten…

Was ganz gut wirkt, um beide wieder unterm Sofa rauszuholen: Sich flach auf den Boden legen. Dann siegt nämlich bei beiden fast augenblicklich die Neugier und sie kommen, um Gulliver zu beschnuppern. Bodo kann dabei richtig rabiat werden: Ohne Stupsen geht bei ihm Schnüffeln überhaupt nicht, und wenn er dann ne Stelle gefunden hat, die sein besonderes Interesse hervorruft, kommt auch schon mal ein Geschmackstest vor. Tut richtig gut, so unverhofft in den Bauch oder Arm gebissen zu werden! Vor allem, wenn der Schmerz nachläßt…

VG
Christian