weiter unten habe ich beschrieben, dass meine Thaikatze im Alter von 11 Jahren am Montag leider eingeschläfert werden musste.
Ich habe jetzt mal einen Humanmediziner dazu befragt. Er konnte natürlich mit den genauen Werten nichts anfangen und nur im Bezug auf die Referenzwerte diagnostizieren, seine Aussage war aber, dass die Katze weder an Krebs noch direkt an der Anämie verstorben wäre.
Aufgrund der gezeigten Symptomatik und der Blutuntersuchung geht er mit 99%iger Sicherheit davon aus, dass die Katze schlicht und einfach einen hyperglykämischen Schock erlitten hat. Also total überzuckert war und schon am Dienstag umgehend mit Insulin hätte behandelt werden müssen.
Krebs schließt er aufgrund einer Differentialdiagnose aus. Die Anämie sieht er als Folge einer gestörten Funktion der Nieren in Folge der verminderten Flüssigkeitsaufnahme in Folge des Übergebens als Folge der Überlkeit bei einer Hyperglykämie.
Tatsächlich war es so, dass die Katze einen riesen Durst hatte, soviel wie sie wollte aber nicht trinken konnte.
Krebs passt zumindest im späteren Stadium nicht ins Blutbild. Kann zumindest als Todesursache also ausgeschlossen werden.
Er meinte, die Wahrscheinlichkeit eine Katze in dem Stadium mit Insulin abzuschiessen, wäre zwar hoch gewesen, aber dennoch hätte es keine andere Option gegeben.
Kann man irgendwie gegen die behandelnde Tierklinik bzw. die behandelnde Tierärztin in der Klinik vorgehen?
Erfüllt das vielleicht sogar den Tatbestand der Tierquälerei?
Guten Morgen Thorsten,
sollte es wirklich der Fall sein, das eine Katze wegen Diabetes einfach eingeschläfert wird und eine Fehldiagnose gestellt wurde, würde ich mich mal bei der Tierärztekammer schlau machen.
Andernfalls bleibt Dir nur der Weg zum Rechtsanwalt.
Grüße
Margit
Hallo Thorsten,
hat Dein Bekannter auch berücksichtigt, dass die kritischen Werte bei der Katze andere sind als beim Menschen? Ich meine der Glokusewert ist ja sowieso ein bißchen Höher.
Soweit ich das beurteilen könnte, waren die Nierenwerte schon ziemlich schlecht!
Kennst Du einen anderen Tierarzt, dem Du die Werte zeigen kannst? Der räumlich und von wegen Einfluß etwas weiter weg ist?
Wenn sich Dein Verdacht erhärten sollte würde ich schon die Klinik damit konfrontieren. Das sollte man denen nicht ohne weiteres durchgehen lassen.
Die Frage ist, kann man damit was erreichen?! Naja vielleicht wenigstens soviel, alsdas sie in Zukunft besser aufpassen…
Ich habe auch schon oft bei meinen eigenen Tieren erlebt, dass sich sogar die Tierärzte einer Klinik stark widersprochen haben und im Nachhinein muß ich feststellen, dass die Behandlungen nicht optimal waren!
Du solltest die Werte durch einen weiteren TA / Klinik beurteilen lassen. Falls sich der Verdacht bestätigt solltest du die Tierklinik informieren und Schadenersatz fordern (schriftlich). TAs und Kliniken sind gegen Behandlungsfehler haftpflichtversichert. Stell der Klinik eine angemessene Frist den Fall der Versicherung zu melden. Halten sie die Frist nicht ein, mahne noch mal schriftlich. Stellen sie sich quer geh zum RA.
Davon wird die Katze leider auch nicht mehr lebendig, aber man sollte dann wenigstens keine Kosten haben.