Liebe Experten,
ich habe am Wochenende im vox einen Bericht über Tierkommunikation gesehen, wo unter anderem eine Dame behauptet, telepatisch mit den Tieren Kontakt aufnehmen zu können. Da eine meiner Miezen ständig irgendwo hin pullert (das letzte mal in die Schuhe des Besuchs *peinlich*) und ich fest davon ausgehe, dass es ein psychisches Problem ist, da sie organisch völlig gesund ist, überlege ich, mich an diese Dame zu wenden. Was haltet ihr davon, hat einer von euch Erfahrungen mit sowas?
Hier auch die Site der Anbieterin:
http://www.tierkommunikator.com/
Grüße Almut
Hallo,
Wenn Deine Katze in fremder Leute Schuhe pieselt, möchte sie diese mit einem vertrauten Geruch belegen - der fremde Geruch verunsichert sie. Für diese Unsicherheit kann es verschiedene Gründe geben. Vielleicht ist sie eifersüchtig, weil Du sie ignorierst, wenn Besuch da ist. Vielleicht ist sie prinzipiell eher unsicher, oder sehr territorial.
Anstelle von Hypnose und telepathischer Verbindung würde ich eher einen verhaltenstherapeutischen Ansatz empfehlen.
Viele gute Infos zum Thema findest Du in diesem Buch:
Miez Miez - na komm. Artgerechte Katzenhaltung in der Wohnung
von Sabine Schroll
ISBN 3899061071 Buch anschauen
Die Autorin hat auch eine Webseite mit Forum, vielleicht möchtest Du mal vorbeischauen:
Gruß,
Myriam
Hi!
Also ich habe (zum Glück nicht selber) folgende Erfahrung gemacht: Meine Freundin hat drei Hunde und zwei Katzen. Der eine Hund ist ziemlich krank, hat ab und zu Anfälle, d.h. er kann sich nicht mehr auf den Beinen halten und fällt einfach um und ist dann einer Ohnmacht nahe. Irgendetwas mit dem Blut ist nicht in Ordnung. Das hat sie auch in der Tierklinik abklären lassen.
Dann aber haben wir an einer Messe eine Tierkommunikatorin kennengelernt. Diese machte so ziemlich dasselbe wie „deine“. Verlangt für drei(!) Sessionen hat sie 200 Franken. (Das sind glaub ich so um die 120 - 150 Euro)Meine Freundin musste die Kommunikatorin auf eine nochmals teure Nr. anrufen, nachdem sie ihr ein Bild des Hundes geschickt hatte.
Nicht um die Kommunikatorin in die Irre zu leiten, aber doch um herauszufinden, was sie kann, hat meine Freundin absichtlich verschwiegen, dass noch andere Hunde und Katzen im Haushalt leben und dass der Hund krank ist. Sie hat aber nichts falsches erzählt! Nur Dinge verschwiegen. Die Kommunikatorin fragte sie nämlich zuerst systematisch aus, und meine Freundin gab auch Auskunft, nur verschwieg sie gewisse Dinge. Die Kommunikatorin behauptete nämlich, dass ihr der Hund mittels telepatischer Verbindung Bilder zusende. So weit so gut.
Das erste, was die Kommunikatorin also gesagt hat: „Ihr Hund mag keine Orangen“ Das hat meine Freundin dann doch etwas verwirrt… natürlich mag ihr Hund keine Orangen, aber man finde mal (eine grosse Anzahl) Hunde, die Orangen mögen! Orangen sind, wie wir wissen, ziemlich sauer! Wir haben festgestellt, dass nur wenige Hunde Orangen mögen… indem wir mit 15 Hunden ausprobiert haben. Genau ein einziger mochte Orangen, die Trefferquote ist also ziemlich gross… Ach ja, und übrigens: wenn ich mich um den Gesundheitszustand meines Hundes sorge: was bringt es mir zu wissen, dass der Hund keine Orangen mag?!
Egal. Weiter fragte meine Freundin dann, wie der Hund sich so fühle. Darauf kam die Antwort: „Ja, doch, sie fühlt sich wohl bei Ihnen, sie mag ausgedehnte Spaziergänge“ Aha. Danke…
Als meine Freundin dann Weiteres wissen wollte, sagte die Kommuikatorin plötzlich: „Ach, wissen Sie, ich glaube ihr Hund ist ein wenig übertragungsfaul, heute sendet er mir nichts mehr… Rufen Sie doch in einer Woche nochmal an…“
Das hat meine Freundin dann auch gemacht, doch dabei kam nichts mehr heraus.
FAZIT: Die „Kommunikatorin“ wusste weder, dass im Haus noch andere Hunde und Katzen lebten (was der Hund ja unbedingt übertragen hätte müssen, denn er ist 20 Stunden am Tag oder noch mehr mit diesen zusammen) und dass sie krank ist, denn der Hund ist oft relativ müde. Ausserdem musste meine Freundin jedes Mal eine teure Nummer wählen, die zusätzlich kostete. Nach dem zweiten Anruf liess sie das ganze dann bleiben… Als wir mit Leuten sprachen, die dieselbe Person zu Rate zogen, haben wir gemerkt, dass in etwa immer dasselbe rauskam. Der mit den Orangen schien sie immer dann zu bringen, wenn die Leute nicht genug über ihr Tier erzählt hatten. Ansonsten flocht sie in die Geschichten, die die Leute ihr vorher über das Tier erzählt hatten noch ein wenig Sentimentales ein… et voilà: Fertig war die „Analyse“!
Ich zweifle nicht daran, dass es durchaus Leute gibt, die telepatische Fähigkeiten haben, aber diese gehörte bestimmt nicht dazu. Ausserdem frage ich mich wirklich, wie eine Person, die ein Tier nur von einem Bild her kennt, wissen will, wie es sich fühlt etc.
Ich an deiner Stelle, würde lieber zu einem ausgezeichneten Tierpsychiater o.Ä. gehen, der einen guten(!) Ruf besitzt und das Tier sehen will.
Lieber Gruss, Semiramis
Habe den Bericht ebenfalls gesehen. Ich halte die telepathische Tierkommunikation für Scharlatanerei! Die Frau will nur Geld machen. Ich glaube nicht, dass sie in „Bildsprache“ mit den Tieren reden kann. Die Diagnose und die Therapie, die sie angeboten hat, waren ok, sie verläßt sich da ja hauptsächlich auf Homöopathie und Bachblüten. Allerdings wird diese Bildsprachen-Kommunikation einen großen Teil des Preises ausmachen und daher unangemessen teuer sein!! Die Tipps, die sie gegeben hat, hätte auch ich geben können. Und zwar ohne Bildsprache. Das ist Quatsch!
Wende dich an einen Tierheilpraktiker, der kann dir ebenfalls hömoöpathische Mittel empfehlen oder eine Bachblütentherapie machen. Oder frage einen Tierpsychologen (wie die Frau in dem Bericht, die die Hunde therapiert hat!). Es gibt auch Tierpsychologen für Katzen.
Diese Leute sind seriöser!
Wirf dein Geld nicht zum Fenster heraus und bezahle es wenn an Leute, die echt Ahnung haben!
Galli
Noch 'ne kurze Anmerkung:
den mit dem „Vegetarismus, Reiki und Meditationserfahrung“ auf der Homepage find’ich besonders gut…
Auch diese tolle kosmische Aufmachung… so richtig überirdisch…
Ich bin seit über 15 Jahren Vegetarierin… aber s’ist mir also noch nie passiert, dass mein Hund mir plötzlich ein Bild von ihm sandte… Was das wohl sein mag… der Hund sieht ja nicht Farben, wie wir sie sehen… ob ich darauf überhaupt was erkenne?!
Liebe Almut 
meine Erfahrungen sind positiv… und arm geworden bin ich dadurch auch nicht *g*
…mail mich einfach an…oder sag, wann Du im Chat bist
Ganz lieben Gruß
Suse
Hallo Suse,
im comunity-chat bin ich jeden Abend ab ca. 20-22 Uhr zu finden.
Danke schön,
Almut
Hallo,
Hallo,
Wenn Deine Katze in fremder Leute Schuhe pieselt, möchte sie
diese mit einem vertrauten Geruch belegen - der fremde Geruch
verunsichert sie. Für diese Unsicherheit kann es verschiedene
Gründe geben. Vielleicht ist sie eifersüchtig, weil Du sie
ignorierst, wenn Besuch da ist. Vielleicht ist sie prinzipiell
eher unsicher, oder sehr territorial.Anstelle von Hypnose und telepathischer Verbindung würde ich
eher einen verhaltenstherapeutischen Ansatz empfehlen.
Ja, aber doch eher bei den Besuchern, die sich mal die Füße waschen sollten (will aber niemenden beleidigen) *grinsgrins*
Gruss
Andreas
Hallo Almut,
ich habe diesen Bericht auch gesehen und war mal wieder sauer, mit welchen Tricks Tierhaltern das Geld aus der Tasche gezogen wird. Ich denke, dass diese Frau sehr gut beobachten und zuhören kann und daraus einfach die richtigen Schlüsse zieht. Und natürlich dem Halter das erzählt, was er/sie hören will. Denn nur darum geht es doch oder?
Durch solche Leute gehen manche mit Ihren oft richtig kranken Tieren nicht zum ordentlichen Arzt und dann wird häufig eine Krankheit/ein Leiden verschleppt. Viele verhaltensauffällige Tiere sind auffällig, weil der Mensch (oder Vorbesitzer) das Tier vermenschlicht oder die tierischen Bedürfnisse nicht kennt oder beachtet bzw. das Tier mißhandelt. In der Sendung wurde auch eine Dame vorgestellt, die sich mit Hunden befaßt hat und die wiederum hat einen guten Eindruck gemacht. Sie hat sich m. E. nach vor allem darum gekümmert, dass der Mensch auf sein Verhalten achtet. So geht es nämlich auch.
In diesem Sinne
viele Grüße
Yvonne
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Liebe Almut,
ich habe die Fernsehreportage auch gesehen, und was mir auffiel: entweder waren die diagnosen falsch (z b das pferd mit den zahnschmerzen)oder die „therapie“ irgendwie fragwürdig (z b das zweite rattenmännchen, da hätte eine beratung doch das schlimmste verhindern können). therapiert wurde sonst nur mit bachblüten (das ist ok, nichts dagegen, wenn es hilft!) - aber doch erfolglos… ich habe überhaupt nichts gegen alternative heilmethoden und ich glaube auch, dass es menschen gibt, die übersinnliche eigenschaften haben. aber diese leute muss man sich besonders gut anshcauen. und was spricht dagegen, mit deiner katze zu einem in naturheilverfahren fitten und in tierpsychologie ausgebildeten experten zu gehen? viele tierärzte können das, man muss sich halt erkundigen. es muss nicht immer ein diplom sein, aber das meiste wissen fällt eben nicht vom himmel oder wird einem durch vegetarisches essen in den schoß gelegt… die andere tiertrainerin in der sendung hat sich übrigens auf ihr verhaltensterapeutisches wissen verlassen und - so kam es zumindest rüber - mit erfolg einen hund nach dem anderen behandelt…
viel glück, lass dich nicht für dumm verkaufen!
monika
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