Hallo!
Ich habe gestern mit jemandem gesprochen, der vorhat, sich mit einer Tierpension selbstständig zu machen. Sie ist 50 Jahre alt und seit längerem arbeitslos.Sie sucht nun ca. 4 Leute, die mit ihr gemeinsam die Sache in Angriff nehmen. Sie selber hat leider kein Kapital, aber das Arbeitsamt hat ihr zu diesem Schritt geraten. Im Prinzip würde ich da ja schon gerne mitmachen. Nur frage ich mich, wie wir das finanzieren sollen.Und ob die Sache nicht vielleicht doch zu utopisch klingt.Es müsste nämlich auch erstmal ein entsprechendes Gebäude gesucht werden. Meint ihr, wir hätten da eine Chance mit der Idee?
Cu, Brigitte
viel kann ich dazu nicht sagen, ich weiss ja nicht in welchem Umfang Deine Bekannte dies aufziehen will, aber mit insgesamt 5 Personen die am Gewinn beteiligt sehen sehe ich da nicht viel Einnahmen pro Person. Ich würde sowas max. zu zweit aufziehen, zumindest am Anfang und gegebenenfalls einen Geldgeber suchen. Die Preise bei Tierpensionen die ich kenne liegen bei Katzen so zwischen 5 - 10 Euro und bei Hunden 7-15 Euro pro Tag, um davon leben zu können müsste man schon gut gebucht sein. Kommt ja auch auf die Laage an, in der Stadt oder Stadtnähe oder ländlich? Gibts ja einiges zu beachten.
Viel Glück dabei.
Hallo,
Sie sucht nun ca. 4 Leute,
zuviel für den Anfang. Was hat sie denn konkret im Sinn?
die mit ihr gemeinsam die Sache in Angriff nehmen.
Natürlich kann man eine angehende Tierheilpraktikerin dafür gut gebrauchen, muss man vermutlich auch.
Sie selber
hat leider kein Kapital, aber das Arbeitsamt hat ihr zu diesem
Schritt geraten.
Das ist klar, denn die Agentur für Arbeit ist selbst pleite.
Im Prinzip würde ich da ja schon gerne
mitmachen. Nur frage ich mich, wie wir das finanzieren
sollen.Und ob die Sache nicht vielleicht doch zu utopisch
klingt.Es müsste nämlich auch erstmal ein entsprechendes
Gebäude gesucht werden. Meint ihr, wir hätten da eine Chance
mit der Idee?
Nein, sorry…
Viele Grüße
Diana
PS: es sei denn, ihr bringt doch soviel Eigenkapital auf, um wenigstens die Einrichtung selbst so zu gestalten, das sich eventuelle Kunden davon überzeugen können, das ihr Tier gut aufgehoben ist und findet ein Gebäude, das so horrende Mietkosten nicht hat, im Grünen liegt und dann auch noch nicht allzu weit entfernt einer Großstadt.
Hallo Brigitte,
den vorstehenden Postings kann ich nicht viel zufügen. Mir stellt sich nur die Frage, warum 4 Personen gesucht werden?? Weiterhin solltet ihr euch mit den unbedingten Vorarbeiten befassen. Wenn es bei dem Projekt nicht klappt, kannst du aber bei anderen Projekten davon profitieren und dir schneller ein Bild machen, ob eine Sache/Selbstständigkeit sich lohnt. Dazu schaut mal bitte unter:
http://www.ihk-nordwestfalen.de/existenzgruendung/do…
Dort sind einige der wichtigsten Schritte dargestellt. Sorge auch bitte für deine persönliche Qualifikation zur Unternehmensführung durch Seminare o. ä.
Nochmal zu eurem Vorhaben:
Ich braucht ein Gebäude wo ihr eure Pension betreiben könnt. Da dieses wohl nur sehr begrenzt sein kann (also Wohngebiete und bestimmte Gewerbegebiete ausgenommen) ist also die erste Schwierigkeit zu klären, wo kann ich denn etwas mieten, was meinen Anforderungen gerecht wird. Wie wollt ihr denn euren Preis festlegen? Am üblichen Markt oder an eurem Aufwand?? Weiterhin muß der Gewinn ja für 5 reichen! Wie soll das denn gehen? Sind alle nur nebenberuflich??
Also ich kann nur empfhelen, das deine Bekannte das allein macht und Ihr vielleicht als Aushilfe mit dabei seid. Anders wird es nicht gehen. Denn wenn du die reinen Betriebskosten nimmst und dann noch 5 Gehälter (a 2.000 €) zugrunde legst, wie hoch muß den dann die Auslastung sein bzw. wie groß solls denn werden??
Viele Grüße sendet
Martin
Hallo Brigitte,
zunächst erfordert die Anmeldung einer gewerblichen Tierpension gemäß § 11 (1) Tierschutzgesetz einen Sachkundenachweis.
Selbst wenn dieser „Jemand“ die Sachkunde nachweisen kann, dann wird es ein Problem werden, die zur Finanzierung benötigten „Partner“ zu finden, ganz abgesehen davon, dass diese Partner den „Jemand“ ja vorfinanzieren müssen, zumindest solange, bis das Gewerbe einen für alle Beteiligten ausreichenden Gewinn abwirft.
Natürlich kann eine solche Partnerschaft unter „Gleichen“ eine sinnvolle Ergänzung sein, insofern unterschiedliche, sich ergänzende Dienstleistungen angeboten werden, bei der jede einzelne Dienstleistung isoliert betrachtet tragfähig ist und man unter „gleich“ einen gleichen Einsatz von Geldmitteln aller Beteiligten versteht.
Wenn eine solche Partnerschaft jedoch mit gegenseitigen Abhängigkeiten verbunden ist, weil nicht alle „gleich“ sind und diese Abhängigkeiten so stark sind, dass die Motivation beeinflusst werden kann, dann wird das Ganze zu einem Fiasko werden.
Sind dann keine haftungsbeschränkenden Maßnahmen in der Zusammenarbeit schriftlich getroffen worden, dann kann dies für alle Beteiligten böse enden.
Einem mittellosen Arbeitslosen den Rat zu erteilen, er solle sich selbständig machen und zur Finanzierung der Gründung geldgebende Partner suchen, ist ein Ratschlag, der fast schon kriminelle Züge aufweist, die unter strafrechtlichen Aspekten zu betrachten sind.
Massiver kann man einen mittellosen Arbeitslosen nicht in die Insolvenz drängen.
MfG
BEBOUB
Hallo!
Ich wollte Euch nochmal berichten: und zwar habe ich gestern die Bekannte zum ersten Mal persönlich getroffen(wir kannten uns sonst nur von Telefon),um über die Idee der Tierpension zusprechen. Die Dame hat allerdings noch überhaupt keine Ahnung, wie man sowas aufzieht! Ich meine, ich habe mich schon länger mit der Thematik beschäftigt, weil ich das selber auch schon vorhatte. Aber alleine ist mir das einfach zuviel und zu unsicher. Im Prinzip wäre ja ein Gemeinschaftsprojekt gar keine schlechte Idee. Aber ganz ehrlich gesagt, scheint mir die Dame als Geschäftpartner nicht wirklich geeignet. Sie setzt nur ihre Tierliebe als Qualifikation vorraus. Und das ist bei weitem zu wenig, denke ich. Da habe ich kein gutes Gefühl bei.