§ 1
Zweck dieses Gesetzes ist es, aus der Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf dessen Leben und Wohlbefinden zu schützen.
Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.
Soweit mir bekannt, ist dieses Gesetz noch gültig. Was aber ist ein vernünftiger Grund, der es rechtfertigt, einem Tier Schaden zuzufügen? Der Appetit des Menschen auf Fleisch wird allgemein als vernünftiger Grund akzeptiert, ein Tier zu töten. Liegt auch ein vernünftiger Tötungsgrund vor, wenn es um die Stützung von Marktpreisen geht? Falls ja, ist das Tierschutzgesetz das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde. Falls nein, beugt unsere Regierung gerade das Recht, indem sie massenhaft Rinder abschlachten lassen will, um Fleischpreise zu stützen.
Wieso schreit niemand auf, wenn sich Bürokraten ihre Rechtsauslegung nach Belieben schnitzen? Bringt man salbungsvoll als „Mitgeschöpfe“ bezeichnete Tiere mit der vorliegenden Begründung um, kann demnächst jeder Penner seinen Hund abstechen, weil er das Geld für Futter sparen will.
Was da passieren soll, halte ich für unvertretbar. Gibt es kein juristisches Mittel gegen diese Irren?
Mit der Bitte um Hinweise auf einen rechtlich gangbaren Weg
Diese Gedanken gingen mir heute auch schon den ganzen Tag durch den Kopf als ich das von der Massentötung in den Nachrichten gehört habe. Da muß ich mich dann echt fragen was das eigentlich für Menschen sind die uns regieren… ich hätte es ja irgendwo noch verstehen können wenn es sich um BSE-Verdachtstiere handelt, aber einfach über die Massentötung von 400000 Rindern (die Zahl muß man sich mal durch den Kopf gehen lassen) zu entscheiden um den Marktpreis zu stützen - es ist einfach unfassbar.
Ist es nur der Marktpreis…
… den es zu stützen gilt?
Ich bin der Auffassung, dass das eigentliche „Verbrechen“ schon im Vorfeld durch die industriemäßige Züchtung von Tieren stattgefunden hat. Mit dem Ergebnis, dass der Konsument von Lebensmitteln sich plötzlich seines Lebens nicht mehr sicher sein kann.
Als das Thema AIDS aufkam, hat sich jeder mehr oder weniger genau überlegt, wie er sich dagegen schützen kann und will. Und da gibt es ja genügend Wege. Aber um das tägliche Aufnehmen von Mahlzeiten kommt keiner herum. Und es stellt sich heraus, dass hier möglicherweise eine neue große - untechnisch gesagt - „Seuche“ der Menschheit droht. Was ist in unseren Lebensmitteln drin? Kein Experte mag die Hand dafür ins Feuer legen, dass das Muskelfleisch von Rindern unbelastet von BSE ist. Sind Tütensuppen von Knorr oder Maggi z.B. gefährlicher? Weil da alles mögliche hineingetan wurde?
Ich bin insbesondere auch im Hinblick auf unsere Kinder dafür, dass eine totale Umstrukturierung im Nahrungsmittelbereich stattfindet, von Aufklärung über die Bestandteile eines Produktes, von einer umfassenden Berichtspflicht gegenüber amtlichen Stellen betreffend die Futtermittel bei der Mast und die Medikamentierung von Masttieren bis hin zur dann leider nicht mehr zu verhindernden Vernichtung von Risikotieren. Auch wenn das vielleicht nicht populär ist.
Schönen Tag noch wünscht bebro
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Ich bin der Auffassung, dass das eigentliche „Verbrechen“
schon im Vorfeld durch die industriemäßige Züchtung von Tieren
stattgefunden hat. Mit dem Ergebnis, dass der Konsument von
Lebensmitteln sich plötzlich seines Lebens nicht mehr sicher
sein kann.
Der Konsument hat sich aber auch nicht sonderlich fuer die Herkunft seines Fleisches interessiert: hauptsache billig (1 Kilo Hackfleisch fuer 4,99 !!)
Aber um das tägliche
Aufnehmen von Mahlzeiten kommt keiner herum.
Aber man kann im Vorfeld die richtigen Produkte waehlen, wenn man gewillt ist, den entsprechenden Preis zu zahlen.
Sind Tütensuppen von Knorr oder Maggi z.B.
gefährlicher? Weil da alles mögliche hineingetan wurde?
Es gibt Listen der E-Nummern etc von Seiten Dritter (Greenpeace,…). Aber die Mehrheit der Bevoelkerung ist einfach zu bequem um sich darum zu kuemmern. Hauptsache schnell und unkompliziert.
Ich bin insbesondere auch im Hinblick auf unsere Kinder dafür,
dass eine totale Umstrukturierung im Nahrungsmittelbereich
stattfindet, von Aufklärung über die Bestandteile eines
Produktes,
Diese Aufklaerung findet bereits teilweise statt (s.o.) aber die wenigsten interessieren sich dafuer.
das ist so, als wenn die EU Autos kaufen würde…
Hi Frank,
auch in bin entsetzt von der sinnlosen Tötung vieler Tiere…
und das nennt sich nun „Krone der Schöpfung“!
Im Vergleich ist das vergleichbar einem Aufkauf von in der EU unbliebten Automodellen…
Der Hersteller verkauft an die EU -auf Kosten der Steuerzahler- damit der Marktpreis wieder stimmt…
klingt schon dämlich…und dabei sind es hier nur Autos!!!
Ayla, der die Lust auf Fleisch endgültig vergangen ist!
Was da passieren soll, halte ich für unvertretbar. Gibt es
kein juristisches Mittel gegen diese Irren?
Hi,
Vielleicht kein juristisches, aber ein probates.
Man könnte leise, aber nachhaltig prostestieren. Jeder von uns. Man könnte Emails an Freunde schicken, damit die Botschaft weiterverbreitet wird. Man könnte E-mails an die zuständigen Bundestagsabgeordneten (www.bundestag.de) senden, bis die Mailbox der MinisterInnen überquillt. Man könnte tierfeindlich eingestellten, profitorientierten Bauernverbänden ein wenig auf die Finger klopfen.
Man könnte auch den Tierschutzbund in seiner Klage gegen diese Regierung unterstützen.
Wer hat denn eigentlich den Schaden, wenn die Rinder einfach am Leben bleiben? Die Bauern? Haben die nicht jahrelang die fetten Subventionen dafür kassiert, dass sie es dorthin gebracht haben, wo wir heute sind? Dann wären jetzt wohl auch Subventionen fürs Gnadenbrot angesagt, oder?
Können wir die Überproduktion wirklich einfach wegkippen wie die Tomaten, die Kartoffeln und den Butterberg? Nein, können wir nicht. Ganz entschieden nicht. Es ist eine Grenze überschritten.
Hier geht es um lebendige Tiere. EU-Recht oder nationales Recht hin oder her.
Stellt euch vor, Gott würde die Tiere eines Tages mit der notwendigen Intelligenz und den notwendigen Werkzeugen ausstatten, und sie zu dem Schluss kommen lassen, dass von den 6 Milliarden Menschen auf der Welt 5 Milliarden zuviel sind. Wehe unseren Kindern und unseren Enkeln, wenn die Tiere dann entsprechend den von den Menschen vorgebenen Analogien handeln.
Das müsste doch genug Mut und Kraft geben, um den Rindermördern das Handwerk zu legen.
Aber abgesehen davon: Wenn man künftig für DM 4.99 statt einem Kilo nur noch 100 g Hackfleisch bekommen würde, würde das auch noch ausreichen, um den täglichen Eiweissbedarf zu decken.Und keiner von uns würde davon ärmer werden.
Bitte seht diesem Wahnsinn nicht sprachlos zu.
Gundel