Hallo Lore
neulich sah ich im Fernsehen, wie sich eine Tiertherapeutin
mit einem Pferd telepathisch unterhielt. D.h. das Tier
berichtete ihr telepathisch, was ihm gefiel, nicht gefiel, wo
Schmerzen auftraten oder wo es- oder wie es sich wohlerfühlen
würde.
Ich will mal ne andere Erfahrung dazwischenwerfen. Ob es wirkliche Telepathie, also „Gedankenlesen“ zu Tieren gibt, bezweifle ich auch solange, bis das Gegenteil bewiesen ist, und das ließe sich ja beweisen. Was ich aber kenne ist starke Empathie, also Mitfühlen. Zwei in meinem Freundeskreis können das und heilen auch bedarfsweise meine fünf Katzen, wenn es nicht gerade ein Zahn ist, der raus muß. Bei Menschen funktioniert das noch viel sicherer. Aber sie gehen nicht herum und erzählen das, es wissen überhaupt nur ganz Wenige. Wir sind jedenfalls in keiner Krankenkasse.
Ich will damit zu bedenken geben, dass man nicht pauschal abwerten sollte, was man nicht genau weiß. Erstens ist unsere skeptische Einstellung sicher mit ein Grund, dass solche Fähigkeiten eher unterdrückt oder verschwiegen werden, denn man will sich ja nicht dem öffentlichen Spott aussetzen. Deshalb gibt es kaum Erfahrungen damit und wir können es nicht wirklich beurteilen. Zweitens würde ich einen Heilungserfolg nicht damit bewerten, wie er erfolgt ist. Wenn jemand behauptete, er könne mit meiner Katze sprechen und sie bekäme dann die richtige Therapie, die nicht teurer sein darf als ohne Therapiegespräch mit ihr, wär das doch ok. Ich sähe nur nicht ein, warum ich für telepathische Unterhaltung extra zahlen sollte.
Im übrigen ist mein Kater Billy mit Sicherheit sehr empathisch, das habe ich wiederholt ausprobiert. Funktioniert aber nicht immer und nur, wenn ich eine starke Gefühlsbindung aufbauen kann. „Nur so“ Gedanken kann er nicht aufnehmen. Umgekehrt bin ich aber nicht in der Lage, ihn „denken“ zu hören. Ich glaube auch nicht, dass er das wirklich tut.
Interessantes Thema im Prinzip, zu schade, dass damit so viel Unfug aus Ignoranz oder Unwissen getrieben wird. Gruß, Geris