Tierversteigerung via I-Net?

…nur bei einer Versteigerung ist das ein KAUFVERTRAG und ich MUSS an diese Person abgeben, auch wenn sie mir nicht gefällt…
und wie stellt man sich die "Handhabung " überhaupt vor ? Werden die armen Tiere dann auch noch verschickt ?

Ich kann da nur den Kopf schütteln…
Gruß
Margit

Hallo zusammen,

Hallo Esther,

auch auf die Gefahr hin ;o)

Ich halte einiges an Tieren, u. a. habe ich da auch schon mal Nachwuchs. Meine Erfahrung in gewissen Foren, Internetverkaufsstellen, Börsen etc. ist auch nicht schlechter oder besser als der Direkt-an-der-Tür-Verkauf.
Ich betrachte das Internet als ein Medium, welches mir eine breiter gefächerte Möglichkeit bietet, meine Tiere anzubieten als dass hier vor Ort lokal zu beschränken. Natürlich stehe ich nach wie vor in der Verantwortung meinen Tieren gegenüber, Interessenten über die Bedürfnisse und Anforderungen meiner Tiere aufzuklären, wenn sie Anfänger sind. Oder Kontakte und Austausch zu pflegen mit anderen Züchtern oder Haltern.
Da spielt aber das Medium Internet eher eine untergeordnete Rolle, ausser dasss ich so schneller Bilder verschicken kann, der Austausch von Infos schneller und billiger geht als über Post/Telefon.

Ob ein Tier verkauft oder versteigert wird, ändert nichts an der Tatsache, dass es für Geld von einer Hand in die nächste geht, aber bitte, wo ist das Problem dabei? Ist nur eine Frage, ob ich dn Preis festlege oder sage, dass der Preis nicht festgelegt ist…
Und das spielt in der Fürsorgepflicht und -verantwortung doch wirklich keine Rolle oder???

Schlimmer finde ich, wenn Züchter (und da könnt ihr mich jetzt verhauen, aber gerade von einer Großpudelzüchterin im Verband so erzählt) Hunde aus Polen und anderen osteuropäischen Ländern billig kaufen und hier ganz legal Papiere machen lassen und für teures Geld die Tiere wieder verkaufen! Das ist nicht nur eine Schweinerei den neuen Besitzern gegenüber, sondern macht verantwortungsbewußten, zielgerichteten Züchtern das Leben schwer, weil es nicht mehr zu kontrollieren ist, woher die Tiere stammen, wie gesund sie sind, ob Inzucht besteht uswusf.

Ebay nimmt Abstand vom Versteigern von Lebewesen - und hieraus
fühlte sich wer anders inspiriert, genau da anzusetzen und
eine Marktlücke zu schließen?!

Tiere regelrecht unter den

'Hammer’zu bringen, gehört m.E.n. verboten…es bleibt nur zu
hoffen, dass sowas zumindest boykottiert wird - aber leider,
leider steht ja jeden Tag ein Dummer auf. :open_mouth:(

Was glaubst du, woher dein Schnitzel oder dein Steak kommt? Von versteigerten Tieren! Das ist in der Landwirtschaft seit Jahrhunderten so üblich. Geh mal auf einen Viehmarkt, einen Pferdemarkt o. ä., du wunderst dich, was da abgeht. Internet ist nur eine andere Plattform!

(Früher wurden auf diesen Märkten auch Ehen ausgehandelt, also aktiver Menschenhandel). Auch heute ist es durchaus noch üblich, dass es sogenannte Heiratsbälle gibt nach großen Vieh-/Bauernmärkten, die idR einmal im Jahr stattfinden. Das sind auch „Börsen“, manchmal die einzigen oder wenigen Gelegenheiten, potenzielle Partner zu finden.

Liebe Grüße
Sabine

Hi Margit,

…nur bei einer Versteigerung ist das ein KAUFVERTRAG
und ich MUSS an diese Person abgeben, auch wenn sie mir nicht
gefällt…

ja, und wenn ich einen Käufer habe, der mir gut gefiel, diese Person aber psychisch überfordert ist mit der Verantwortung und meinen Schützling ins nächstbeste Tierheim bringt oder aussetzt, habe ich da auch keinen Einfluss drauf…

Der kann ich auch nur vor den Kopf schauen.
Abstrakter Vergleich: die meisten Pädophilen sind die lieben Familienväter von nebenan, die gern mal helfen…

und wie stellt man sich die "Handhabung " überhaupt vor ?
Werden die armen Tiere dann auch noch verschickt ?

Kommt drauf an, geht genauso wie im sonstigen Leben: Werden abgeholt, werden gebracht, man trifft sich auf halber Strecke, es gibt Tierspeditionen oder -Kuriere…

Ich kann da nur den Kopf schütteln…

Warum???

Gruß
Margit

Lieben Gruß zurück
Sabine

hallo,

zunächst mal finde ich es nicht dramatisch!
„bezahlung bei übergabe“ und „kein versand“ ist durchaus ok!

ein tip von mir:
in den örtlichen tierheimen könnte die „ware“ sogar angefasst, „beschnuppert“ und gassi geführt werden.

lg
babs

Hallo Esther,

worauf bezieht sich denn eigentlich Deine Empörung? Darauf,
daß überhaupt Tiere versteigert werden, daß dies per Internet
geschieht, daß Haustiere versteigert werden dürfen oder daß es
sich speziell um Hundewelpen handelt (die ja nach den Regeln
überhaupt nicht angeboten werden dürfen)?

ich kann nicht die ganze Welt an einem Abend retten - daher
bezieht es sich in diesem Fall auf exakt diese Anzeige - sonst
hätte ich diesen Link nicht verwendet…

so weit ist mir das schon klar und das war auch nicht die Frage. Ich habe nur bisher (und Du hast ja mittlerweile schon diverse Antworten gegeben) immer noch nicht verstanden, was genau Dich an diesem Angebot so empört. Meine Aufzählung oben war genau in diesem Sinne gemeint.
Es ist auch bei weitem nicht so, daß ich hier eine festgefügte Meinung hätte. Die Erwiderungen zum Thema Versteigerung per Internet haben durchaus zum kritischen Nachdenken angeregt.
Du scheinst aber vorrauszusetzen, daß jedem der Grund für Deine Empörung klar sein muß weil er so offensichtlich ist. Die bisherigen Anworten dürften aber zeigen, daß dem nicht so ist.

Wenn Du es also in Worte fassen kannst, würde mich wirklich interessieren, worin Du hier die neue Qualität siehst bzw. warum Du gerade dies hier an den Pranger stellen wolltest.

Gruß Stefan