Hallo Marco,
Ich muss vorausschicken, dass ich von Bildbearbeitung wenig
bis gar keine Ahnung habe und lediglich als Software
Entwickler seit Tagen an einem Problem feststecke.
und ich muss vorausschicken, dass ich von Programmierung nicht die große Ahnung hab.
und ende immer mit dem gleichen Ergebnis: Sobald ein TIFF
durch den Konverter gejagt wurde, erhält es einen merklichen
Stich ins türkis/grüne. Wie ihr euch sicher vorstellen könnt,
ist meine Marketingabteilung nicht gerade glücklich mit
dieser Verfälschung von Produktfotos.
Bildspezifische Daten, wie Größe, Farbraum, Farbprofile usw., werden beim Tiff-Bild im Header gespeichert.
Mit einem Hex-Editor kannst du ihn auslesen.
Info dazu:
http://www.mediaforum.ch/fachlexikon/fachbeitraege/g…
und über:
http://www.google.de/search?q=Datei+header+tiff
findest du bestimmt noch weitere interessante Informationen.
Hat jemand eine Idee was ich dagegen machen kann? Das TIFF von
der Agentur in einem bestimmten Format verlangen? Oder gibt es
einen Converter, welche sämtliche TIFF Attribute korrekt
übernimmt? Welche Angaben braucht ihr evt. noch von mir?
Rein technisch gesehen haben die von dir benutzen Konverter vermutlich richtig gearbeitet. Du könntest ja sonst die Dateien nicht am Monitor betrachten.
Die farbgetreue Umwandlung von Bildern in andere Formate ist keine profane Aufgabe.
Photoshop und andere Bildbearbeitungssoftware hat dafür interne Algorithmen.
Ich gehe mal davon aus, dass eure Agentur/en die Bilddaten für den Offset-Druck aufbereitet hat - dann liegen sie im CMYK-Farbraum vor.
Monitore und Desktop-Drucker sind RGB-Geräte. Dafür brauchst du die Bilder im RGB-Farbraum.
Du hast ein Anzeigeproblem (CMYK-Daten am RGB-Monitor führt zur Farbverschiebung nach Cyan).
Um das zu kompensieren braucht man Farbmanagement mit passenden ICC-Profilen.
Mein Vorschlag wäre die Konvertierung (CMYK --> RGB) im Photoshop vorzunehmen. Man kann dort eine „Aktion“ bzw. Batch anlegen, der die Größenänderung und Farbraumumwandlung durchführt.
In die Aktion kann auch die Umwandlung von TIFF nach JPEG eingebaut werden.
Mit der „Stapelverarbeitung“ wendet man diese „Aktion“ auf ein ganzes Verzeichnis an.
Am sinnvollsten könnte man die Arbeit eurer Agentur übertragen. Leider sitzen dort sehr oft kreative, aber seltener technisch versierte, Mitarbeiter. Deshalb mit der Agentur zusammen die Spezifikationen genau erarbeiten.
Bitte beachten:
JPEG ist ein verlustbehaftetes Kompressionsverfahren für Bilddaten.
Mehrfaches Sichern und Abspeichern als *.jpg führt zu Qualitätseinbußen.
Wenn dein Command Line Tool die Daten nur kopiert oder verschiebt ist das kein Problem.
Wenn aber die Bilder aber geöffnet werden müssen, solltest du mit RGB-Tiffs testen.
Alternativen (aber komplex):
a)Den geräteneutralen LAB-Farbraum benutzen. Dazu braucht man geeignete Software.
Der RGB- und CMYK-Farbraum ist gerätespezifisch, dh. auf unterschiedlichen Geräten wird dieselbe Datei ohne kalibriertes Farbmanagementsystem immer verschieden aussehen.
b) Im TIFF-Header das ICC-Profil lesen und gegen ein anderes, geeignetes tauschen. Die Rechner/Software sollte ICC-Profile interpretieren können.
Grüsse max