Tinnitus: Sehr hohes Pfeifen

Hi.
Wer weis ein gutes Hausmittel gegen Tinnitus?
Höre den ganzen Tag ein sehr hohes Pfeifen (Zirpen) in der Mitte des Kopfes.
Am Morgen ist es am lautesten, über Tag`s wird es ein wenig leiser, am Abend wieder lauter.
Das geht jetzt ungefähr 2 Woche so.
War beim HNO Arzt, der aber sehr wenig Interesse für mein Problem zeigt.
Trinke seit ein paar Tagen erfolglos einen Ingwer Tee.
Hätte niemals gedacht das Tinnitus die Lebensqualität dermaßen einschränkt…

Hallo!

Dass dein HNO-Arzt kein Interesse an deinem Problem zeigt, kann ich mir gar nicht vorstellen. Aber wenn er es wirklich nicht so ernst nimmt, musst du zu einem anderen gehen!

Ich hatte schon zwei Mal über mehrere Wochen hinweg einen Tinnitus.
Das erste Mal musste ich einen Hörtest machen, um die Tinnitusfrequenz herauszufinden. Dann wurde ich zum Orthopäden geschickt, der untersuchte, ob der Tinnitus von eventuellen Nackenverspannungen kommt. In meinem Fall konnte man das ausschließen, aber vielleicht ist das bei dir ja der Fall. Ich habe dann 10 (oder 20?) Tage lang Kortisontabletten geschluckt, woraufhin der Tinnitus nach und nach verschwand.
Beim zweiten Mal die gleiche Prozedur, außer dass der Tinnitus nicht verschwand. Daraufhin bekam ich im Abstand von vielleicht einer Woche zwei Kortisonspritzen ins Ohr (dabei wird das Trommelfell durchstochen - hört sich brutal an, tut aber nicht weh!). Der Tinnitus verschwand danach zwar nicht völlig, es wurde aber deutlich besser. Das ist jetzt schon zwei Jahre her und ich höre das Pfeifen nur noch selten und relativ leise. Was mir dabei definitiv geholfen hat, war, dass ich meinen Lebensstil änderte und jeden unnötigen Stress - so gut ich konnte - mied.

Da es viele verschiedene Ursachen für einen Tinnitus geben kann, gibt es auch verschiedene Behandlungsmethoden und dafür würde ich auf jeden Fall einen Experten zu Rate ziehen. Hausmittel können natürlich auch helfen (Knoblauch, Zwiebeln, viel trinken … du kannst ja sicher selber googeln), aber bei der Fülle an angeblichen Hausmitteln musst du viel Glück haben, wenn du da schnell ein wirksames findest. Ich kann dir nur raten, einen guten HNO zu suchen, der dein Problem ernst nimmt und sich bei Tinnitusbeschwerden gut auskennt.
Dabei wünsche ich dir viel Glück und baldige Besserung!

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Hi.
Das ich mir einen anderen HNO Arzt hast du bestimmt recht. Der meinige ist schon älter und hat schon immer einen schlechten Ruf. Aber er hat den Vorteil das man schnell Termine bekommt.
Das mit Kortison will ich eher nicht machen, ich hoffe immer noch das es von alleine wieder mal weg geht. Bis dahin wäre es Hilfreich eine Linderung zu finden.
Das mit dem Streß wie du sagst kann ein Auslöser sein, aber wie kann ich ihn meiden, es gibt immer was worüber man sich Ärgert… DANKE für dein Kommentar

Mir ist eingefallen das ich ca. 1 Woche vor meinen Tinnitus Beschwerden den WLAN-Router in nähe Schlafzimmer aufgebaut habe. Zu meinem Bett trennt 1 Türe und ca. 3 Meter Abstand.
Hat schon wer mit hochfrequente Funkwellen schlechte Erfahrung gemacht?

Das muss man jetzt nicht verstehen, oder?? Sch…egal, wie schlecht er ist, Hauptsache, man bekommt schnell einen Termin? Tut mir leid …

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Hallo.
Hab das gleiche schon seit fast 10 Jährchen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, alle sog. Hausmittel und Ratschläge sind eher Mumpitz, wirklich helfen tun da nichts, ich musste mich an das pfeiffige Leben gewöhnen. Nach ein paar Jahren lernst Du es zu ignorieren. Das Desinteresse von Deinem HNO-Arzt liegt darin Begründet, daß es bisher keine richtig erfolgreiche Therapie gibt, weil die Ursachen nicht geklärt sind. Kollege hatte Sauerstoff-, Druckkammer Therapie, Unmengen an Tabletten und was wiß ich noch - Erfolg gleich null, als ihm angeboten wurde eine operative Nervtrennung drchführen zu lassen, ist er stifften gegangen.
Also, keine gute Aussichten. In einigen Fällen geht die Folter von alleine weg, keiner wiß warum. Die meisten leiden.

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Würdest du nicht den erst mal probieren der am nächsten Tag schon Zeit hat, wenn du bei einem anderen 14 Tage warten mußt und das Pfeifen im Kopf dir schon auf den Keks geht?

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Was meinst du über W-Lan mein Router ist seit kurzem ein paar Meter vom Schlafzimmer entfernt.
Ich wohne in ein Reihen-Mittelhaus, über Nacht bekomme ich ca. 10 verschiedene W-Lan Signale in`s Schlafzimmer rein geballert.

Hallo,
wenn Tinnitus scheinbar aus der Mitte des Kopfes kommt hat das wohl eher nichts mit den Hörorganen zu tun. Daher auch das „Desinteresse“ deines HNO.
Ursache kann Kieferfehlstellung, HWS Probleme, Durchblutungsstörungen und anderes sein.
Bei mir wurde z.B. bei anderer Gelegenheit Bandscheibenvorfall in der Halswirbelsäule festgestellt. Ob das die Ursache ist weiß man erst nach einer OP. Noch ist es zu ertragen.

Ob Radiowellen als Ursache in Frage kommen kannst du wohl nur durch längeren Aufenthalt auf einer einsamen Insel ergründen.
Hüte dich vor Scharlatanen die dir Abschirmtapete u.ä. verkaufen wollen!

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Auf einer einsamen Insel wollte ich schon lange mal, super Idee. Aber ich glaube dort gibt es wieder andere Probleme…

Was passiert, wenn Du den Router wieder an seinen alten Platz stellst bzw. nachts ausschaltest? Wäre so meine erste Wahl, WENN ich daran glauben würde, dass der Router schuld ist.

Und ja, ich habe selbst seit Jahren (vermutlich mittlerweile über ein Jahrzehnt) deutlichen Tinnitus, bei mir hat der aber nichts mit WLAN zu tun und ich kann mich gottseidank damit arrangieren.

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Wenn ich WEISS, er hat einen schlechten Ruf, warte ich tatsächlich 14 Tage oder ich suche einen dritten, wo ich vielleicht aufgrund der Beschwerden doch einen früheren Termin, ggf. mit Wartezeit, bekomme.

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Guten Tag Glücksritter,
Tinnitus ist ein mehr als komplexes Thema.

Ich leide seit mehr als 30 Jahren darunter.
Bei der ersten damaligen Untersuchung sagte mir der behandelnde
HNO-Chefarzt (ein Professor) es gebe NICHTS was wirklich hilft,
er leide selbst darunter.

Ich habe mich damit abgefunden und nehme seit Jahren täglich
zwei GINKGO-Tabletten, die es erträglich machen.

Nur nebenbei: bei uns in der Nähe gibt es einen Heilpraktiker, der
Tinnitus mit Hypnose behandelt. ( Im Rhein-Main-Gebiet)
Ich weiß von einer Behandlung, die einigermaßen erfolgreich war,
wurde dann aber beendet, weil der Patient (natürlich an etwas andrem)
gestorben ist.

Ich wünsche in jedem Fall gute Besserung.

Gruß Walter VB

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Für mich war in den ersten Monaten hilfreich, ein Handy mit leisen Wassergeräuschen neben mir zu haben. Ich brauchte das auch nachts manchmal zum einschlafen.

Ich wünsche dir, dass es dir wie mir geht: Einige Wochen war der Tinnitus sehr belastend, dann einige Monate erträglich und inzwischen ist er leise und ich habe ihn praktisch vergessen, stört gar nicht mehr!

Karl

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Also,
selbst wenn Du gegen Tierversuche argumentieren solltest, koenntest Du einen Menschenversuch verantworten. Schalt den Router-Sender doch einfach aus, wenn Du daneben schlafen willst, und bemerken den Unterschied oder doch keinen Unterschied.

Tinnitus ist ein sehr komplexes und vor allem individuelles Thema. Wie viele Ursachen das haben kann, ist ja hier schon angerissen worden. Zu Anfang würde ich körperliche Ursachen (Hörminderung, Wirbelsäule, Kieferpressen, etc.) klären lassen. Zudem lohnt sich meiner Meinung der Versuch, sich den Tinnitus „abzugewöhnen“.

Ich gehörte zum Beispiel zu denjenigen Patienten, bei denen er schlimmer wurde, je mehr ich mich damit gestresst habe. Man lauscht da dann immer öfter bewusst drauf, finde ich.

Mir hat folgendes Buch sehr beim Abgewöhnen geholfen:

Annette Cramer: Tinnitus: Wirksame Selbsthilfe mit Musiktherapie

Es enthält nicht nur zwei CDs mit speziellen Übungen, sondern auch viel informativen Text, der, wie ich finde, sehr dabei hilft, das Problem ruhig und strukturiert anzugehen und sich weniger damit verrückt zu machen. Ich habe das durchgearbeitet und die Übungen einige Wochen lang gemacht. Das hat mir geholfen, mich im Alltag nicht mehr so auf das Pfeifen zu fokussieren.

Ich hatte mit meinem Tinnitus (links und rechts) etwa ein halbes Jahr zu tun. Inzwischen höre ich nur rechts ganz gelegentlich noch ein leises Pfeifen, wenn ich mich wirklich stark drauf konzentriere. Ansonsten herrliche Stille.

Wie gesagt, es ist ein sehr indivuelles Thema und es kann in meinem Fall einfach Glück gewesen sein. Ich will dir daher nicht zu große Hoffnungen machen. Aber einen Versuch ist es vielleicht wert, vor allem, wenn du eine Bibliothek in der Nähe hast, wo du das Buch umsonst bekommen kannst.

Ich wünsche dir auf jeden Fall gute Besserung und einen mitfühlenden HNO, der dein Problem ernstnimmt!