Tipps & Tricks für Second Hand Laden

Hallo zusammen,

ich befinde mich gerade in der Planungsphase einer Existenzgründung. Ich möchte einen kleinen Second-Hand-Klamottenladen eröffnen und suche Praxistipps.
Ein Gründerseminar belege ich, Bücher habe ich auch und die ganzen rechtlichen und steuerlichen Dinge sammle ich auch bereits zusammen.
Was mir wirklich helfen würde sind Tipps aus der Praxis, z.B. von Ladenbesitzern.
Die fiesesten Stolperfallen, die wichtigsten Kniffe und nützliche Tipps. Woher bekomme ich zum Beispiel den ersten Schwung Ware? Und kann man davon wirklich leben? Was wäre für Euch persönlich ein ausschlaggebender Punkt, ausgerechnet meinen Laden zu besuchen?
Ich bin für jeden Tipp dankbar, und wenn er noch so banal erscheint – gerade die Kleinigkeiten beachtet man ja oft nicht.

Vielen Dank im Voraus,
Trude1979

Gibt es überhaupt irgendwo einen 2nd Hand Laden…
Hallo …

das Thema würde mich auch interessieren, denn gibt es überhaupt irgendwo einen 2nd Hand Laden der so gut läuft, dass man davon leben kann?

Textilien für ein paar Cents gibt es heutzutage doch an jeder Ecke, wenn ich mir nur die vielen kleinen KIK Läden ansehe und die Waren sind sogar akzeptabel.

Ich frage mich, ob man da mit gebrauchten Waren konkurrieren kann, denn ich sehe es alleine hier in Bochum, dass zwar stets neue Läden aufmachen, dann jedoch nach maximal einem Jahr wieder weg sind.

Kennt jemand gut laufende 2nd Hand Läden.

MFG
MGB-Consulting

Hallo, bis vor einiger Zeit gab es hier einige gutgehende Läden für hochwertige Kinderklamotten, doch auch die sind inzwischen weg, da Billig oft genausogut ist und MArke nicht alles.
Für Erwachsene kenn ich einen Laden, der sich vor allem an spezielle Kundschaft hält, die eben KLamotten brauchen um sich da etwas eigenes schräges zusammenzustellen. Ob der gut läuft kann ich nicht sagen, auch da ist es zum einen hochwertige Ware (Prada und Co), die man einfach nicht solange trägt, wenn man sie sich neu leisten kann, zum anderen gbts dort eben schräges wie 70ger JAhre, Glitzerfummel, FEderboas etc.
Also voM Anlauf eines Schwung Ware kann da nicht die rede sein, eher von gezieltem An-und VErkauf, ähnlich einem Antiquitätenhandel oder so.
Wobei ich mein dass es auch nicht direkter Ankauf ist, sondern eher ein In Kommission nehmen, dh. der VErkaufskunde/Anbieter bekommt erst sein GEld, wenn der Fummel verkauft ist, davon wird dann ein eProvision abgezogen.
Aber ich frag mich, ob das eine gute GEschäftsidee ist, wenn man davon keine Ahnung hat. Schließlich muss man ja auch reelle Preise ansetzen können und das geht denk ich nur, wenn man selbst auf Flohmärkten und anderen SH-Läden die Lage peilt etc.
Gruß Susanne

Also in Hamburg scheint das Geschäft mit der Ware aus zweiter Hand gut zu laufen. Zumindest gibt es viele Läden, die schon sehr lange am Markt sind und privat betrieben werden. Man sieht auch immer wieder Leute dort einkaufen. Zumindest auf den ersten Blick sieht es ganz erfolgreich aus. Wie gut man wirklich davon leben kann, weiß ich eben auch nicht, daher meine Frage hier im Forum.
Allerdings reden wir hier auch nicht von Kilo-Shops, die Textilien zu Centpreisen verschleudern, sondern von Qualitätsklamotten und die werden gerne gebraucht gekauft - sieht aus wie neu, hat aber nur die Hälfte gekostet, ist doch super…

Bitte überlege Dir sehr genau, ob Du diesen Schritt wagst. Second-Hand-Läden für Klmaotten sind eine aussterbende Spezies. Selbst als Second-Handler kann man mit den Preisen von Kik & Co. nicht konkurrieren und das wirst Du am Umsatz merken. Es gibt mit Sicherheit noch einige Läden die gehen, ich denke aber nicht, dass man mit einem Second-Hand-Laden übermässig viel verdienen kann. im Gegenteil, ich denke dass es bei bescheidener Lebensführung gerade mal so reicht. Und das ist das Problem, wenns mal ein oder zwei Monate nicht so läuft, dann hat man ein ernsthaftes Problem.

Wünsche Dir trotzdem noch ein schönes WoEnde

Jörg

Hallo Trude,

hast du mal versucht, ein Praktikum zu machen in einem Secondhand-Laden, damit du lernst, wie das Procedere dort so abläuft?

Gruß
Sonja

Hallo Sonja,
danke für den Tipp. Ich habe auf jeden Fall eingeplant, mal in einem oder verschiedenen Second Hand Läden zu jobben, schließlich muss ich auch wissen, was ich dann da tue.