Tipps zu ´nem leisen Rechner

Moin,

ich weiss, das ist ein Thema, das man kilometerweit ausrollen könnte, aber vielleicht hat doch der eine oder andere einen Tipp aus der Praxis, der ein wenig Licht in die Flut der Testberichte & Co. bringt.

Es geht darum, dass ich mir Anfang Mai einen neuen Rechner kaufen werde (hätte ruhig etwas später sein können, geht aber leider nicht). Ich bin noch nicht sicher, ob sich ein AMD64 lohnt oder doch ein 3000+ bzw. 3200+ ausreicht.

In jedem Falle sollen die folgenden Kriterien stimmen:

  • leises Netzteil (350W sollten reichen)
  • leiser CPU-Kühler
  • leise Festplatte (160GB)
  • leise Graka (voraussichtlich Matrox G550 oderso)
  • ergonomisches Gehäuse (Midi)

In jedem Falle habe ich das Problem, dass ich keinen Vergleich habe, wenn ich z.B. dB-Werte in den Listen lese, weil ich nicht einmal weiss, wie laut mein derzeitiger Rechner in Zahlen ist.

Bei der Festplatte kommt hinzu, dass ich nicht genau weiss, wie groß der Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Lautstärke sein darf, wenn man nicht zu viel Performance verlieren möchte. Die Samsung-Spinpoint-Platten scheinen da ja z.T. rein von den Werten her ganz gut in der Mitte zu liegen, oder?

Zum Gehäuse: Wieviel macht das wirklich auslärmtechnisch? Lohnen sich gedämmte Gehäuse? Oder tut es notfalls auch eine Schaumstoffplatte oderso am Blech? Ergonomisch heisst hier übrigens, dass man nicht auf die Knie gehen muss, um den Rechner einzuschalten oder um ans USB ranzukommen.

Anwenndungsprofil ist übrigens viel Office, Bildbearbeitung, bissl Audio, kaum Spiele.

Dankbar für Hinweise ist
Kristian

Moin,

Hallo,

Es geht darum, dass ich mir Anfang Mai einen neuen Rechner
kaufen werde (hätte ruhig etwas später sein können, geht aber
leider nicht). Ich bin noch nicht sicher, ob sich ein AMD64
lohnt oder doch ein 3000+ bzw. 3200+ ausreicht.

Tja, das ist die Frage. Wie lange die aktuellen Athlon64-Boards noch verwendbar sein werden, kann Dir keiner mit Sicherheit sagen. Bei einem Barton sparst Du aber eine ganze Stange Geld.

In jedem Falle sollen die folgenden Kriterien stimmen:

  • leises Netzteil (350W sollten reichen)

Korrekt, ein gutes Markennetzteil wuerde hier reichen. Die ueblichen Verdaechtigen sind Enermax, BeQuiet… Ich habe meinerseits mit dem Chieftec 360Watt Netzteil gute Erfahrungen gemacht, welches sehr guenstig ist (40-45 Euro). Von dem gibt es auch eine Variante mit Papst-Luefter, soll noch leiser sein.

  • leiser CPU-Kühler

Wasserkuehlung? Einen Luefter wirst Du immer hoeren und Kompromiss eingehen muessen zwischen Lautstaerke und Kuehlleistung.

  • leise Festplatte (160GB)

Samsung scheint mir hier aktuell ungeschlagen zu sein.

  • leise Graka (voraussichtlich Matrox G550 oderso)

s/leise/unhoerbar. Es gibt durchaus moderne leistungsfaehige Grafikkarten mit Passivkuehlung.

Bei der Festplatte kommt hinzu, dass ich nicht genau weiss,
wie groß der Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und
Lautstärke sein darf, wenn man nicht zu viel Performance
verlieren möchte. Die Samsung-Spinpoint-Platten scheinen da ja
z.T. rein von den Werten her ganz gut in der Mitte zu liegen,
oder?

Jupp. Solange man nicht intensiv Videobearbeitung und Datenbankanwendungen betreibt machen die Paar MB/s mehr oder weniger auch nicht wirklich was aus. Und wenn, dann nimmt man eh SCSI und/oder Raid

Zum Gehäuse: Wieviel macht das wirklich auslärmtechnisch?
Lohnen sich gedämmte Gehäuse? Oder tut es notfalls auch eine
Schaumstoffplatte oderso am Blech?

Neinneinnein! Den Laerm bekaempft man am effektivsten in dem man kein Laerm entstehen laesst. Daemmplatten etc sorgen dafuer, dass die Innereien nicht nur geraeuschmaessig sondern auch hinsichtlich des Waermeaustausches isoliert werden. Folge: hoehere Systemtemperatur, tempgeregelte Luefter drehen auf Maximum oder reichen gar nicht mehr aus etc. pp.

Worauf ich achten wuerde ist ein solides, stabiles Gehaeuse was von sich aus nicht klappert und vibriert. Auch hier wieder: Chieftec.

Ergonomisch heisst hier
übrigens, dass man nicht auf die Knie gehen muss, um den
Rechner einzuschalten oder um ans USB ranzukommen.

Nuja, PowerOn ist meistens irgendwo unten am Gehaeuse, FrontUSB ist aber Standard mittlerweile.

Anwenndungsprofil ist übrigens viel Office, Bildbearbeitung,
bissl Audio, kaum Spiele.

Wozu dann eine Keule wie Athlon64 oder Barton 3000+? Fuer sowas langt auch eine guenstigere CPU. Bei dem Anwendungsprofil sind auch passiv gekuehlte Grafikkarten ueberhaupt kein Problem, die Matrox ist da nicht die billigste Variante. Wenn Du ein TFT per DVI anschliessen willst, wuerde ich Dir gar zu einer ATI Radeon 9000 oder 9200, ggf. 9600 raten. Ist perfekte Signalqualitaet am VGA-Out wichtig, kommst Du um eine Matrox nicht drumrum.

Dankbar für Hinweise ist
Kristian

Gruss
Paul

Es geht darum, dass ich mir Anfang Mai einen neuen Rechner
kaufen werde (hätte ruhig etwas später sein können, geht aber
leider nicht). Ich bin noch nicht sicher, ob sich ein AMD64
lohnt oder doch ein 3000+ bzw. 3200+ ausreicht.

Nunja, ein Intelprozessor ist schon von Haus aus nicht ganz so temperamentvoll…

  • leises Netzteil (350W sollten reichen)

Zalman, Tagan.

  • leiser CPU-Kühler

Gibt’s auch nette von Zalman, richtig schwere Dinger!

  • leise Festplatte (160GB)

Samsung

  • leise Graka (voraussichtlich Matrox G550 oderso)

Gibt’s notfalls auch passiv-Kühllösungen (für Radeon-Karten).

  • ergonomisches Gehäuse (Midi)

Ist aber enger als ein Bigtower, also schon nicht so ganz als Silent-Grundlage geeignet.

In jedem Falle habe ich das Problem, dass ich keinen Vergleich
habe, wenn ich z.B. dB-Werte in den Listen lese, weil ich
nicht einmal weiss, wie laut mein derzeitiger Rechner in
Zahlen ist.

Naja, so niedrig wie möglich. Unter 25dB(A) ist schon ein recht guter Wert. Den sollte man auch nicht überschreiten.

Bei der Festplatte kommt hinzu, dass ich nicht genau weiss,
wie groß der Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und
Lautstärke sein darf, wenn man nicht zu viel Performance
verlieren möchte. Die Samsung-Spinpoint-Platten scheinen da ja
z.T. rein von den Werten her ganz gut in der Mitte zu liegen,
oder?

Ich habe eine 5400 UPM (Samsung 120GB) und die Geschwindigkeit reicht mir vollkommen aus. Im Gegensatz zu meinen alten Platten (mit 7200 UPM) war sie subjektiv deutlich schneller.

Zum Gehäuse: Wieviel macht das wirklich auslärmtechnisch?
Lohnen sich gedämmte Gehäuse?

Dämmen heizt das Gehäuseinnere nur unnötig auf. Lieber Festplatten und Lüfter entkoppeln (gibt’s auch schon fertige Sachen für), das bringt mehr.

Moin

Ich bin noch nicht sicher, ob sich ein AMD64 lohnt oder
doch ein 3000+ bzw. 3200+ ausreicht.

Nimm die 32-bit Variante. 64 wird irgendwann mal interessant werden, ist in den nächsten 2-3 Jahren aber kein Thema (noch nicht mal bei Spielen). 64-Bit Rechner sind im Moment einen ganze kleinen Tick langsamer als ihre 32Bit-Brüder. Wenn in 2-3 Jahren Software rauskommt die wirklich was mit den 64Bit anfangen kann werden die aktuellen Rechner (64Bit und 32Bit) schon zu langsam sein. Es macht im Moment also keinen Sinn.

  • leiser CPU-Kühler

ein leiser Kühler kann prinzipbedingt nicht soviel Wärme transportieren wie ein lauter. Deshalb nimm eine CPU die wenig Wärme produziert. (Also keinen P4E)

  • leise Festplatte (160GB)

Mir sind innerhalb von 1,5 Jahr 3 Samsung-Spinpoints gestorben. Eine IBM (die aus einer Serie mit einem sehr schlechten Ruf stammt) und eine Maxtor habens überlebt, am Rechner kanns also nicht liegen.

  • leise Graka (voraussichtlich Matrox G550 oderso)

Nimm eine komplett passiv gekühlte. Wenn du eh mehr Office als Spiele machts… (da Matrox-Karten fast nur OpenGL können würd ich wegen der Spiele eine „alte“ ATI nehmen)

In jedem Falle habe ich das Problem, dass ich keinen Vergleich
habe, wenn ich z.B. dB-Werte in den Listen lese, weil ich nicht
einmal weiss, wie laut mein derzeitiger Rechner in Zahlen ist.

Da die Hersteller die dB-Werte teilweise frei erfinden würd ich nicht streng danach gehen. Es gibt manchmal Angaben zum Abstand in dem gemessen wurde oder zu den Umständen, aber meistens steht da einfach nix. Die 2-3 klar definierten Normen nach denen man messen könnte werden selten benutzt.

Bei der Festplatte kommt hinzu, dass ich nicht genau weiss, wie groß
der Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und Lautstärke sein darf,
wenn man nicht zu viel Performance verlieren möchte.

Man kann auch 2 exterm leise (und langsame) nehmen und ein RAID basteln. Allerdings erhöht sich dann die Ausfallwahrscheinlichkeit. Andererseits muss man 2 5400’er Platten nicht kühlen, wogehen eine 7200’er nicht ohne Luftzug auskommt… Was ist dir wichtiger und wie oft machst du Backups ?

Zum Gehäuse: Wieviel macht das wirklich auslärmtechnisch?

Eine Menge. Aber das ist der falsche Ansatzpunkt: Zuerst Lärm vermeiden, dann den Rest per Gehäuse erledigen.

Oder tut es notfalls auch eine Schaumstoffplatte oderso am Blech?

Schaumstoff ist schonmal schlecht. Besser sind Dämmmatten. Die sind schwerer und schlucken deshalb mehr. Theoretisch wär eine Gehäuse aus Beton mit einer dünnen Schicht extrem dichtem Schaumstoff am besten.

Ergonomisch heisst hier übrigens, dass man nicht auf die
Knie gehen muss, um den Rechner einzuschalten oder
um ans USB ranzukommen.

Wozu gibts wohl Tastaturen mit 4 USB-Anschlüssen an der Rückseite ? Und „wake-on-keyboard“ (einschalten durch drücken einer bestimmten Taste auf der Tastatur) erledigt den Rest.

Man kann einen Rechner sehr Benutzerfreundlich einrichten wenn man nur will.

Anwenndungsprofil ist übrigens viel Office, Bildbearbeitung,
bissl Audio, kaum Spiele.

Bis auf die Spiele sind das alles Dinge für die man remote-Desktop einsetzen kann. So eine Lösung betreiben mehrere Bekannte:

Man stellt einen Haus-Server mit lauten zuverlässigen SCSI-Platten, einem Monster von CPU-Kühler, evtl noch einem Streamer fürs Backup und dem DSL-Anschluss in den Keller. Dann installiert man GB-Ethernet und Client-PC’s in den Büro/Kinderzimmer/Wohnzimmer… In den Client’s gibts dann keinerlei bewegliche Teile. Keine Festplatte, keinen CPU-Kühler, keinen Gehäusekühler. Die sind stumm wie ein Stein (solange man keine CD/DVD einlegt). Der Festplattenplatz und die CPU-Leistung wird vom Server im Keller abgerufen. Unter windows müsste das inzwischen auch möglich sein, Linux kanns schon länger.

Für Office, Internet, DVD,… reicht das dicke. Spielen geht allerding nur sehr begrenzt. Bildbearbeitung geht auch wenn man weiss wie. Ab 2-3 Rechner lohnt es sich sogar finanziell, also gegenüber exterm leisen normalen Rechnern + Firewall-Rechner im Keller.

Alternativ: Bohr 2-3 Löcher in eine Wand und stell den Rechner auf die andere Seite. Tastatur und Maus gibts mit Funk, Verlängerungen für den Monitor sind nicht mehr so teuer, CD/DVD/Brenner extern über USB 2.0. Die Löcher danach mit Bauschaum zumachen. Wenn die Wand nicht gerade aus Pappe ist hilft das ungemein.

cu

Es geht darum, dass ich mir Anfang Mai einen neuen Rechner
kaufen werde (hätte ruhig etwas später sein können, geht aber
leider nicht). Ich bin noch nicht sicher, ob sich ein AMD64
lohnt oder doch ein 3000+ bzw. 3200+ ausreicht.

Die 64er sind ganz nett, aber warte damit lieber, bis Kleinigkeiten wie PCI Express oder der neue Sockel raus sind. Außerdem gibt es noch kein 64bit-Windows. Linux geht aber soweit ich das mitbekomme ganz gut.

  • leises Netzteil (350W sollten reichen)

350W Reichen dicke. Achte darauf, dass auf der 5V-Schiene ausreichend Leistung liegt.

  • leiser CPU-Kühler

Ich verwende ein Thermalright Kupfer-Monster mit 1500RPM Papst-Lüfter, das ist knapp an der Hörgrenze.

  • leise Graka (voraussichtlich Matrox G550 oderso)

Ist gut, aber zum Spielen komplett ungeeignet. Es gibt etliche auf leise getrimmte Grafikkarten mit aktuellen ATI- und nVidia-Chips. Von kompletter Passivkühlung würde ich allerdings abraten, da dafür eine recht gute Gehäuselüftung erforderlich ist, was wiederum Lärm verursacht. Nimm lieber einen Lüfter, der die Abluft gleich nach außen pustet. Arctic Cooling verkauft den sehr guten VGA Silencer, der recht einfach zu montieren und leise ist.

  • ergonomisches Gehäuse (Midi)

Das wichtigste ist, dass man an geeigneten Stellen Lüfter montieren kann. Ein Rechner den ich beinahe auf lautlos getrimmt habe läuft mit einem auf 7V gedrosselten 120mm YS-Lüfter bis jetzt mal ganz gut, ist allerdings noch nicht Sommer-getestet. 1500er Papst kann man wohl in unbegrenzter Anzahl montieren ohne dass die Maschine lauter wird :wink:

In jedem Falle habe ich das Problem, dass ich keinen Vergleich
habe, wenn ich z.B. dB-Werte in den Listen lese, weil ich
nicht einmal weiss, wie laut mein derzeitiger Rechner in
Zahlen ist.

Das ist alles sehr subjektiv. Es spielt ja nicht nur der direkte Schalldruck eine Rolle, sondern viel mehr das Laufgeräusch.

Bei der Festplatte kommt hinzu, dass ich nicht genau weiss,
wie groß der Kompromiss zwischen Geschwindigkeit und
Lautstärke sein darf, wenn man nicht zu viel Performance
verlieren möchte. Die Samsung-Spinpoint-Platten scheinen da ja
z.T. rein von den Werten her ganz gut in der Mitte zu liegen,
oder?

Die Samsung-Platten sind relativ laut und mir ist schon eine nach recht kurzer Zeit durch unangenehmes Klicken aufgefallen. Ich habe ansonsten eine Seagate Barracuda V, die um einiges angenehmer ist. Eigentlich sollten alle aktuellen Platten eine ausreichende Performance bieten solange man keinen Datenbank-Server betreibt.

Zum Gehäuse: Wieviel macht das wirklich auslärmtechnisch?
Lohnen sich gedämmte Gehäuse? Oder tut es notfalls auch eine
Schaumstoffplatte oderso am Blech?

Das ganze Rumgedämme ist in kurzen Worten für den Hintern. Was zählt ist Gewicht (das optimal gedämmte Gehäuse ist aus hochdichtem Spanholz). Nimm ein schön schweres Stahlgehäuse - kein Aluminium! -, und achte drauf, dass nichts klappert. Es gibt im Baumarkt Dämm-Klebeband (schmaler Klebstreifen mit Schaumstoff drauf) für alte Türen und Fenster, womit man Klappern ganz gut abstellen kann.

ich würde mir ein thermaltake case kaufen, die sind ruhig, schön und man kann die lüftergeschwindigkeit an der front regeln

Moin

Außerdem gibt es noch kein 64bit-Windows.

Doch, ist raus. Ist aber nicht schneller als das normale.

cu