Tipps zum Thema Einblasdämmung

Hallo,

ich denke daran, meine Außenwände per Einblasdämmung dämmen zu lassen. Der Hohlraum reicht dafür gut aus.
Ich bin mir allerdings unsicher, welches Material am Besten wäre. Manche Dämmmaterialien sind stark rieselfähig, was z.B. den späteren Einbau einer Tür oder eines Fensters sehr erschweren würde.
Wie sehen Vor- und Nachteile bei weiteren Materialien aus?

Danke für Tipps,
Paran

Die Materialien kenne ich nicht, aber ein eventuell wichtiger Hinweis: Es kann dabei passieren, dass durch den Überdruck im Haus in der Innenwand Risse und Auswölbungen entstehen.
Udo Becker

Ich würde empfehlen, für die Einblasdämmung deiner Außenwände „Zellulose“ als Material zu verwenden. Zellulose ist eine umweltfreundliche Option, sie rieselt nicht stark und bietet gleichzeitig gute Wärme- und Schalldämmung.

Salü,

da zitiere ich mal Tante Wiki:

Cellulose ist ein wichtiger Rohstoff zur Papierherstellung. Als Ausgangsrohstoff dient das lignin- und cellulosereiche Holz. Aus diesem wird einerseits auf mechanischem Weg Holzschliff hergestellt, der für Papier weniger hoher Qualität verwendet wird. Andererseits wird durch chemische Verfahren der Ligninanteil entfernt, wodurch Zellstoff erzeugt wird, der hauptsächlich aus Cellulose besteht und für Papiere höherer Qualität verwendet werden kann.

Die Samenhaare des Baumwollstrauches ( Gossypium herbaceum ) bestehen aus fast reiner Cellulose.[16]

Nahaufnahme von Gewebe aus Viskose („Kunstseide“).

In der Bekleidungsindustrie werden sowohl natürliche aus Cellulose bestehenden Pflanzenfasern wie auch künstliche Cellulosefasern (abgekürzt CO ) verwendet. Beispiele für natürliche Fasern sind Baumwolle und die Bastfasern des Lein (Flachs), die zu Leinen verarbeitet werden.

Zur Herstellung von synthetischen Cellulosefasern („Zellwolle“) wird eine alkalische Lösung von xanthogenierter Cellulose („Viscose-Lösung“) zu Fäden verarbeitet, der sogenannten Regeneratfaser (z. B. Viskose).

Unterschiedlichste Cellulosederivate finden vielfältige Anwendung, wie z. B. Methylcellulose, Celluloseacetat und Cellulosenitrat in der Bau-, Textil- und chemischen Industrie. Vom Cellulosenitrat abgeleitet ist Zelluloid, der erste Thermoplast.

Ein weiteres Cellulose-Regenerat ist Cellophan (Cellulosehydrat), das in Form von Folien ein verbreitetes Verpackungsmaterial ist.

Da Cellulose in der Natur in großen Mengen verfügbar ist, wird versucht, diesen nachwachsenden Rohstoff z. B. auch als Biokraftstoff Cellulose-Ethanol verfügbar zu machen. Derzeit wird intensiv geforscht, um pflanzliche Biomasse, wie vor allem Holz und Stroh, dafür zu erschließen.

Cellulose wird mit Borax oder anderen Fungizid und Flammschutzmittel versetzt als Einblasdämmstoff verwendet.[17] Dazu wird sortiertes Zeitungspapier in einem mechanischen Prozess zunächst zerkleinert und mit Fungiziden sowie Flammschutzmitteln behandelt. Der gewonnene Cellulosedämmstoff kann fugenlos eingeblasen und für die Wärmedämmung und als Schallschutz verwendet werden. Das Einblasverfahren wird in Kanada und den USA seit ca. 1940 angewendet. Vorteil dieses Dämmstoffes ist die umweltschonende Herstellung, bzw. die weitere Verwendung von sortiertem Zeitungspapier.

Im Labor kann es bei der Auftrennung von Stoffgemischen als Füllmaterial für die Säulenchromatographie verwendet werden.

und hätte gerne gewusst, was Du eigentlich meinst.

Glück auf!

MM

Hallo,

Zellulose geht leider nicht, da manche Steckdosenöffnungen bis in den Hohlraum reichen. Da will ich lieber ein Material, das nicht so gut brennt. Abgesehen davon leben auch schon mal Mäuse im Hohlraum, die Zellulose als Nestbaumaterial womöglich besonders schön fänden und für Klumpen- und Lückenbildung sorgen könnten.
Ich hatte inzwischen einen Besichtigungstermin mit einem Anbieter mit dem Ergebnis, dass Glaswolle die Anforderungen hier am besten erfüllt. Und gut is.

Gruß,
Paran

1 Like