Hallo louis,
danke für die Antwort
Sowas hatte ich mir fast gedacht…
Das heisst, Du hast vor >8 Jahren mal Arzthelferin gelernt und möchtest nun wieder in den Beruf einsteigen? Das Problem ist, dass Du nur Vormittags arbeiten willst, weil Nachmittags die Kinder da sind, richtig?
Und nur ne Frage am Rande: hast Du eine Lösung (Oma, Tagesmutti, Nachbarin, Hort, was auch immer) für Ferien oder wenn eines der Kinder mal krank ist?
Wenn Du trotz „zig“ Bewerbungen immer nur Absagen sammelst, wäre es eventuell mal ne gute Gelegenheit, Deine Bewerbungsunterlagen durchzugucken. Vielleicht steckt da ja ein grober „Hund“ drin. Das heisst, das solltest auf jeden Fall machen lassen. Am besten von nem Experten vor Ort (vielleicht hast ja jemanden im Bekanntenkreis - manchmal bietet auch das Arbeitsamt sowas an), sonst hier im Forum (natürlich in hinreichend anonymisierter Form - kannst mir auch jederzeit mailen).
Wegen der Alternativen: setz Dich doch mal in ner ruhigen Stunde hin und überleg Dir, was Du beruflich machen willst. Ich war grad gestern beim Zahnarzt und hab mir (als ich da so rumlag mit offenem Mund *fg*) überlegt, dass Arzthelferin doch einer der vielseitigsten Berufe überhaupt ist. Die müssen Büroarbeit können, Computer, dann mit Menschen umgehen (und nicht jeder ist ja bei jedem Artzbesuch voll entspannt und freundlich *fg*) und obendrein noch das „handwerkliche“. Das heisst, damit solltest Du doch eine coole Basis für ganz viele Tätigkeiten (die deutlich über Putzen rausgehen) haben. Und DAS kannst Du sicherlich in Deiner Bewerbung auch so rausstellen 
Und dann schreibst Du ja von Aushilfsjobs. Siehst Du denn ne Chance, aus einem der Aushilfsjobs was festeres zu machen? Oder hast Du da was gemacht, was Du gerne weiter machen würdest?
Schreib doch mal ne Liste mit „ich kann“ und „ich will“. Und dann die Gegenliste „ich will nicht“ „ich kann nicht“. Wichtig ist, dass Du diese Liste wirklich ehrlich schreibst und drüber nachdenkst.
Der Umgang mit „schwierigen“ Patienten: hat Dir das wirklich Spass gemacht oder warst Du vielleicht am Abend doch richtig sauer? Das Sortieren von Patientenunterlagen: fandest das richtig gut oder hast Du ständig irgendwas falsch abgelegt etc. Oder warst Du eben immer diejenige, die die Fehler der Kolleginnen ausgebügelt hat und die immer die Vene getroffen hat, wenn alle anderen versagt haben? Was auch immer, schreib alles auf was Dir so einfällt. Völlig ungefiltert und unbewertet.
Das Bewerten kommt im nächsten Schritt. Mal angenommen da stünde „ich will am PC arbeiten“, aber auch „ich kann nicht…“ dann müsstest Du da eventuell was dagegen tun. Sei es nun privat, über die Volkshochschule (oder ähnliches) oder übers Arbeitsamt.
Kurz gesagt: guck erstmal wo das Ziel ist, und dann arbeite an dem Weg dorthin 
Achja, noch was: ich weiss nicht wie deutsche Arbeitsämter funktionieren (manchmal lese ich gar gruseliges), aber vielleicht können die Dir mehr helfen als Du glaubst? Wie gesagt, eventuell können die Deine Bewerbungsunterlagen mal checken, Du kannst das BIZ nutzen für Alternativen im Job, die können Dir Jobvorschläge machen, die können Dir Weiterbildungen vorschlagen (eventuell sogar finanziell unterstützen) etc. Vielleicht gibt’s sogar für so Leute wie Dich (Du bist ja nun nicht die einzige Mutti die nach ein paar Jahren Pause wieder in den Job einsteigen will *fg*) spezielle Förderprogramme oder so? Keine Ahnung, aber versuch vielleicht die mal als Leute zu sehen, die Dir bei der Jobsuche helfen können und nicht als „Feinde“ die Dich „eh nur Putzen schicken“.
*wink*
Petzi