Tiptronic für RC-Auto

Hallo, hoffe dass mir hier vielleicht jemand helfen kann.
Ich habe seit einiger Zeit ein Projekt in Angriff genommen, ich will mir ein RC-Auto (Masstab 1:6) komplett selbst mit einigen kleinen Extras zusammen bauen. Eine Idee die ich verwirklichen will ist ein vom Sender aus Bedinebares 3 oder sogar 4-Ganggetriebe mir Rückwärtsgang. Das Ganze soll später mit 2 Knöpfen geschaltet werden (einer zum hochsachlten, einer zum runterschalten. Da ein Servo ja 2 Drehrichtungen hat hätte ich auch schon 2 Signale die ich weiterverarbeiten kann.
Und jetzt fängt das eigentliche Problem an: wie Werte ich diese Signale aus, bzw kann sie weiterverarbeiten?
Im Prinzip benötige ich einen Baustein, der erkennt in welchem Gang er gerade ist (er muss mit rauf und runter zählen können, schließlich will ich nicht wenn ich bereits im 3. Gang bin und keinen 4. habe aus versehen nochmal hochschalten können). Als Ausgangspunkt dazu könnte man z.B. den Leerlauf -durch schalter wird leerlauf gemeldet- nehmen (Reihenfolge wäre rückwärts - Leerlauf - 1. - 2. - 3.Gang)
Das Signal muss soweit verarbeitbar sein, dass ein servo die kupplung trennt, und ein 2. Servo den Gang wechselt, sobald die Kupplung getrennt ist. (Kupplung getrennt bringt z.b. ein Endschalter)
Dabei gilt es des 2. Servo jeweils nur einen bestimmten Weg zurücklegen zu lassen, da er ja bei 3 vorwärts, 1 rückwärts und leerlauf 5 verschiedene stoppstellungen haben muss.
Und der ganze Gangwechsel muss recht zügig erfolgen.
Und genau diese Modul ist mein Problem :smile:
Ich hoffe jemand kann mit der Problematik was anfangen und weiß wie man sowas realisieren könnte und das am besten relativ klein :smile:
Grüße
Marco

Hallo Marco,

kleiner Tip:
Schau dir einmal ein Motoradgetriebe an !!

Zur Ansteuerung brauchst du dabei nicht einmal einen Servo, 2 Elektromagnete würden reichen.

MfG Peter(TOO)

Frage zum Gangwechsel und 2 Varianten
Hallo Marco,

Als erstes fällt mir zu Deinem Problem eine wichtige Fragen ein:
Wie soll die Umschaltung von einem Gang in den nächsten realisiert werden - durch einen kontinuierlich zu verstellenden Weg, oder durch einen mechanischen Impuls? Abhängig von der Beantwortung dieser Frage wird die Signalverarbeitung entsprechend aussehen müssen:

Im Falle eines kontinuierlichen (Servo-)Verstellweges könntest Du aus dem Ansteuersignal des Servos mit etwas Elektronik (z.B. mittels Schmitt-Invertern aufgebaute RC-Zeitverzögerungs-Stufen und FlipFlops) die Information herausbekkommen, welcher Gang gearde eingelegt ist, denn das Signal, welches vom Empfänger an den Servo weitergeleitet wird, ist ein sich mit ca. 50Hz wiederholender Rechteck-Impuls, dessen Zeitdauer vom Verstellweg des Servos abhängig ist. Kurz gesagt:
Für die Erkennung des eingelegten Ganges kannst Du die zeitliche Länge der Servo-Ansteuerimpulses auswerten. Ich würde das mit einem PIC-Mikrocontroller der Firma MICROCHIP machen, denn bei denen musst Du keine Programmiersprache erlernen sondern nur ca. 7 Maschinenbefehle, doch wer sich da nicht reinarbeiten will, muss mit Logik-Gattern und RC-Schmitt-Verzögerungsstufen arbeiten.

Im Falle eines mechanischen Impulses für das Gangwechseln wirst Du einen Zähler mit Referenz-Position benötigen, d.h. der Zähler wird bei Leerlauf durch einen Mikroschalter mit dem Wert „0001“ geladen (Baustein 4516). Vorteil dabei: wird im Leerlauf die Taste zum Herunterschalten betätigt, wechselt der Zählerstand auf „0000“ statt auf „1111“ wenn Du den Referenzwert im Leerlauf einfach nur auf „0000“ gesetzt hättest.

Das klingt jetzt alles sehr einfach, doch die Steuerlogik muss so ausgelegt sein, dass in keinem Fall ein undefinierter Zustand entstehen kann. Und ohne Oszilloskop brauchst Du erst gar nicht anfangen. Wie gesagt, ich würde das ganze mit Mikrocontroller machen, die Entwicklungsumgebung gibt es kostenlos zum Download (www.microchip.com). Es wird Dich 2-3 Wochen Einarbeitung kosten, doch dann wirst Du in Sachen Logik- und Impulsverarbeitung nie mehr auf die ungeheure Flexibilität eines Mikrocontrollers verzichten wollen. Grund: wenn die Funktion einer Schaltung modifiziert werden soll oder muss, bedeutet das bei „dummen“ IC´s eine Neuverdrahtung. Beim Mikrocontroller sind nur wenige Programmzeilen zu ändern, was wesentlich schneller und bequemer ist.
Ok, ich hoffe Dir mit diesen Ausführungen etwas weitergeholfen zu haben.

Gruß, Alexander