Wir würden gerne eine Tischplatte für den Schreibtisch der Masse 215cm x 110cm aus massivem Bambus verwenden. Es handelt sich um eine dreischichtige Massivholzplatte mit folgenden Daten: Härte bis max. 32HB (vgl. Holz: 24HB), Dichte 0,79 g/cm³ (vgl. Holz: 0,63g), Robustheit 1271kg/cm². Die Platte soll nur an den Schmalseiten aufliegen, dabei jedoch über die gesamte Schmalseite (höhenverstellbarer Schreibtisch), also keine Zargenkonstruktion.
Die wichtigste Frage ist jetzt, welche Stärke die Platte haben muss, damit man darauf arbeiten kann ohne dass sie sich durchbiegt oder bricht. Gibt es dafür eine Faustformel?
Angeboten werden die Platten in den Stärken 19, 25 und 40mm, wobei eine Platte mit 40mm bereits 80kg wiegt und damit kaum noch handhabbar ist.
Eine brauchbare Faustformel gibt es dafür nicht.
Fakt ist, bei dieser Länge bzw. Breite hat man immer das Problem des Durchbiegens. Wie Du schon sagtst, steigt ja mit der Stärke auch das Gewicht, und somit die Wahrscheinlichkeit des Durchbiegens.
Als Lösung würde mir nur ein möglichst schmaler, vertikal unter der Platte angebrachter Steg, einfallen. Oder evtl. ein stabiler Metallwinkel der von unten angeschraubt wird.
Sicherlich nicht schön, aber was anderes würde mir da nicht einfallen.
Hallo Passiflora,
die angegeben Daten, beziehen sich auf die Brinellhärte, d.H. die Druckfestigkeit der Holzoberfläche.Die Angaben sind eher bei Parkett zu finden
Du solltest darauf achten, daß die Holzmaserung also in die lange Richtung geht also 2xlange Maserung 1xQuer
( wegen 3-Schicht)
Die Platte ist also mit 25mm schon sehr stabil,bedenke wie die Menschen im Bierzelt auf den Bänken herumhüpfen das Holz ist Fichte und etwa 25-28mm stark.
Auf die Länge würde ich aber trotzdem 40mm empfehlen.
Die Durchbiegung stellt sich halt bei der dünneren Platte 25mm wahrscheinlich sofort und bei 40mm etwas später ein. Vermeidbar ist es bei beiden nicht.
Hai,
Dichte und Härte sind zwar wegweisend, jedoch ausschlaggebend ist die Elastizität bzw. Bruchfestigkeit des Materials. Da bekanntlich viele Stockwerke hohe Arbeitsgerüste aus Bambus gebaut werden, dieses Material also für hervorragende Eigenschaften bzgl. Biegefestigkeit bekannt ist, empfehle ich aus dem Bauch heraus die 25mm- Platte.
Es könnte sogar schon die 19mm- Platte ausreichen…(bei normaler Nutzung des Schreibtisches).
Damit die Platte dicker wirkt, könnte man diese an den Rändern mit schmalen aufgeleimten Streifen verstärken. Steht eine Musterplatte zur Verfügung könnte man direkt die Durchbiegung testen. Sie sollte nicht mehr als 3mm betragen. (unter Last Schnur von Kante zu Kante spannen, eventuelle Lücke prüfen)
Nun denn, vielleicht gibt es einen Physiker, der den Wert direkt berechnen kann
In der Hoffnung weitergeholfen zu haben, Schönen Abend noch …
Hallo
bei der Länge von 215 kommen sie an einer Zarge nicht vorbei da die Platte schon durch Ihr eigen Gewicht durchhängt. Da ihre Platte ja sehr breit ist können sie die Zarge ja sehr weit einrücken notfalls bis zur Mitte so kann man sie nicht sehen wenn die Platte auf Schreibtich Höhe (75cm) montiert ist.
Moin,
Bambus ist kein Holz, also bin ich nicht zuständig! Ernsthaft: Leider habe ich keine Erfahrung mit Bambusplatten, würde bei 2,15 m Spannweite schon zu der 40 mm Variante raten. Falls das zu schwer wird, könnt Ihr vielleicht ein T Steg unter die Platte leimen, dann kommt ihr bestimmt mit 25 mm aus.
Hallo auch,
ich muss da schon sagen, dass ich überfragt bin. Da müsstest du mal einen Schreinermeister befragen bzw. schau doch mal in verschiedenen Möbelmärkten nach, ob da was ähnliches steht. Dannn kannst du ja das Maß übernehmen. Wie gesagt, ich bin nur geübter Handwerker und kein Meister/Techniker/Ingenieur.
Viele Grüße
Klausi
also, eine Faustformel gibt es da meines Wissens nicht. Ich würde jedoch, bei der Größe dieses Tisches eine Dicke von min. 25 mm empfehlen.
Was das Durchbiegen der Platte angeht, so würde ich sagen, daß sich die Platte auch bei einer Stärke von 40mm „durchbiegen“ wird. Bei einer Spannweite von dieser Größe bleibt das auch nicht aus, wobei die Platten nicht brechen werden, es sei denn, man möchte darauf tanzen .
Grundsätzlich ist es immer besser eine stützende Zargenkonstruktion zu verwenden, damit solche „Probleme“ erst gar ncht auftreten.
Ganz wichtig wäre zu prüfen, ob das vorhandene (?) Schreibtischgestell diese Belastung trägt.
Ich hoffe damit ein wenig geholfen zu haben.
Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung
Mit freundlichem Gruß
Waendelin
P.S. Ganz wichtig ist die beidseitige Behandlung der Oberfläche!!
noch bevor ich die Frage zu Ende gelesen habe, hatte ich eine 40 mm Dicke Platte im Kopf. Eine Faustformel gibt es meines Wissens nicht. Es hat für mich noch einen optischen Grund. Auf 215 cm Länge würde eine 25 mm Dicke Platte optisch nicht standhaft wirken. 40 mm wirkt dagegen massiv (80 kg) und robust. Die 25 mm täten es sicherlich auch. Zum Vergleich kann mann vielleicht eine Küchenarbeitsplatte (meistens 40 mm) betrachten, die auch mal 2 m lang ist. Wäre die Platte nur halb so dick, dann wäre es proportional (nach meinem Empfinden) etwas unpassend. Also auch geschmackssache. Ich hoffe, dass ich dir damit helfen konnte. oliver