Hallo,
ich habe vorgestern Stifte für zukünftige Kronen reinbekommen. Leider hat mein Arzt mir erst nachher mitgeteilt, dass das Titanstifte sind (stand vorher nirgendwo). Meinte aber das habe gaar nicht mit Titanoxiden zu tun.
Nunja. vier Stunden später (22 Uhr) begann der juckende Ausschlag, der sich ausbreitete und brannte als hätte ich mir den ganzen Körper verbrüht. Das hatte ich beim Descortin (mit Titandioxid) auch schonmal.
Am nächsten Tag um 9 Uhr waren die Stifte draußen. Sie waren insgesamt also 15 Stunden im Körper. Ich habe Fenistil bekommen, das hat aber nur wenig geholfen. Gestern Abend bekam ich noch eine Cortison Infusion. Der Ausschlag war weg, beim letzten Mal hatte das super geholfen.
Leider fing es heute Morgen gegen acht wieder heftig an zu jucken und der Ausschlag kam wieder. Mein Hausarzt hat mir Prednison verschrieben, habe heute mit 2 1/2 Tabletten begonnen und das wird dann wieder ausgeschlichen.
Der Juckreiz wurde langsam gesenkt aber ich fühle mich wie ein blinkender Christbaum - alle paar Minuten wechselt der Juckreiz mit den roten Quaddeln die Stelle wo er auftaucht, mal Hals, mal Handrücken mal Fußrücken mal Brust.
Seit zwei Stunden wird es wieder etwas stärker.
Kann jemand abschätzen wie lange ich mich mit dem Mist rumquälen muss, bis das Titan wieder aus dem Körper ist, damit ich mir wenigstens selbst mut machen kann?
Ich muss die nächsten zwei Tage so viel tun und arbeiten, das ständige gejucke und wirklich blöd 
lg
Kate
Hallo
Nach Wikipedia gibt es keine Titanallergie. www.wikipedia.de
Ich vermute deswegen, das etwas anderes Deine Reaktion ausgelöst hat.
Gibt es eine Quelle für minderwertiges Titan(Legierung?) in D?
Unsauberes „Bohrwerkzeug“?
Außerdem hat metallisches Titan an Luft eine oxidische Oberfläche(Passivierung), also Titanmetall und Titanoxid dürfte dieselbe Reaktion hervorrufen, bzw. beides ist nahezu inert.
MfG
Matthias
Hi
Das es keine Titanallergie gibt ist ein Internet-mythos. Sie ist nur extrem selten. Du solltest auch wissen, dass Wikipedia keine seriöse Quelle ist.
Ich habe einen Allergietest machen lassen beim Allergologen und Hautarzt und habe damals auf Titan-IV-Oxid reagiert, das steht auch so in meinem Allergiepass.
Dann hatte ich mal Entocord bekommen wegen einer anderen Erkrankung, da habe ich zum ersten Mal diesen monströsen Ausschlag bekommen. Nach einem zweiten Mal blieben nur zwei mögliche Verursacher übrig und dann fand ich das Titandioxid auf der Packung vom Entocord. Das andere Medikament nehme ich immer noch ohne Probleme.
Und jetzt genau der selbe Ausschlag. Ich bin auch mit nichts anderem ungewöhnlichen in Kontakt gekommen.
Es ist mittlerweile schlimmer geworden, es juckt am ganzen Körper, mein Hals, Hände und Oberschenkel sind knallrot. Ich weiß gar nicht mehr was ich machen soll…
lg
Kate
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Hallo
Ich finde das ganz erstaunlich, zumal Titan recht viel verwendet wird, in Farben, in Bonbons als Lebensmittelfarbstoff usw…
Wenn es in Deinem Allergiepass steht, glaub ich es Dir.
Aber wie gesagt, Titanmetall sollte vermutungsgemäß dieselbe Reaktion auslösen wie Oxid, wegen der passiven, oxidierten Oberfläche.
Ich bin kein Arzt oder so.
MfG
Matthias
Moin,
Aber wie gesagt, Titanmetall sollte vermutungsgemäß dieselbe
Reaktion auslösen wie Oxid, wegen der passiven, oxidierten
Oberfläche.
nicht unbedingt.
Wenn TiO2 hochdispers ist, wie z.B. als Pigment, dann wäre ein Allergierisiko ungleich größer als bei Metall, wo man versucht, die Oxidoberfläche so kompakt und dicht wie möglich zu halten.
Der Faktor der spezifischen Oberflächen dürfte sich um mehrere Größenordnungen unterscheiden.
Gandalf
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Dann empfiehlt es sich das Prednison nicht zu gering
zu dosieren und zu kurz zu nehmen;
andernfalls besteht die Gefahr, dass das ganze wieder
richtig ausbricht.
Die Nebenwirkungen des Cortison sind in erster Linie
bedenklich bei Langzeiteinnahme.
Hallo
Aber andererseits reicht eine Allergie auf die Kontaktstelle des Implantats mit seiner geringen Oberfläche völlig aus, um eine Reaktion zu bewirken.
Das eine Implantation nicht mit Puder erfolgt, ist glaub ich auch klar.
Bei Allergien handelt es sich nicht um stöchiometrische Reaktionen.
Falls dem implantierenden Arzt der Allergiepass gezeigt wurde, würde ich als Laie von einem, wie es so schön heißt, Kunstfehler sprechen.
Auch weil die Allergie auf Titanoxid schon sehr selten ist, sollte das doch zu denken geben.
MfG
Matthias