Titandioxid besorgen

Hallo miteinander,

ich suche eine Quelle für nanoskaliges TiO2 mit einer Korngröße bis max. 50nm. Diese sind sehr schwer auszumachen. Der eine Händler, den ich ausmachen konnte, beliefert nur die Industrie, bzw. nur Händler; ich denke nicht, dass meine Anfrage überhaupt Gehör finden würde. Ich bräuchte eigentlich nicht viel. Feinkörniges TiO2 kann man hingegen sehr leicht bekommen, nur das bringt ja leider nicht die gewünschten Eigenschaften mit. Dann habe ich noch einen ausländische Händler gefunden, bei dem aber die Mindestbestellmenge sehr hoch ist. Ich bräuchte bloß 10 - 20 Gramm!!
Hat jemand eine Idee, wie und woher ich das bekommen könnte?

(Und nein, mit TiO2 kann man weder Bomben bauen, es ist nicht explosiv und nicht gefährlich; im Gegenteil, es ist äußerst inert! Es findet sich u. A. in vielen Lebensmitteln.)

Moin,

ich suche eine Quelle für nanoskaliges TiO2 mit einer
Korngröße bis max. 50nm.

wie ich in einem anderen Zusammenhang erfahren habe, ist die Firma Sachtleben ein Produzent davon.
Ob Du dort aber kleine Proben kriegst, ist nicht so wahrscheinlich.
Kannst Du es ev. über eine Bildungseinrichtung versuchen?

Gandalf

Vielen Dank für den Tipp. Die haben eigentlich genau das, was ich suche :frowning:

Ob das über die Uni geht - fraglich. Wollte eh mit meinem Prof mal reden, aber eigentlich NACHDEM ich meine eigenen „Voruntersuchungen“ angestellt habe. Der hat möglicherweise Verbindungen (denn er hat damit eigentlich nichts zu tun), aber dafür müsste ich lang und breit darstellen, was ich vorhabe. Ich seh’ schon, das wird komplizierter, als ich dachte.

Wäre es denn rein theoretisch möglich, das normal erhältliche TiO2 mittels Ultraschall runterzuskalieren? Ein paar Nano-Partikel sollten so doch auch entstehen können (was aber sicherlich eine sehr unsaubere Methode wäre)?!

Hallo,

ich suche eine Quelle für nanoskaliges TiO2 mit einer
Korngröße bis max. 50nm.

Welche Betriebe verwenden das denn? Vielleicht gibt dir ein Betrieb in der Nähe ja ein Schäufelchen voll ab? Kostet ja wohl nicht so viel.

Cheers, Felix

Moin,

Welche Betriebe verwenden das denn? Vielleicht gibt dir ein
Betrieb in der Nähe ja ein Schäufelchen voll ab? Kostet ja
wohl nicht so viel.

erstens wird das von ‚normalen‘ Fabriken eher nicht verwendet, die nutzen ‚normales‘ Titanoxid, meist als Pigment.
Nanoskaliges Titandioxid wird für völlig andere Zwecke verwendet. Es ist transparent und auch weit! teurer als die eh schon nicht niedrigpreisige Normalware.
So ein Schäufelchen voll wäre schon recht kostspielig :wink:

Gandalf

Hallo Haka
Das mit dem Ultraschall zertrümmern, wird wohl nichts, weil die Wellenlänge auch bei Frequenzen um 100 MHz deutlich größer als deine zu erzielenden Korngrößen sein wird.
Gruß
Rochus

Moin,

Wäre es denn rein theoretisch möglich, das normal erhältliche
TiO2 mittels Ultraschall runterzuskalieren? Ein paar
Nano-Partikel sollten so doch auch entstehen können (was aber
sicherlich eine sehr unsaubere Methode wäre)?!

zum einen werden Nanos meist von unten nach oben hergestellt und nicht von oben nach unten.
Sprich, sie werden nicht durch Mahlung hergestellt, sondern in dieser Größe synthetisiert.
Dazu kommt, daß durch diese Synthese meist eine bestimmte Oberflächenstruktur erzeugt werden kann, die man durch Mahlung nicht hinkriegt.

Gandalf

Das mit dem Ultraschall zertrümmern, wird wohl nichts, weil
die Wellenlänge auch bei Frequenzen um 100 MHz deutlich größer
als deine zu erzielenden Korngrößen sein wird.

Ja, das meinte ich ja mit „unsauber“. Per Ultraschall bis zu einem gewissen Grad feinmahlen geht ja bekanntlich gut, aber man erhielte hauptsächlich zu große Korngrößen im Mikrometerbereich. Eigentlich müsste die Korngrößenverteilung nach der Ultraschallbehandlung normalverteilt sein, also ein paar Nanopartikel dürften so wohl auch entstehen (was aber wirklich schlampige Arbeit wäre und nicht Sinn der Sache ist).

Ich werde mich also weiter auf die Suche nach Quellen machen und ein paar Anfragen rausschicken. Wenn es jemanden interessiert, kann ich gerne berichten, ob ich Erfolg hatte.

Vielen Dank für den Tipp. Die haben eigentlich genau das, was
ich suche :frowning:

Dann sprich doch mal mit mir…Du bekommst gleich noch Post!

aber dafür müsste ich lang und breit darstellen, was ich
vorhabe.

Naja, so ein zwei Fragen hätt´ ich auch!

Ich seh’ schon, das wird komplizierter, als ich
dachte.

Nicht zwingend.

Wäre es denn rein theoretisch möglich, das normal erhältliche
TiO2 mittels Ultraschall runterzuskalieren?

Nö, geht nicht. Nicht mal ein bißchen. So richtig GAR NICHT.
„Nano“ ist ein Modewort geworden. Es ist in aller Munde aber nur in wenigen Köpfen…
Hier mal ein paar Basics:
Zuvörderst unterscheide man „Mahlen“ und „Dispergieren“.
Während Dispergieren der Prozeß der Zerteilung in einem Medium ist (z.B. im Lackansatz oder in einem Polymer), ist Mahlen das Zedrstören von Partikeln.
Bereits das Dispergieren, also das Zerteilen von Agglomeraten, ist nicht trivial.
Wo für pigmentäres TiO2 mit d50 ca. 300 nm noch ein gut bedienter(!)Dissolver ausreicht um Mahlfeinheiten von 5-8µm zu erreichen werden für richtig kleine Teilchen schon mehrstufige Perlmühlen mit trickreich gewählten Perlen verlangt. Wohlgemerkt: Für´s Deagglomerieren!
Für Mühlen, also für das echte Zerkleinern der Primärteilchen, ist bei 1µm Ende Gelände
Ultraschall wird da oft überschätzt. Man kann es einsetzen, um z.B. Proben für Kornverteilungsmessungen (Laserbeugung oder Fotozentrifuge) zu erzeugen. Aber: die erforderliche Energie ist so hoch, daß sich ein Ultraschallfinger dabei merklich abraspelt. Insbesondere bei einer recht abrasiven Substanz wie TiO2.

Daher werden alle TiO2-Typen, ob nun pigmentär oder kleiner, aus Lösungen hergestellt.

Gruß
AKQJ10s

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