Hallo,
ich habe einige Spenglerarbeiten vor mir. Standardmaterial ist wohl das sog. Titanzinkblech. Dazu einige Fragen:
- Was ist eigentlich Titanzink?
- Handelt es sich hier um ver(Titan)zinkte Stahlbleche?
- Was und für was taugt das?
- gibt es bezahlbare Alternativen, z.B. VA?
Vielen Dank für Eure Antworten
Gruß
Stefan
Hallo Stefan,
Titanzink ist (fast) reines Zink und wird mit verschiedenen Oberflächen angeboten: BLANK-Zink wird matt graublau, QUARTZ-Zink ist vorbehandelt und grau (Vorbewitterungsprozess)und ANTHTRA-Zink hat, auch durch Vorbewitterung, eine satinierte anthrazitfarbene Optik.
Verarbeitung bei allen Qualitäten: schneiden, kanten, runden, wulsten, bördeln, stanzen. Verbinden: weichlöten, nieten. Verarbeitungstemperatur: > 10 °C
Anwendungen: Dacheindeckungen, Fassadenbekleidungen, Dachentwässerung
Alternativ: Kupfer, verzinktes Stahlblech
VA-Blech weniger geeignet, da schwer zu verarbeiten
Grüße, Carl Lüttmann
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Hallo und Danke für die schnelle Antwort,
einpaar Fragen habe ich noch:
-
wie sieht es mit der Haltbarkeit von Titanzink aus? Ich denke da nicht nur an senkrechte sondern auch an waagerechte Flächen auf denen Wasser stehen kann.
-
woher kommt eigentlich der Name T i t a n zink?
-
Ist verzinntes VA eine Alternative? Wie sind hier die Mehrkosten?
Gruß
Stefan
Hallo und Danke für die schnelle Antwort,
einpaar Fragen habe ich noch:
- wie sieht es mit der Haltbarkeit von Titanzink aus? Ich
denke da nicht nur an senkrechte sondern auch an waagerechte
Flächen auf denen Wasser stehen kann.
Stehendes (Regen-)Wasser ist unbedenklich, wenn chemisch unbelastet. Es sollte deshalb immer für Wasserabfluss gesorgt werden.
Bei Kontakt mit edleren Metallen wie Kupfer, Blei und Zinn besteht bei gleichzeitigem Einwirken eines Elektrolyten wie Regenwasser oder Kondensat die Gefahr einer Kontaktkorrosion. Ansonsten ist Zink z.B. gegenüber Wein, S-haltigen Verbrennungsabgasen, Unterchlorige Säure, Benzin und Benzol, Quecksilber, Polyphosphate in Waschmitteln, Olivenöl, Nickel, Natriumchlorit in Zement, Milch, Grubenwasser, Asphalt (feucht) und vielen weiteren Chemikalien und Stoffen unbeständig.
- woher kommt eigentlich der Name T i t a n zink?
Titan -> griech., einer der von Zeus gestürzten (riesenhaften) Götter der griechischen Sage. = groß und stark . Sonst: keine Ahnung
- Ist verzinntes VA eine Alternative? Wie sind hier die
Mehrkosten?
Verzinntes VA ist mir als Werkstoff unbekannt.
Gruß
Stefan
Gruß zurück, Carl Lüttmann