Hallo, hoffentlich geneigte Mitwisser,
den Film, dessen Titel ich suche, habe ich vor langer Zeit (will sagen: vor mindestens 10-15 Jahren) einmal im Fernsehen gesehen - ich vermute, dass er seinerzeit in einem der dritten Programme der ARD lief. Das, was mir von der Handlung in Erinnerung geblieben ist, ist schnell erzählt: ein Ehepaar, eher jung als alt, verbringt einen Urlaub irgendwo in der Nähe eines ziemlich menschenleeren Strandes. Beide geraten in die Gewalt eines Zeitgenossen, der aus dem einen oder anderen Grund auf der Flucht vor der Polizei ist. Im Verlauf der Handlung kettet der offensichtlich ziemlich ruchlose Geselle den eher jungen als alten Ehemann an den Pfahl einer Landungsbrücke; dessen Frau darf dem an die Pier Gefesselten Gesellschaft leisten. Mister Skrupellos verabschiedet sich mit dem Wagen der beiden in Richtung der nächsten Stadt oder Grenze - und mit dem Versprechen, Helfer zu schicken. Die jedoch lassen auf sich warten - und die Flut steigt …
Der Film ist meines Wissens in s/w gedreht, und ich schätze, dass er aus den späten 50ern oder frühen 60ern stammen könnte. In meiner Erinnerung nimmt sich der fragliche Film so aus, als habe sich jemand aufmerksam ein paar typische Vertreter des Genres ‚Film Noir‘ angesehen, sich hier ein bisschen bei Hitchcock abgeschaut und dort ein wenig bei Robert Aldrich abgekupfert, um daraus (vielleicht im Fahrwasser eines erfolgreichen Suspense-Films vom Kaliber eines ‚Psycho‘ … ?) das Drehbuch für einen kleinen ‚Me too‘-Thriller zu drehen.
Um einen Klassiker scheint’s sich bei dem Werk, dessen Titel ich bis dato vergeblich suche, jedenfalls nicht zu handeln - dessen unbenommen fand ich ihn durchaus spannend, und ich würde ihn gern einmal wiedersehen.
Frage: Fällt jemandem von Euch ein Film ein, auf den obige Beschreibung passen könnte? Durch einschlägige Seiten, die sich mit dem ‚Film Noir‘ beschäftigen habe ich mich bereits durchgehangelt - und natürlich habe ich auch schon einen ausgiebigen Google-Hupf von ‚film‘ und ‚thriller‘ bis ‚man/husband tied to pier‘ hinter mir.
Für sachdienliche Hinweise dankt
Frank