Hallo:
Grundlagenfrage…
Wenn ich einen Einphasigen Verbraucher an TN-C Netz anschliesse (N und PE zu einem Leiter komponiert), dann fliesst doch Strom in den PEN- Leiter, der doch mit mit dem Gehaeuse verbunden ist.
Dann wuerde doch das Gehaeuse staendig unterspannung stehen???
Verstehe da etwas falsch???
Danke
Raed
Grundlagenfrage…
Wenn ich einen einphasigen Verbraucher am TN-C Netz
anschließe (N und PE in einem Leiter kombiniert), dann
fließt doch Strom über den PEN- Leiter, der doch mit mit dem
Gehaeuse verbunden ist.
Dann wuerde doch das Gehaeuse ständig unter Spannung
stehen?
Ja.
Verstehe da etwas falsch?
Nein.
Zur Verdeutlichung rechnen wir uns das doch mal am Beispiel einer „klassisch genullten“! Steckdose aus. Als Widerstand für den PEN Leiter von der Steckdose bis zum Hausanschluss, wo dieser ja mit dem Potenzialausgleich verbunden ist, setze ich mal 0,3 Ohm an (ist schon recht hoch gegriffen - mit 0,3Ohm für jeweils Hin- und Rückleiter hätte man 0,6Ohm als Ri, das wären bei 16A 9,6V Spannungsfall auf der Leitung und somit schon mehr als die erlaubten 3% der Nennspannung). Bei einem Heizlüfter mit 2000W fließen nun etwas weniger als 9A durch den PEN, es ergibt sich eine Berührungsspannung von 9A * 0,3Ohm = 2,7V. Würdest Du also eine Taschenlampenbirne zwischen das Gehäuse des Lüfters und z.B. einer Wasserleitung halten, dann würde sie leuchten. Spüren tut man nichts!
Gefährlich ist es, wenn im Falle eines vollständigen Masseschlusses die halbe Betriebsspannung am Gehäuse gegen Erdpotenzial anliegt, aber deswegen muss ja auch sichergestellt sein, dass eine Sicherung dann schnell genug auslöst.
Hallo:
Danke fuer die Antwort
Heisst das, dass der Strom im TN-C System zwei Rueckwege hat…ein Teil durch PEN-Leiter und der andere durch die Erde?
Danke
Raed
Hallo:
Danke fuer die Antwort
Heisst das, dass der Strom im TN-C System zwei Rueckwege
hat…ein Teil durch PEN-Leiter und der andere durch die
Erde?
Ja. Vom Verbraucher aus gibt es zunächst mal den PEN Leiter als ersten Weg, den der Strom gehen wird.
Jetzt denken wir uns mal einen Verbraucher, der zusätzlich zum PEN noch z.B. über die Wasserleitung geerdet ist. Dies könnte z.B. eine Pumpe sein. Dann hätte der Strom schon am Verbraucher zwei Möglichkeiten, zurück zu fließen (hier erkennt man übrigens schon die Unmöglichkeit, einen RCD im TN-C zu betreiben).
Zusätztlich gibt es spätestens am Hausanschluss eine Verbindung zwischen PEN und Erder des Hauses. Dort wird sich ebenfalls der Strom aufteilen. Denn wenn auch der PEN in der Leitung zum Trafo sehr niederohmig ist, so wird sich trotzdem ein Teilstrom über die Hauserde einstellen.
Die Tatsache, dass im TN-C Netz Ausgleichströme „querfeldein“ laufen, kann sehr störend sein. So hatte ich z.B. auf einer Wasserleitung mal über 6A messen können. Oder knapp 1A auf einer Netzwerkleitung, die zwischen zwei Gebäuden verlief.
Daher sollte man in TN Netzen so früh wie möglich PE und N getrennt verlegen.
Hallo:
Danke fuer die Antwort
Heisst das, dass der Strom im TN-C System zwei Rueckwege
hat…ein Teil durch PEN-Leiter und der andere durch die
Erde?
Ja. Vom Verbraucher aus gibt es zunächst mal den PEN Leiter
als ersten Weg, den der Strom gehen wird.
Jetzt denken wir uns mal einen Verbraucher, der zusätzlich zum
PEN noch z.B. über die Wasserleitung geerdet ist. Dies könnte
z.B. eine Pumpe sein. Dann hätte der Strom schon am
Verbraucher zwei Möglichkeiten, zurück zu fließen (hier
erkennt man übrigens schon die Unmöglichkeit, einen RCD im
TN-C zu betreiben).
Wie könnte hier denn ein Schaltbild aussehen?
Eine einwandfreie Pumpe und ein Ableitstrom > 30mA über die Wasserleitung? Welcher Hersteller hat diese im Angebot?
Ein RCD der nicht in ein TN-C-System integriert werden kann?
Vielen Dank für Deine Mühe.
Zusätztlich gibt es spätestens am Hausanschluss eine
Verbindung zwischen PEN und Erder des Hauses. Dort wird sich
ebenfalls der Strom aufteilen. Denn wenn auch der PEN in der
Leitung zum Trafo sehr niederohmig ist, so wird sich trotzdem
ein Teilstrom über die Hauserde einstellen.
Die Tatsache, dass im TN-C Netz Ausgleichströme „querfeldein“
laufen, kann sehr störend sein. So hatte ich z.B. auf einer
Wasserleitung mal über 6A messen können. Oder knapp 1A auf
einer Netzwerkleitung, die zwischen zwei Gebäuden verlief.
Daher sollte man in TN Netzen so früh wie möglich PE und N
getrennt verlegen.
Ja. Vom Verbraucher aus gibt es zunächst mal den PEN Leiter
als ersten Weg, den der Strom gehen wird.
Jetzt denken wir uns mal einen Verbraucher, der zusätzlich zum
PEN noch z.B. über die Wasserleitung geerdet ist. Dies könnte
z.B. eine Pumpe sein. Dann hätte der Strom schon am
Verbraucher zwei Möglichkeiten, zurück zu fließen (hier
erkennt man übrigens schon die Unmöglichkeit, einen RCD im
TN-C zu betreiben).
Wie könnte hier denn ein Schaltbild aussehen?
Eine einwandfreie Pumpe und ein Ableitstrom > 30mA über die
Wasserleitung?
Im TN-C System! Nochmal deutlich: Da steht kein „-S“ dahinter.
Es gibt dort keinen „N“, sondern nur den PEN. Und sobald z.B. an einer - völlig einwandfreien - Pumpe der PEN mit dem Gehäuse (und somit mit ner Wasserkeitung) verbunden wird, teilen sich die Ströme auf.
Welcher Hersteller hat diese im Angebot?
Hier geht die Ironie ins Leere.
Ein RCD der nicht in ein TN-C-System integriert werden kann?
DARF!
Er würde den PEN schalten.
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