Tochter läßt sich durch nichts beruhigen

Hallo zusammen.

Wir haben ein Problem mit unserer dreijährigen Tochter. Seit einigen Wochen ist unsere Tochter sehr jähzornig. Sobald sie ihren Willen nicht bekommt dreht sie vollkommen durch. Sie schmeißt sich auf den Boden und ist nicht mehr zu beruhigen. Man kann auf sie einreden oder sie auch anschreien. Sie nimmt einen kaum wahr, schreit und schlägt um sich. Wir haben dabei immer wieder Angst, dass sie sich selber weh tun könnte. Es geht dabei nie um große Dinge. Heute war es z. B. eine Möhre, die sie nicht bekam, da es kurze Zeit später Abendessen geben sollte. Erst nach einer Viertelstunde hat sie sich wieder beruhigt. Wir wissen bald nicht mehr, was wir tun sollen. Was können wir machen, damit dieses Verhalten wieder aufhört? Wir wären für jeden Tipp dankbar.

Viele Grüße
Stefan

Hi!

ich schätze mal, die berüchtigte Trotzphase, gell? *g*

Nuja, was am besten hilft, ist bei jedem Kind unterschiedlich. Allerdings würd ich mich von dem Gedanken verabschieden, daß…

Was können wir machen, damit dieses Verhalten wieder aufhört?

…das Kind auf Knopfdruck wunschgemäß funktioniert. In dieser Phase wird das kaum funktionieren :wink:

Versuchen kann man vieles: Kind wie sonst auch normal beruhigen, in den Arm nehmen, schreien lassen bzw. weggehen… etc - aber wie gesagt, was bei dem einen der ultimative Tipp ist, kann beim anderen Kind total versagen.

Daher mein Rat:
arbeitet an eurer eigenen Einstellung zu dem Verhalten und geht gelassener damit um. Die Phase geht auch vorbei :wink:
In der Zwischenzeit müßt ihr leider durch try-and-error selbst austesten, was am besten hilft.

Gruß,
Sharon

Hallo

Was
können wir machen, damit dieses Verhalten wieder aufhört?

Ich glaub, am besten ist es, wenn die Eltern wie der Fels in der Brandung ruhig bleiben und ihren Weg weitergehen, ohne sich über das Geschrei der Tochter besonders aufzuregen. Akzeptiert einfach, dass es eben so ist, dass das Kind dann und wann ausflippt. Wenn ihr sie so akzeptiert wie sie eben (jetzt) ist, wird es am ehesten aufhören, wird aber natürlich so oder so wohl noch ein wenig dauern.

Viele Grüße
Simsy

Hallo,

zuerst: was Sharon schreibt, stimmt und hat Hand und Fuß.
Viele Trotzanfälle kann man voraussehen und verhindern, solange sie noch nicht passiert sind (–> Ablenkung). Wenn es zu spät ist, cool bleiben, nicht selber ausrasten. Wenn es ein wirklicher Trotzanfall ist, nützt zum Zeitpunkt des Anfalls auch nicht mehr, dem Kind nachzugeben.

Nur möchte ich unsere Erfahrungen mit unserem Sohn beitragen.
Es ist unser jüngerer Sohn, wir dachten, wir wären vom ersten her etwas gewöhnt, was Trotzanfälle betrifft – Pustekuchen! Er schrie wie am Spieß. Sein Bruder hatte schon immer während dieser Zeit seine Kopf auf den Boden gehauen. Wir haben ihn immer an den Hosenträgern (trug meistens Latzhosen und war sehr leicht) auf eine Matraze gelegt, wo er sich nach Herzenslust austoben konnte. Der jüngere unterlief das, in dem er immer nach scharfen Ecken und Kanten Ausschau hielt, um seine Stirn draufzudonnern. Er hat heute noch mitten auf der Stirn eine wunderschöne Narbe. Ich versuchte ihn festzuhalten (liebevoll, vor mir auf dem Schoß, sobald ich dachte, er hat sich beruhigt, ließ ich locker und er warf den Kopf nach hinten und mir von unten ans Kinn). Es dauerte fast immer eine Stunde, manchmal auch zwei. Jeden Tag ein großer Anfall, mehrere kleinere.

Seine schlimmsten Trotzanfälle geschahen nach dem Aufwachen nachmittags.

Dann kam folgende Beobachtung: Morgens war er auch nicht gut drauf. Er wachte auf und verlangte seine Milch. Sehr rabiat, schnell ausrastend und auch aggressiv. Natürlich denkt man erstmal: nicht nachgeben. Grenzen setzen. Kontrolle. Irgendwann fiel uns aber auf, dass er, sobald er die Milch intus hatte, der fröhlichste, ausgeglichenste, netteste Junge war. Mhm…

Wir haben das dann nachmittags versucht - sofort nach dem Aufstehen etwas zu essen, etwas zu trinken, Traubenzucker, etwas das schnell „ins Blut geht“. Und konnten die Trotzanfälle minimieren. Haben wir sein Aufwachen verpasst, war ihm kaum noch was einzuflößen, gelang es uns (was ein Kampf!) beruhigte er sich innerhalb weniger Minuten.
Wir waren natürlich daraufhin beim Arzt. Resultat: eigentlich keines. Alles in Ordnung. Lediglich: sehr hohe Schwankungen im Blutzuckergehalt.

Übrigens hat er noch heute Probleme, seine Gefühle (Wut, Aggression, etc.) unter Kontrolle zu halten, wenn er nichts gegessen hat. Oder umgekehrt, wenn er etwas isst oder ein Glas Orangensaft trinkt, gelingt es ihm leichter, seine Emotionen zu kontrollieren.

Vielleicht hilft euch dieser Tipp.

Aber das ist nur eine Erfahrung einer Familie mit einem Kind. Ihr müsst selbst herausfinden, wie euer Kind tickt, auf was es reagiert. Dabei hilft es zu wissen, dass Trotzanfälle normal sind, auch wenn sie bei verschiedenen Kindern unterschiedlich ausgeprägt auftreten. Dagegen anschreien oder gar klapsen, hauen etc. hilft mit Sicherheit nicht. Es ist nichts, was ein Kind kontrollieren kann. Aber es kann mit zunehmendem Alter lernen, damit umzugehen. Manchen fällt das leichter, anderen weniger.

Ich wünsche euch viel Ruhe und Durchhaltevermögen.

Gruß
Elke

Hallo Newe,

Wir haben ein Problem mit unserer dreijährigen Tochter. Seit
einigen Wochen ist unsere Tochter sehr jähzornig. Sobald sie
ihren Willen nicht bekommt dreht sie vollkommen durch. Sie
schmeißt sich auf den Boden und ist nicht mehr zu beruhigen.

Das kommt mir seeeehhhhrrrr bekannt vor,Willkommen im Club Totzphase.;o)

Man kann auf sie einreden oder sie auch anschreien. Sie nimmt
einen kaum wahr, schreit und schlägt um sich.

Wenn sie sich in diesen Zustand befindet,kriegt sie nichts mit,am Besten man sagt gar nichts und wartet bis sie sich beruhigt und führt vor den Einschafen oder so ,ein nettes Gespräch in kindgerechter Sprache oder spielt die Sache mit Puppen nach,wo Puppe sich auf die Erde schmeißt.*g Oder Mama macht das,das schockt und Kind hat was zu lachen.Also locker durch,um so lockerer Ihr das Ganze betrachtet ,um so schneller geht die Trotzphase vorbei.;o) (spreche aus Erfahrung)

Wir haben dabei
immer wieder Angst, dass sie sich selber weh tun könnte. Es
geht dabei nie um große Dinge. Heute war es z. B. eine Möhre,
die sie nicht bekam, da es kurze Zeit später Abendessen geben
sollte. Erst nach einer Viertelstunde hat sie sich wieder
beruhigt. Wir wissen bald nicht mehr, was wir tun sollen. Was
können wir machen, damit dieses Verhalten wieder aufhört? Wir
wären für jeden Tipp dankbar.

Irgendwann hört es von alleine auf,ein geregelter Tagesablauf ist sehr wichtig.Ich persönlich hätte ihr die Möhre gegeben,weil ich nichts schlimmes daran finde,wenn Kind vor den Essen eine Möhre kriegt(anders sieht es bei Süssigkeiten aus).Vielleicht wäre es hilfreicher ,besser zu Überlegen ob das eine oder andere doch nicht so schlimm ist und ihr auch mal ihren Willen zu lassen.;o) Als alles gleich zu verbieten und sich so auf Machtspielchen einzulassen,außerdem spürt euere Kleine,wenn etwas halbherzig verboten wird oder ob es euer totaler Ernst ist.

Mir ist es auch schon passiert,das ich nein sagte und im nachhinein dachte,warum eigentlich? Wäre doch gar nicht so schlimm,also genau abwegen was euch wirklich wichtig ist und da eine Grenze ziehen.Bei Lapalien ruhig auch mal ein ja.

LG Biene

Hallo,

die Vorposter haben schon mal recht, so weit wie möglich das Problem ignorieren.
Du kannst aber auch was völlig neues probieren:
Mach mit!
Wenn dein Kind schreit mach das gleiche. Die gleiche Wortwahl etc.
Wenn es mit dem Kopf gegen die Wand rennt mach es nach.
Ich gebe dir keine Erfolgsgarantie aber bei meiner Tochter hat es geholfen.

Gruß

Katl

Guten Morgen,
das ist ein bißchen gemein, wenn alle grinsend antworten: Willkommen im Club, oder? :smile:
Aber es heißt eigentlich nur: Deine Tochter verhält sich ganz normal. Und viele hier wissen, wie hilflos man sich angesichts eines Kindes, das völlig außer Rand und Band ist, fühlt.

Mir fällt Rückblickend folgendes dazu ein, z.T. bestätige ich meine Vorschreiber:

  1. Neins, Verbote und Regeln überdenken und reduzieren. Die Kinder werden selbständiger und fühlen sich (u.U.) gegängelt. Da muß man sich als Eltern manchmal dran erinnern.

  2. Die wenigen „Neins“, die übrig bleiben, konsequent durchziehen. Das Trotzen darf keinen „Erfolg“ haben, so in der Art „Hier hast Du, aber sei ruhig“. Gerade in ungewohnter Umgebung und in der Öffentlichkeit fällt das schwer.

  3. In den Fällen ohne klare „Neins“ Verhandlungsbereitschaft signalisieren, wo immer es geht . So im Tenor: „Schrei nicht, sprich mit mir, das bringt Dich weiter“. Am Beispiel der Möhre: Vielleicht hätte man ja nur ein kleines Stück zum „Kosten“ anbieten können. Die Tochter wird davon nicht satt und hat aber was zu knabbern.

  4. Wenn’s passiert ist, hilft gar nichts mehr. Wenn die Gefahr bestand, dass er sich und uns verletzt oder echten Schaden anrichtet, haben wir unseren Sohn manchmal sogar festhalten müssen (was wir nur sehr ungern getan haben). Wir haben in der Wohnung leider keine Gummizelle :smile:. Auch eine nachträgliche „Predigt“ und Auswertung der Angelegenheit brachte bei uns kaum etwas.

  5. Ich habe hier ein schönes Buch „Robbi regt sich auf“. Es ist für 3-4jährige schon verständlich und zeigt, dass die Wut einfach manchmal über einen kommt und einen Sachen tun und sagen läßt, die man hinterher bereut. Und, ganz wichtig: Dass man die Wut besiegen kann.
    Dann gab es noch „Anna und die Wut“, das hat bei uns aber einfach nicht gepaßt.

Erst nach einer Viertelstunde hat sie sich wieder
beruhigt.

Das ist schnell!

Nerven wir Drahtseile
wünscht
kernig

Der ist gut, da hab ich noch einen Tipp
Hallo!

In einem Buch (ich glaube es war von Rogge) habe ich mal von einer Mutter gelesen, der er geraten hat, sich im Supermarkt ebenfalls schreiend und trommelnd auf den Boden zu werfen, so wie es ihr Kind für gewöhnlich tut.

Als Sie es (in ihrer Verzweiflung und Hilflosigkeit) wirklich getan hat, wäre das ein voller Erfolg gewesen. Das Kind war peinlich berührt „Mama, steh auf, die Leute gucken schon“ und andere Eltern hätten Ihr Respekt ausgesprochen und sie um ihren Mut beneidet.

Da ist was dran, mit Sicherheit. Aber es ist meist sehr schwer, überraschend und neu zu reagieren. Aber gerade in eingeschliffenen Konfliktsituationen ist das doch eine Variante, die man mal ausprobieren kann.

kernig

Und noch nen Buchtipp:
Hallo

Ein Buch, das mir seeeeehr geholfen hat, ist das folgende:

Rohmann, Ulrich: Manchmal könnte ich Dich…

http://www.amazon.de/Manchmal-k%C3%B6nnte-dich-Ulric…

Der Umschlag sieht zwar nach nix aus und der Stil ist leider nicht so flüssig und witzig wie der von Herrn Rogge, aber die Tipps, wie man das eigene Kind während der Trotzerei so überraschen kann, dass es oft von selbst (!) wieder zurück zu den alten Regeln will, sind einfach Gold wert.

Also ruhig mal mittrotzen, Musik machen beim Trotzanfall, selbst mit Lebensmitteln schmeißen, sich im Geschäft heulend auf dem Boden wälzen, ignorieren und und und. Und das Beste: Es macht (manchmal) direkt Spaß, so überraschend zu reagieren - und man fühlt sich vor allem nicht mehr so hilflos!!!

Alles Gute - und wie schon gesagt: Willkommen im Club… :wink:

Hallo Stefan,

Augen zu und durch. Ist nicht gerade der witzigste Teil in der „Kinderaufzucht“ aber es gibt schlimmeres.
Sofern die Ausbrüche auf ein „Nein“ zu irgendetwas zurückzuführen sind sollte man überdenken ob das Nein wirklich so gemeint war.
Wenn man bei einem Wutanfall dazu neigt nachzugeben entspannt man die Situation nicht. In dem Alter können die lieben kleinen die Aussage „aber nur Ausnahmsweise“ nicht begreifen.
Die funktionieren da teils noch digital :wink:
Also nur „Ja/Nein“.
Bei meinen beiden habe ich durchweg konsequent gehandelt. Ein Ja blieb ein Ja, ein Nein blieb ein Nein.
Wenn Du da wackelig bist kann das Kind nicht unterscheiden wann ein Nein definitiv und evtl. zum Schutz des Kindes ausgesprochen wurde.
Mein Sohn neigte in Supermärkten zu Tobsuchtsanfällen und es kamen natürlich auch gleich die „gutgemeinten“ Ratschläge älterer Damen.
Das kann Nerven kosten und meine Frau war auch oft kurz vorm „Tilt“.
Ruhe bewahren und durchhalten, die Zeit arbeitet für Dich.

Gruss Sebastian

zu gutgemeinten Ratschlägen
Hallo nochmal,

zum Thema gutgemeinte Ratschläge: Wappne Dich dagegen, Du wirst Sie erhalten, egal wie Du Dich verhältst.

Bei mir reichten die von „Der braucht mal den Hintern voll“ bis zum Gegenteil: der Androhung einer Anzeige beim Jugendamt, weil ich mein bockendes Kind auf dem Fußweg (wo er sich hingeschmissen hat)hab liegen lassen und ein paar Schritte weiter gegangen bin. „Sind sie verrückt, warum helfen Sie dem Kind nicht?“ Äh, weil es sich schon zum 30ten Mal auf unserem Weg vom Kindergarten nach Hause auf den (trockenen) Boden geschmissen hat? Und überhaupt: warum hilft niemand der Mutter?

Durch Reibung entsteht Wärme, hab ich mal gelesen.

In diesem Sinne
kernig

Hallo Kernig,

richtig. Die Ratschläge kommen. Ob gewollt oder nicht.
Allgemeingültiges gibt es hier m.E. nicht. Da muss man sich herantasten. Sowohl Kinder als auch Eltern reagieren stark unterschiedlich und die Situationen lassen sich in den seltensten Fällen vergleichen, die der Menschen definitiv nicht.
Der eine hat Nerven dick wie Drahtseile, der andere dünn wie Zahnseide (Zitat von Jan Delay).
Mir persönlich sind besonders die Ratschläge von Leuten ohne Kinder die liebsten :wink:
Wenn ein Kind, wie Du schreibst, schon zum x-ten Male am Boden liegt und schreit, da kann für manche Mutter schon mal eine emotionale Ausnahmesituation entstehen. Und wer das selbst noch nicht erlebt hat kann das nicht nachvollziehen.

Gruss Sebastian

Hunger macht böse
Hallo Elke,

genau das durfte ich bei meinen Mädels, besonders bei der Großen, auch beobachten.
Wir haben es übrigens ähnlich wie ihr gelöst.

Viele Grüße, Heike

Essen, und zwar sofort!!
Hallo Ihr zusammen!

das kann ich auch bestätigen. Schon als Säugling, später beim Füttern. Wir haben abwechselnd mit Schnuller und Löffel gefüttert, weil es nicht schnell genug ging…

Und auch jetzt (mit 7)noch: Wenn er Hunger hat, kennt unser Sohn keine Freunde mehr. Geduldig warten ist ganz und gar nicht sein Ding…

kernig

Hallo Newe,

… geht dabei nie um große Dinge. Heute war es z. B. eine Möhre,
die sie nicht bekam, da es kurze Zeit später Abendessen geben
sollte. Erst nach einer Viertelstunde hat sie sich wieder
beruhigt. Wir wissen bald nicht mehr, was wir tun sollen. Was
können wir machen, damit dieses Verhalten wieder aufhört? Wir
wären für jeden Tipp dankbar.

In dem Alter hatte meine Tochter das auch drauf. Allerdings
ohne Selbstverletzungstendenzen, aber doch mit klarer
Unfähigkeit, ihren Zustand irgendwie noch zu
kontrollieren.

Meine erste Reaktion (wenn sie schon „eingerastet“ war),
sie in den Arm nehmen (wortlos) und mit ihr zu dem Fenster
der Wohnung gehen (wortlos), aus dem ich schon immer mit
ihr als Baby hinausschaute (fährt ab und zu mal ein Auto
vorbei).

Wenn die „Einrastsequenz“ vorbei ist/war (5-15min), sagte
ich Ihr grundsätzlich, dass sie auch mit mir (oder der
Mutter) verhandeln kann - und wenn sie gut verhandelt,
wird sie auch etwas erreichen.

Irgendwann mit 3 1/2 oder so war *ihr* auch während des
Anfalls klar, dass sie nicht sofort damit aufhören kann,
auch wenn sie es will. Das war dann eher lustig: ein
verheultes, fertiges Kind welches auf Nachfrage *im Weinen*
erklärt, dass es nicht gleich damit aufhören kann. Aber
da darf man natürlich nicht lachen - sondern es als
„sachliche Information“ bestätigen :wink:

Na ja, irgendwann „verhandelte“ sie dann gleich -
ohne Heulanfall.

Im Grunde genommen behandle ich (oder versuche es) meine
Tochter so wie einen (unfertigen) Soldaten, von dessen
autonomen Aktionen im „nächsten Gefecht“ mein Leben
abhängt (falls so eine Metapher verstanden wird).

Grüße

CMБ

offtopic
Hallo,

das kann ich auch bestätigen. Schon als Säugling, später beim
Füttern. Wir haben abwechselnd mit Schnuller und Löffel
gefüttert, weil es nicht schnell genug ging…

Und auch jetzt (mit 7)noch: Wenn er Hunger hat, kennt unser
Sohn keine Freunde mehr. Geduldig warten ist ganz und gar
nicht sein Ding…

Dann kann ich mir ja schon denken, was uns später erwartet *g*.
Unserer (7 Monate) kanns nämlich auch kaum erwarten bis Fläschchen/Brei endlich fertig ist. Da kennt er nix. Und wenn ich dann mit dem Fläschchen oder dem Breiteller komm, dann zittern die Händchen und der Mund öffnet sich bereits. Und wenns dann noch zu langsam geht… oje dann ists Geschrei groß.

Gruß
Heli

Hi,

wobei ich aber darauf hinweisen möchte, dass „grantig sein, weil man Hunger hat“, etwas anderes ist als aggressiv und nahezu unkontrollierbar emotional Sein wegen Unterzuckerung.
Gruß
Elke

Die Ursache ist ja nicht immer offensichtlich
deshalb fand ich das mit dem Hungern einen guten und sinnvollen Hinweis. So im Tagesablauf verschiebt sich schon mal eine Mahlzeit ohne dass das den Erwachsenen großartig auffällt. Manche Kinder scheinen da genauer zu ticken.

Und ist das Kind genervt (weil hungrig), treten Bockanfälle natürlich dann mit großer Wahrscheinlichkeit auf. Wenn man dann eine halbe Banane zur Hand hat, kann das manchmal Wunder wirken.

Ich finde das ja selber grundsätzlich zweifelhaft, aber die Erfahrung hat gezeigt, dass es von Vorteil ist immer eine Kleinigkeit zu Essen dabei zu haben. Unser Sohn ist spindeldürr, der kann es vertragen.

wobei ich aber darauf hinweisen möchte, dass „grantig sein,
weil man Hunger hat“ etwas anderes ist als aggressiv und
nahezu unkontrollierbar emotional Sein wegen Unterzuckerung
eigentlich etwas anderes ist.

Bei unserem Sohn ist der Schritt vom einen zum anderen nicht sehr groß. Ich nehme mal an, er hat einen „schnellen“ Stoffwechsel.

kernig

Hallo zusammen.

Vielen Dank für die vielen Hinweise/Anregungen. Es tut gut zu wissen, das andere die selben Probleme haben, wie man selbst.

Viele Grüße
Stefan