Von einem ehemaligen gutem Arbeitskollegen und jetzigem immer noch Freund,der allerdings etwas weiter weg wohnt,ist dieses Jahr im Urlaub die Frau gestorben und nun vor 14 Tagen etwa sein Sohn im Krankenhaus.
Ich würd ihn gern irgendwie besitehen,aber wie?
Bin selber Vater,aber sein Sohn war 26,meiner ist erst 3.
Sollte ich ihn mal besuchen,um ihn abzulenken?Wer kann mir da weiter helfen?
Moin,
Von einem ehemaligen gutem Arbeitskollegen und jetzigem immer
noch Freund,der allerdings etwas weiter weg wohnt,ist dieses
Jahr im Urlaub die Frau gestorben und nun vor 14 Tagen etwa
sein Sohn im Krankenhaus.
man kann sich vorstellen, wie traurig dieser Mann ist und wie sehr er leidet.
Ich würde ihm gern irgendwie beistehen,aber wie?
Indem Du z.B. Kontakt zu ihm aufnimmst und ihn fragst, ob bzw. was Du für ihn tun könntest. Gegen seinen Wunsch solltest Du nichts unternehmen, das musst Du respektieren.
Bin selber Vater,aber sein Sohn war 26, meiner ist erst 3.
Na und - denkst Du, dass dieser Unterschied im Todesfall wiegt . . . ?
Sollte ich ihn mal besuchen,um ihn abzulenken? Wer kann mir da
weiter helfen?
Wenn ihr euch sonst auch besucht, wäre m. E. ein Besuch angebracht - besucht ihr euch ansonsten nicht, rufe ihn an und frage . . .
Hallo,
kurz nach einem Todesfall melden sich oft viele Freunde und Bekannte. Das lässt aber meist nach zwei, drei Monaten oder so nach. Die Trauer ist dann lang noch nicht vorbei. Das ist vielleicht gut im Kopf zu behalten.
Wie auch immer Du jetzt reagierst, denk auch daran, nach längerer Zeit nachzufragen und Kontakt zu halten, wenn das erwünscht ist.
Was Du jetzt tun kannst, hängt sehr davon ab, wie Ihr zueinander steht und was er jetzt brauchen kann. Die erste Zeit nach dem Tod eines Familienmitglieds ist ungeheuer turbulent. Man ist im Ausnahmezustand, und gleichzeitig ist jede Menge zu erledigen. Ob Dein Freund jetzt ein offenes Ohr braucht oder Ablenkung oder Ruhe und Zeit für sich selbst, kann man nicht wissen.
Wenn Ihr Euch ziemlich nah seid, würde ich anrufen und fragen. Wenn Ihr entferntere Freunde seid, vielleicht schreiben: einige Worte, die zeigen, dass Du Anteil nimmst, Erinnerungen an seinen Sohn. Dann würde ich etwas später mal direkt nachfragen, wenn sich das organisatorische Chaos etwas gelegt hat.
Es gibt da nicht so viel Allgemeingültiges, was jemand in so einer Situation brauchen kann. Deswegen: fragen, hören, aufmerksam sein.
Viele Grüße,
Jule
Hallo,
viele Menschen, die ähnliche Tragödien erleben, berichten dass sie furchtbar alleine waren. Freunde wissen nicht damit umzugehen und meiden den Kontakt. Und sie litten unter dieser Einsamkeit.
Wenn Du also ein Freund bist, dann suche unaufdringlich, aber ehrlich den Kontakt und frage wie Du helfen kannst. Oft reicht es nur da zu sein. Diesen Zwang über alles reden zu müssen oder von der Trauer abzulenken ist Quatsch. Vielleicht kannst Du etwas zu Essen mitbringen und kochen, einen Spaziergang machen. Je nachdem wie groß die Trauer ist (es kann ja auch schon autistische Züge annehmen) - nehme einen Hund mit. Tiere sind oft unglaublich gut darin Menschen zu trösten.
Viele Grüße
Hallo!
Wir hatten heute den Besuch einer „verwaisten Mutter“. Ihr einziger Sohn ist vor fünf Monaten mit 20 Jahren gestorben. Wir haben ihr mehrmals telefonisch und schriftlich mitgeteilt, dass sie jederzeit mit uns rechnen kann, egal ob zu reden oder zu schweigen oder zu weinen. Jetzt erst nach wie gesagt fünf Monaten kann sie wieder Gesellschaft akzeptieren. Bisher war ihr sogar ihr Mann (nicht der Vater des Burschen) eher Last als Stütze. Sie war lieber allein.
Sicher gibt es aber auch Menschen, die absolut nicht allein sein wollen und können. Da wäre es Unsinn, so lange zu warten.
Wichtig ist daher herauszufinden, was der Mann derzeit am meisten braucht. Dränge ihm Deinen Besuch nicht auf, aber biete ihm telefonisch, per Brief oder eMail an, dass Du zu jeder Tages- und Nachtzeit kommen würdest, wenn er es möchte, dich aber eben nicht aufdrängen möchtest.
Beste Grüße
Waldi
Hallo,
biete ihm telefonisch, per Brief oder eMail an, dass Du zu
jeder Tages- und Nachtzeit kommen würdest, wenn er es möchte
ja, aber nur, wenn Du es auch einhalten willst und kannst - das ist ja, gerade bei größerer Entfernung, ein sehr großes Versprechen! Wenn das nicht möglich oder Dir zu viel ist, dann lieber ein Versprechen, das dem entspricht, was Du leisten kannst.
Man neigt in solchen Situationen manchmal dazu, vor lauter Helfenwollen zu viel zu versprechen. Wenn man es dann womöglich später enttäuschen muss, ist das traurig. Deswegen ist es gut, sich das durch den Kopf gehen zu lassen, und deswegen mein Hinweis hier.
Wenn man es natürlich unter normalen Umständen tatsächlich tun kann und dazu bereit ist, dann kann das Wissen, dass jederzeit jemand erreichbar ist, sicher sehr gut tun.
Viele Grüße,
Jule
Hallo,
ich glaube, das man nicht wirklich trösten kann, nur beistehen.
Sprich mit ihm, wie unfassbar du das findest, das du ihm gerne beistehen möchtest, aber nicht weiß, wie- undmelde dich regelmäßig bei ihm.
Liebe Grüße
Brenna
Lieber Tom, ich habe eben erst den Roman „Malibu“ von Leon de Winter gelesen. Da stirbt einem Mann die einzige Tochter mit 18 Jahren an einem Unfall. Sie hatte bei ihm gelebt, die Frau war geschieden. Da steht viel darüber drin, wie man mit jemandem umgehen kann, der so einen Verlust erlitten hat. Liebe Grüße, Toewanda