off topic
Moin.
Entscheidungsvorbereiter ist ja schön und gut, aber wenn dann
trotzdem genau das Gegenteil von dem gemacht wird, was man
vorschlägt, kann ich auch nichts dran ändern. Ist halt in
unserer Firma so 
So was gibt es natürlich - besonders in sehr kleinen Firmen, in denen es den großen Zampano gibt, der niemandem mehr verantwortlich ist und nach Gutsherrenart regiert.
Der übliche Ablauf ist:
- „Chef, wir hätten gerne XYZ“
- „Wieso?“
- „Weil wir damit Fehler finden können und…“
- „Das habt ihr auch so zu schaffen! Abgelehnt!“
Ich wage allerdings die Behauptung, dass es in den allermeisten Fällen einfach an mangelhafter Entscheidungvorbereitung liegt. EDV-Abteilung haben traditionell enorme Probleme im Bereich Selbstdarstellung (Was leisten wir? Wie leisten wir im Vergleich zu anderen? Was würde diese Leistung fremdeingekauft kosten?).
Grund: da sitzen meist Freaks und keine BWL’er.
Oft kann man der GL den Sinn einer Maßnahme nicht klarmachen, weil einfach keine Zahlen vorhanden sind. Was kostet denn z.B. die Downtime des Netzwerkes pro Minute? Meist kommt ein Achselzucken. Wie soll eine Entscheidung getroffen werden, wenn noch nicht mal eine ROI-Betrachtung gemacht werden kann?
(Entscheidungsträger ist bei uns der Geschäftsführer, der das
macht, was er will, obwohl er überhaupt keine Ahnung von EDV
hat, aber so ist das Leben.)
Und der ist niemandem mehr verantwortlich? Sooo klein ist Piasten doch garnicht. *wunder*
Oft geht das Szenario von oben nämlich so weiter:
5. GAU tritt ein
6. „Herr Tasche, wie konnte das passieren?“
7. „Chef, Sie haben doch damals die Beschaffung von XYZ abgelehnt…“
8. „Das haben Sie aber SO nicht klargemacht, dass das passieren könnte“
Wichtig ist, Cheffe schon bei Punkt 3 klarzumachen, was alles passieren könnte und das die Verantwortung bei ihm liegt, wenn er ablehnt. Und das Ganze SCHRIFTLICH! Es gibt Methoden, Entscheidungen zu erzwingen - positiv oder negativ. Zur Not mit Memoranden bzw. Protokollen. Dann geht es nämlich so weiter:
- „Doch Chef, siehe das Protokoll vom 26.6.2003. Da steht es drin. Das haben Sie anerkannt.“
Wenn dann allerdings das Totschlagargument kommt „Ja meinen Sie, ich würde alles lesen, was Sie mir schicken…?“, dann gilt wieder die Bemerkung über die Gutsherrenart. Zumindest kann einem aber keiner mehr am Zeug flicken… :-/
Lass Dich nicht unterkriegen und plane beim Umstieg auf Ethernet gleich entsprechende Diagnosetools ein. Kann man prima in den Umstellungsinvestitionen verstecken. 
Gruß
Stefan